Was ist Missbrauch?

Emotionaler, verbaler und psychologischer Missbrauch; Häusliche Gewalt, Gewalt in der Familie und in der Ehe

von Sam Vaknin

Originaltitel: „What is Abuse? – Emotional, Verbal, and Psychological Abuse, Domestic and Family Violence and Spousal Abuse“ (samvak.tripod.com/abuse.html)

Sam Vaknin ist nicht unumstritten. Die Dokumentation „Ich bin ein Psychopath“ handelt von ihm. Ich halte seine Informationen aber für sehr gut. Er veröffentlicht viel zu den Themen Narzisstische Persönlichkeitsstörung, Psychopathie und Missbrauch in Beziehungen.

Die (professionelle) Übersetzung wird dem englischen Original leider nicht ganz gerecht.

***

Gewalt im Familienkreis ist häufig die Folge anderer Formen eines subtileren und langfristigen Missbrauchs – sei es verbal, emotional, psychologisch, sexuell oder finanziell.

Missbrauch steht in einem engen Zusammenhang mit Alkoholsucht, Drogenkonsum, Tötung des eigenen Intimpartners, Schwangerschaften bei Minderjährigen, Säuglings- und Kindersterblichkeit, spontanen Fehlgeburten, rücksichtslosem Verhalten, Selbstmord sowie dem Auftreten psychischer und/oder geistiger Störungen.

Die meisten Missbrauchstäter und Schläger sind Männer, wenngleich eine erhebliche Minderheit der Fälle auch auf das Konto von Frauen geht. Nachdem das Thema Missbrauch häufig als ein „Frauenproblem“ bezeichnet wird, wurde es über Generationen hinweg unter den Teppich gekehrt und ist erst vor kurzem so richtig in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit vorgedrungen. Aber selbst heute gehen diese Probleme der häuslichen Gewalt und des Missbrauchs im Familienkreis größtenteils an der Gesellschaft vorüber, wie beispielsweise bei Verfahren vor Gericht sowie im Rahmen der psychosozialen Gesundheitssysteme. So wird bei den Opfern ein Gefühl von Scham und Schuld hervorgerufen, während die Rolle der Missbrauchstäter hingegen „legitimiert“ wird.

Gewalt im Familienkreis geht in den meisten Fällen vom eigenen Ehepartner aus – einer der Eheleute schlägt oder vergewaltigt den Partner, fügt ihm anderweitig körperliche Schäden zu oder quält den anderen. Doch selbst Kinder sind ebenfalls und auch häufig Opfer – sei es direkt oder indirekt. Mit zu den weiteren verletzlichen familiären Gruppen zählen wiederum alte sowie behinderte Menschen.

Missbrauch und Gewalt treten über geographische und kulturelle Grenzen hinweg auf und überschreiten sowohl gesellschaftliche als auch wirtschaftliche Schichten. Unter den Reichen und den Armen, den höher Gebildeten und denjenigen mit einem niedrigeren Bildungsniveau, den Jungen und den Älteren, den Städtern sowie der ländlichen Bevölkerung sind sie gleichermaßen weit verbreitet. Es handelt sich somit um ein universelles Phänomen.

Missbrauchstäter benutzen, belügen, beleidigen, erniedrigen, ignorieren (die sogenannte „stille Behandlung“; im Englischen genannt „silent treatment“), manipulieren und kontrollieren Andere.

Es gibt zahlreiche Wege, jemand anderen zu missbrauchen. Auch jemanden zu sehr zu lieben, ist eine Art Missbrauch. Das Ganze ist gleichbedeutend, wie wenn man jemanden wie ein Anhängsel, einen Gegenstand oder ein Instrument zur eigenen Genugtuung behandeln würde. Überfürsorglich zu sein, die Privatsphäre eines Anderen nicht zu respektieren, brutal ehrlich zu sein, eine sadistische Art von Humor an den Tag zu legen, oder einfach nur konsequent taktlos zu handeln – diese Verhaltensweisen sind als Missbrauch zu bezeichnen.

Zu viel von Anderen zu erwarten, andere Personen zu verunglimpfen, sie zu missachten – all das sind Formen des Missbrauchs. Es gibt körperlichen Missbrauch, verbalen Missbrauch, psychologischen Missbrauch, sexuellen Missbrauch. Die Liste ist wahrlich lang. Die meisten Missbrauchstäter missbrauchen ihre Opfer auf eine heimlich-betrügerische Art und Weise. Sie sind praktisch „verdeckte Missbrauchstäter“. Man muss quasi erst tatsächlich mit einer solchen Person zusammenleben, um den Missbrauch richtig wahrzunehmen.

Missbrauch lässt sich in vier große Kategorien einteilen:

I. Unverhohlener Missbrauch

Der offene und eindeutige Missbrauch einer anderen Person. Bedrohen, Nötigen, Schlagen, Belügen, Beschimpfen, Erniedrigen, Bestrafen, Beleidigen, Demütigen, Ausnutzen, Ignorieren („stille Behandlung“), Abwerten, ungezwungenes Ausgrenzen, verbaler Missbrauch, körperlicher Missbrauch und sexueller Missbrauch sind allesamt Formen eines unverhohlenen Missbrauchs.

II. Verdeckter oder kontrollierender Missbrauch

Missbrauch geschieht nahezu ausschließlich über Kontrolle. Häufig ist es eine primitive und unreife Reaktion auf die eigenen Lebensumstände, in denen der Missbrauchstäter (in der Regel in seiner Kindheit) seinem Schicksal hilflos ausgeliefert worden ist. Es geht darum, die eigene Identität wieder zur Geltung zu bringen, die eigene Berechenbarkeit wieder herzustellen, sein Umfeld zu beherrschen – sei es aus menschlicher oder körperlicher Sicht.

Die Vielzahl an Formen eines missbräuchlichen Verhaltens können auf diese panikartige Reaktion auf das entfernte Potenzial des Kontrollverlusts zurückgeführt werden. Viele Missbrauchstäter sind Hypochonder (und schwierige Patienten), da sie Angst davor haben, die Kontrolle über ihren eigenen Körper, dessen Aussehen und sein reibungsloses Funktionieren zu verlieren. Sie sind zwanghaft verhaltensgestört, wenn sie alles in ihrer Macht Stehende versuchen, ihr physisches Lebensumfeld zu unterwerfen und es vorhersehbar zu machen. Sie verfolgen andere Menschen und belästigen sie, indem sie versuchen, „ihnen nahe zu sein“ – eine weitere Form des Missbrauchs.

In der Welt des Missbrauchstäters selbst existiert nichts um ihn herum. Bedeutende Andere sind für ihn eine Art Anschluss, interne, integrierte Objekte – keine externen Personen. Aus diesem Grund lässt sich auch der Verlust der Kontrolle über eine bedeutende andere Person mit dem Verlust der Kontrolle über die eigenen Gliedmaße oder über das eigene Gehirn vergleichen. Das Ganze ist erschreckend.

Selbstständige oder ungehorsame Menschen machen dem Missbrauchstäter deutlich, dass etwas in seiner Weltanschauung schief läuft, dass er selbst nicht den Mittelpunkt der Welt oder deren Ursache darstellt und dass er das, was für ihn selbst interne Repräsentationen darstellt, nicht kontrollieren kann.

Für den Missbrauchstäter bedeutet ein Kontrollverlust praktisch, dass er verrückt wird. Grund hierfür ist, dass andere Menschen im Kopf des Missbrauchstäters reine Elemente darstellen – nicht in der Lage zu sein, sie zu manipulieren, bedeutet praktisch, sie (in seinem Kopf) zu verlieren. Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden urplötzlich herausfinden, dass Sie ihre Erinnerungen nicht beeinflussen oder Ihre Gedanken nicht kontrollieren können… Ein wahrer Albtraum!

Bei seinen fanatischen Anstrengungen, diese Kontrolle wiederzuerlangen bzw. sie wieder wirksam ausüben zu können, greift der Missbrauchstäter auf eine Unzahl an teuflisch erfinderischen Strategien und Mechanismen zurück. Hier eine unvollständige Liste:

Unberechenbarkeit und Ungewissheit (zeitweilige Verstärkung)

Der Missbrauchstäter handelt auf eine unberechenbare, launenhafte, inkonsequente und irrationale Art und Weise. Diese Verhaltensweise dient ihm dazu, Andere vom nächsten Schritt und Tritt des Missbrauchstäters, von seiner nächsten unerklärlichen Laune, von seinem nächsten Gefühlsausbruch, einem Ablehnen oder Lächeln abhängig zu machen.

Der Missbrauchstäter stellt so sicher, dass ER das einzige verlässliche Element im Leben seiner Nächsten und Liebsten ist, indem er den Rest ihrer Welt durch sein scheinbar wahnsinniges Verhalten erschüttert. Er schreibt praktische seine stabile Präsenz auf ewig in deren Leben fest – indem er ihre eigene Präsenz destabilisiert.

TIPP

Lassen Sie ein solches Verhalten nicht durchgehen. Bitten Sie um vernünftige vorhersehbare und rationale Handlungen und Reaktionen. Bestehen Sie darauf, in Bezug auf Ihre Grenzen, Vorlieben, Präferenzen und Prioritäten Respekt entgegengebracht zu bekommen.

Unverhältnismäßige Reaktionen

Eines der beliebtesten Manipulationswerkzeuge im Arsenal des Missbrauchstäters ist die Unverhältnismäßigkeit seiner Reaktionen. Auf die kleinste Kränkung reagiert er mit den heftigsten Wutausbrüchen. Beziehungsweise würde er Andere für das, was seiner Ansicht nach einen Angriff gegen ihn selbst darstellt, heftigst bestrafen – ungeachtet dessen, wie geringfügig ein solches Vergehen auch immer sein mag. Oder er würde bei jeder Uneinigkeit oder Meinungsverschiedenheit einen heftigen Trotzanfall bekommen, wenngleich dieser mitunter gar freundlich und entgegenkommend zum Ausdruck gebracht sein sollte. Oder aber, er würde ein übermäßig aufmerksames, charmantes und verlockendes Verhalten an den Tag legen (wenn auch gegebenenfalls übermäßig stark sexuell gesteuert).

Diese sich ständig wechselnde Verhaltensweise sowie die ungewöhnlich harten und willkürlich angewandten Bestrafungen sind vorsätzlich geplant. Die Opfer wiederum werden im Dunkeln belassen. Hilfsbedürftigkeit und Abhängigkeit, die – seitens des Missbrauchstäters – an der Quelle der „Gerechtigkeit“ ausgeteilt werden, sowie das darauf folgende Urteil werden somit gewährleistet.

TIPP

Fordern Sie eine gerechte und verhältnismäßige Behandlung. Lehnen Sie ein ungerechtes und kapriziöses Verhalten ab bzw. reagieren Sie nicht auf eine solche Verhaltensweise.

Stehen Sie wiederum vor der unvermeidlichen Konfrontation, dann handeln Sie sachlich. Zahlen Sie es ihm mit gleicher Münze heim.

Entmenschlichung und Objektivierung (Missbrauch)

Menschen müssen sich auf die empathischen Fähigkeiten und auf die grundsätzliche Gutherzigkeit anderer Menschen verlassen können. Durch die Entmenschlichung und Degradierung Anderer zu Objekten greift der Missbrauchstäter die fundamentalen Grundfeste menschlicher Interaktionen an. Man spricht in diesem Fall vom sogenannten „fremdartigen“ Aspekt der Missbrauchstäter. Sie können zwar ausgezeichnete Imitationen umfassend ausgebildeter Erwachsener sein, doch emotional gesehen sind sie abwesend und unreif.

Missbrauch ist so scheußlich, so phantasmagorisch, dass die Menschen vor einem solchen Terror zurückschrecken. Doch genau in diesem Moment, wenn ihre eigenen Abwehrkräfte vollkommen am Boden sind, dann sind sie auch am verletzlichsten und der Kontrolle des Missbrauchstäters hilflos ausgeliefert. Körperlicher, psychologischer, verbaler und sexueller Missbrauch – all das sind Formen einer Entmenschlichung und Objektivierung.

TIPP

Zeigen Sie gegenüber Ihrem Missbrauchstäter niemals, dass Sie Angst vor ihm haben. Führen Sie keine Verhandlungen mit Tyrannen. Diese sind unersättlich. Lassen Sie sich von Erpressungen nicht unterkriegen.

Und wenn die Dinger gar aus dem Ruder zu laufen scheinen, schalten Sie Polizeibeamte ein, wenden Sie sich an Freunde und Kollegen oder drohen Sie ihm (mit rechtlichen Schritten).

Behandeln Sie Ihren Missbrauchsfall nicht wie ein Geheimnis. Heimlichkeiten sind die Waffe eines jeden Missbrauchstäters.

Geben Sie ihm niemals eine zweite Chance. Reagieren Sie auf die erste Verfehlung mit Ihrem gesamten Arsenal.

Informationsmissbrauch

Ab dem ersten Moment, in dem der Missbrauchstäter mit einer anderen Person zusammentrifft, verhält er sich wie auf der Lauer. Er sammelt Informationen. Je mehr er über sein potentielles Opfer weiß, desto einfacher ist es ihm möglich, es unter Druck zu setzen, zu manipulieren, zu bezirzen, zu erpressen oder es „zur Ursache“ zu machen. Der Missbrauchstäter zögert nicht davor, die von ihm zusammengetragenen Informationen zu missbrauchen – ungeachtet ihrer vertraulichen Natur bzw. der Umstände, in denen er in ihren Besitz gelangt ist. Diese Form des Missbrauchs ist ein mächtiges Werkzeug in seiner Waffensammlung.

TIPP

Seien Sie auf der Hut. Seien Sie bei einem ersten oder zufälligen Treffen nicht zu entgegenkommend. Holen Sie Auskünfte ein.

Seien Sie Sie selbst. Stellen Sie Ihre Wünsche, Grenzen, Vorzüge, Prioritäten und ‚roten Linien‘ nicht falsch dar.

Verhalten Sie sich nicht widersprüchlich. Rudern Sie nicht zurück. Seien Sie bestimmt und resolut.

Unmögliche Situationen

Der Missbrauchstäter schafft unmögliche, gefährliche, unvorhersehbare, noch nie dagewesene oder gar höchst spezielle Situationen, in denen er dann dringend gebraucht wird. Der Missbrauchstäter stellt sicher, dass sein Wissen, seine Fertigkeiten, seine Beziehungen oder seine Eigenschaften in den Situationen, die er selbst geschaffen hat, die einzig geltenden und die zweckdienlichsten sind. Der Missbrauchstäter sorgt für seine eigene Unentbehrlichkeit.

TIPP

Halten Sie sich von solchen Schlamasseln fern. Hinterfragen Sie jedes Angebot und jeden Vorschlag aufs Genaueste – egal, wie unverfänglich es bzw. er auch immer sein mag.

Legen Sie sich einen Notfallplan zurecht. Informieren Sie Andere durchwegs über Ihr Verbleiben und halten Sie sie über Ihre Lage auf dem Laufenden.

Seien Sie wachsam und zweifelnd. Seien Sie weder leichtgläubig noch beeinflussbar. Vorsicht ist besser als Nachsicht!

III. Kontrolle und Missbrauch durch Stellvertreter

Wenn alle Stränge reißen, setzt der Missbrauchstäter auf Freunde, Kollegen, Partner, Familienmitglieder, die Behörden, Institutionen, Nachbarn, die Medien, Lehrer und Ausbilder – kurzum: Dritte –, um seine Angebote an den Mann oder die Frau zu bringen. Er benutzt diese Stellvertreter, um Andere zu überreden, unter Druck zu setzen, zu bedrohen, zu verfolgen, um sich anzubiedern, sich zurückzuziehen, um Andere zu verlocken, zu überzeugen, zu schikanieren, mit ihnen ins Gespräch zu kommen oder um sein Ziel anderweitig zu manipulieren. Er kontrolliert diese unwissenden Instrumente genau so, wie er es auch hinsichtlich der Kontrolle seiner letztendlichen Beute vorhat. Er verwendet dieselben Mechanismen und Hilfsmittel. Und wenn ihre Arbeit erst einmal erledigt ist, lässt er seine Stützen einfach kurzerhand wieder fallen.

Eine andere Form der Kontrolle durch einen Stellvertreter ist die Schaffung von Situationen, in denen einer anderen Person Missbrauch zugefügt wird. Solche sorgfältig gestalteten Szenarien der Verlegenheit und Erniedrigung münden für das Opfer in gesellschaftliche Sanktionen (Verurteilung, Schmach und Schande oder gar körperliche Bestrafung). Die Gesellschaft – bzw. eine gesellschaftliche Gruppe – wird somit zu einem Instrument des Missbrauchstäters.

TIPP

Häufig sind sich die Stellvertreter des Missbrauchstäters ihrer Rolle gar nicht bewusst. Entlarven Sie ihn. Informieren Sie sie. Machen Sie ihnen deutlich, auf welche Art und Weise sie seitens des Missbrauchstäters missbraucht, ausgenutzt bzw. universell eingesetzt werden.

Stellen Sie Ihrem Missbrauchstäter eine Falle. Behandeln Sie ihn so, wie er Sie behandelt. Bringen Sie Andere mit ins Spiel. Bringen Sie seine Verhaltensweisen ans Licht. Nichts ist so effizient wie die richtige Bühne, um Missbrauch den Gar auszumachen.

[im Original: „Often the abuser’s proxies are unaware of their role. Expose him. Inform them. Demonstrate to them how they are being abused, misused, and plain used by the abuser. Trap your abuser. Treat him as he treats you. Involve others. Bring it into the open. Nothing like sunshine to disinfest abuse.“]

IV. Missbrauch durch das nahe Umfeld (im Original: „Ambient Abuse“) und Psychoterror (im Original: „Gaslighting“)

Die Unterstützung, Verbreitung und Förderung einer Atmosphäre der Angst, Einschüchterung, Instabilität, Unvorhersehbarkeit und Irritation. Es kommt weder zu Handlungen im Rahmen eines rückverfolgbaren offensichtlichen Missbrauchs noch zu einer etwaigen manipulativen Ausübung von Kontrolle. Dennoch bleibt das belastende Gefühl, eine unangenehme Vorahnung, ein schlechtes Vorgefühl, ein böses Omen. Dieser Zustand wird mitunter auch als „Psychoterror“ bezeichnet.

Langfristig gesehen nagt ein solches Umfeld am Selbstwertgefühl sowie an der Selbstachtung des Opfers. Sein Selbstvertrauen wird zutiefst erschüttert. In vielen Fällen nimmt das Opfer eine paranoide oder schizoide Haltung ein und sorgt somit selbst dafür, dass es Kritik und Urteilen noch ungeschützter ausgesetzt ist. Die Rollen werden somit ins Gegenteil verkehrt: Das Opfer wird als geistig umnachtet angesehen, und der Missbrauchstäter – ja, der ist die leidende Seele.

TIPP

Laufen Sie! Bringen Sie sich in Sicherheit! Missbrauch durch das nahe Umfeld mündet häufig in einen unverhohlenen und gewalttätigen Missbrauch.

Sie sind niemandem eine Erklärung schuldig – aber Sie schulden sich selbst ein schönes Leben. Wagen Sie den Absprung!

ANHANG: Klassifizierung missbräuchlicher Verhaltensweisen

Eine missbräuchliche Verhaltensweise ist kein einheitliches, homogenes Phänomen. Es rührt und geht aus zahlreichen Ursachen hervor und äußerst sich in einer Vielzahl von Wegen. Weiter unten finden sich ein paar wenige nützliche Unterscheidungsmerkmale das Thema Missbrauch betreffend, die als veranschaulichende, taxonomische Prinzipien (dimensionale Typologien) in einer Art Matrix dienen könnten.

1. Unverhohlener gegen verdeckter Missbrauch

Unverhohlener Missbrauch ist der offene und eindeutige, leicht erkennbare, klar ausmachbare Missbrauch einer anderen Person in irgendeiner Art und Weise, Ausprägung oder Form (verbal, körperlich, sexuell, finanziell, psychologisch-emotional usw.).

Verdeckter Missbrauch dreht sich um das Bedürfnis des Missbrauchstäters, Kontrolle über sein Opfer auszuüben und diese Kontrolle auch aufrechtzuerhalten. Er kann sich in vielerlei Formen äußern, welche jedoch nicht allesamt augenscheinlich, unmissverständlich und unzweideutig sind.

2. Eindeutiger gegen verdeckter Missbrauch bzw. Missbrauch aus dem nahen Umfeld (Psychoterror)

Eine nützlichere Unterscheidung lässt sich daher zwischen dem ausdrücklichen Missbrauch (offenkundiger, offensichtlicher, unbestreitbarer, selbst von einem zufälligen Augenzeugen oder Gesprächspartner leicht beobachtbarer Missbrauch) und dem verdeckten Missbrauch (bzw. Missbrauch aus dem nahen Umfeld) – auch unter dem Begriff ‚Psychoterror‘ bekannt – vornehmen. Hierbei handelt es sich um die Unterstützung, Verbreitung und Förderung einer Atmosphäre der Angst, Einschüchterung, Instabilität, Unvorhersehbarkeit und Irritation. Es kommt weder zu Handlungen im Rahmen eines rückverfolgbaren offensichtlichen Missbrauchs noch zu einer etwaigen manipulativen Ausübung von Kontrolle.

3. Projektiver gegen gerichteter Missbrauch

Der projektive Missbrauch ist das Ergebnis des seitens des Missbrauchstäters projizierten Abwehrmechanismus. Von Projektion spricht man dann, wenn der Missbrauchstäter anderen Personen Gefühle und Eigenschaften zuschreibt und Motive zurechnet, die eigentlich er selbst besitzt, allerdings für inakzeptabel, Unbehagen bereitend und unpassend erachtet. Auf diese Art und Weise verleugnet er eben jene disharmonischen Merkmale und sichert sich das Recht zu, Andere dafür zu kritisieren und zu bestrafen, dass sie solche Eigenschaften besitzen oder zur Schau tragen. Ein solcher Missbrauch gilt häufig als kathartisch (siehe das nächste Kategorienpaar).

Der direktionale Missbrauch ist nicht das Ergebnis einer Projektion. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine Reihe an Verhaltensweisen gegenüber einem Ziel (dem Opfer) zum Zwecke der Erniedrigung, Bestrafung oder Manipulierung desselben. Ein solches missbräuchliches Verhalten ist funktional. Mit ihm wird das Ziel der Sicherstellung eines günstigen und gewünschten Ergebnisses verfolgt.

4. Kathartischer gegen funktionaler Missbrauch

Während sich Paar Nummer (3) weiter oben um die psychodynamischen Wurzeln des Fehlverhaltens des Missbrauchstäters dreht, geht es beim aktuellen Kategorienpaar um die Konsequenzen des Ganzen. Manche Missbrauchstäter handeln auf eben diese Art und Weise, weil dadurch ihre Ängste abgebaut werden; weil ihr überhöhtes, grandioses Selbstbild verbessert wird; oder weil dadurch „Unreinheiten“ und Unvollkommenheiten beseitigt werden, die sie entweder bei dem Opfer oder in der jeweiligen Situation (z. B. im Rahmen ihrer Ehe) wahrnehmen. Somit ist ein solcher Missbrauch gewissermaßen kathartisch: Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass sich der Missbrauchstäter besser fühlt. Der projektive Missbrauch ist beispielsweise immer kathartisch.

Ein anderer Grund dafür, jemand anderen zu missbrauchen, ist der, dass der Missbrauchstäter sein Opfer dazu motivieren möchte, etwas Bestimmtes zu tun, sich auf eine gewisse Art und Weise zu fühlen oder davon abzusehen, eine bestimmte Handlung vorzunehmen. Es handelt sich hierbei insofern um einen funktionalen Missbrauch, als dass es dem Missbrauchstäter dadurch leichter gemacht wird, sich an sein Umfeld anzupassen und darin zu agieren –wenn auch dysfunktional.

5. Musterhafter (oder strukturierter) gegen stochastischer (oder willkürlicher) Missbrauch

Manche Missbrauchstäter überhäufen alle um sich herum rund um die Uhr mit missbräuchlichen Verhaltensweisen: Ehepartner, Kinder, Nachbarn, Freunde, Vorgesetzte, Kollegen, Autoritätspersonen und Untergebene. Ein missbräuchliches Verhalten ist die einzige Möglichkeit, die sie kennen, wie sich auf eine Welt reagieren lässt, die sie selbst als feindselig und ausbeuterisch wahrnehmen. Ihre Verhaltensweisen sind „fest angelegt“, steif, ritualisiert und strukturiert.

Andere Missbrauchstäter wiederum sind weniger vorhersehbar. Sie sind explosiv und impulsiv. Sie haben ein Problem damit, ihren Zorn unter Kontrolle zu behalten. Sie reagieren auf narzisstische Beleidigungen sowie tatsächliche und eingebildete Kränkungen mit Wut- und Trotzanfällen (Bezugsideen). Diese Missbrauchstäter scheinen „aus heiterem Himmel“, auf eine chaotische und willkürliche Art und Weise zuzuschlagen.

6. Monovalenter gegen polyvalenter Missbrauch

Der monovalente Missbrauchstäter missbraucht immer nur ein Opfer, dies dann jedoch wiederholt, tückisch und sorgfältig durchdacht. Solche Missbrauchstäter begehen ihre Taten an klar festgelegten Orten bzw. in einem genau abgegrenzten Rahmen (z. B. im eigenen Zuhause oder am Arbeitsplatz). Sie wenden große Sorgfalt dabei auf, ihre widerlichen Missbrauchstaten zu verbergen, und legen in der Öffentlichkeit ein sozialverträgliches Auftreten (oder vielmehr eine Fassade) an den Tag. Angetrieben werden sie dabei von dem Bedürfnis, das Objekt ihrer schlechten Behandlung bzw. die Quelle ihrer Frustration und ihrer krankhaften Missgunst zu zerstören.

Im Gegenzug dazu spannt der polyvalente Missbrauchstäter sein Netz großflächig und umfassend aus und bringt bei der Auswahl seiner Beute keine „diskriminierende“ Verhaltensweise ans Tageslicht. Er ist vielmehr ein „Missbrauchstäter der Chancengleichheit“ und hat zahlreiche Opfer, die häufig nur wenig miteinander gemeinsam haben. Er macht sich selten Gedanken um Äußerlichkeiten und sieht sich selbst als über dem Gesetz stehend. Er hat für jeden – und ganz besonders für Autoritätspersonen – nur Verachtung übrig. In der Regel ist er antisozial (psychopathisch) und narzisstisch.

7. Charakteristischer (persönlicher Stil) gegen atypischer Missbrauch

Diese Form des Missbrauchs lässt sich auf den persönlichen Stil der meisten musterhaften bzw. strukturierten Missbrauchstäter zurückführen (siehe Punkt 5 weiter oben). Ein erniedrigendes, verletzendes, demütigendes und offensives Verhalten ist ihr Modus Operandi, ihre reflexive Reaktion auf Reize und deren Credo. Stochastische bzw. willkürliche Missbrauchstäter handeln in den meisten Fällen normativ und „normal“. Ihr missbräuchliches Verhalten ist eine Anomalie, eine Abweichung, und wird von ihren Nächsten und Liebsten als atypisch und sogar schockierend wahrgenommen.

8. Normativer gegen abweichender Missbrauch.

Wir alle üben von Zeit zu Zeit Missbrauch auf Andere aus. Manch missbräuchliche Reaktionen liegen noch innerhalb der gesellschaftlichen Normen und werden weder als indikativ oder als eine persönliche gesundheitliche Störung noch als eine soziokulturelle Anomie erachtet. Unter bestimmten Umständen wird Missbrauch als eine bestimmte Reaktion sogar verlangt und gilt als gesund und sozial anerkennenswert.

Dennoch sollte die große Mehrheit der missbräuchlichen Verhaltensweisen als ein abweichendes, krankhaftes, antisoziales und perverses Verhalten betrachtet werden.

Wichtig dabei ist, zwischen normativem und abweichendem Missbrauch zu unterscheiden. Ein vollständiges Fehlen von Aggression ist genauso ungesund wie ein Zuviel. Einen kritischen Faktor bei der Beurteilung dahingehend, ob jemand gerade die Grenze überschreitet und zu einem Missbrauchstäter wird, spielt auch der kulturelle Kontext.

Schreib mir deine Meinung. Welche Erfahrungen hast du gemacht?

(Bitte schreibt hier nur Kommentare, die eine Verbindung zu obigem Artikel haben. Für andere Kommentare steht Euch das „Forum“ offen.)

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29 Antworten zu Was ist Missbrauch?

  1. Psycho schreibt:

    Es gibt den Besten und einzigsten sinnvollen Tipp:

    KONTAKT ABBRECHEN und KONSEQUENT IGNORIEREN!

  2. Sabine schreibt:

    Hallo , alles was da über die Täter steht kann ich nur unterstreichen. .Die Tipps……alles schon ausprobiert. Es hilft nichts. Als normal denkende Mensch, hat man weder die Kraft noch irgendwann die Lust weiter zu machen. Dann kommt der Moment , wo man sich laut währen möchte und an Ende ist man selbst der dumme. Ich beneide jeden der das nicht mit machen muss. Und es gibt kein Gesetz, der das verbittert. Ich wünschte es gebe ein Medikament für die Täter , damit sie nur für ein Moment erkennen, was sie getan hsben. Und sogar wenn man als Opfer alles erkannt hat und es irgendwann schafft sich von der Person zu lösen, gibt es kein ende. Man hat es für immer im Kopf , man ist so geprägt und immer diese Demütigung. Es ist so schwer in Wörter zu fassen . Ich muss nur noch ein paar Jahre durchhalten und dann verschwinde ich ans andere Ende der Welt. Und sowas nennt sich Mutter.

  3. Sigrun wank schreibt:

    Ich war mit einem Psychopath verheiratet. Er hat mich umworben und war sehr charmant. Als er zu mir gezogen war, hatte er mich sicher und der Psychoterror begann. Genau wie es in ihrem Artikel beschrieben wird. Eine befreundete Ärztin erkannte, dass ich bis zum suizit gebracht werden sollte. Sie holten mich raus und ich erkrankte an einer schweren angststörung. Seine ganze Wut und Unfähigkeit lebte er weiterhin an mir aus. Erst 8 Jahre nach der Trennung erkannte ich in einer Therapie sein Verhalten. Er bekam auch noch die Kinder, weil niemand die Bedrohung erkannte. Er zog 1000 km weit weg. Er hat mich immer erpresst. Nun werde ich auf eine gegenüber Stellung vorbereitet, die erste Seit acht Jahren zur Durchsetzung meiner wünsche.

  4. Aloha schreibt:

    Ich liebe einen Typ, der ganz offensichtlich narzisstische/psychopathische Verhaltensweisen aufweist. In allen Punkten bestätigt…
    Er wurde als Jugendlicher mehrfachh sex. missbraucht von Männern und „leidet“ heute unter Exhibitionismus und dem Schockieren von Frauen. Seine wahnsinnigen Phantasien gehen bis ins Kriminelle. Ist das eine Art „Rache“ an den früher erlebten Missbräuchen? Oder kann es Veranlagung sein, so abartige sex. Phantasien zu haben?
    Ich hab da riesige Bedenken, ihn in seiner „Sucht“ auch noch zu unterstützen, indem ich „mitspiele“

  5. efemeris schreibt:

    Hallo Mark,
    ich würde jedoch viel Acht von Sam Vaknin geben, den er schreibt alles aus anderen Büchern (die teilweise aus fraglichen Quellen stammen) ab und fast diese Infos als sein eigenes Werk zusammen. Die Tipps, die er anbietet würde ich nicht benutzen. Liest viel lieber die Literatur, die von anerkannten Experten geschrieben ist. Die meisten Artikel auf der Aftermath Surviving Psychopathy Foundation sind jetzt auch auf Deutsch übersetzt. Die geben viele gute Ratschläge. Wikipedia hat auch sehr gute Artikel über Missbrauch (vor allem die die auf Englisch geschrieben sind). Ich würde viel lieber diese Artikel auf Deutsch übersetzen und hier veröffentlichen.

    • exa4462 schreibt:

      Hallo,
      Vor einem Jahr in der Frauenklinik, wo ich erschöpf und niedergeschlagen ankamm, wurde mir gesagt dass ich ein Opfer von meinem Mann bin.

      Sehr oft errinere mich nach dem letzten Tag im Kur, als meine Psychologin schaute mich an und sagte: Sylwia gibt nicht auf, kämpfe!

      Wir waren 14 Jahre zusammen, haben 2 Kinder (damals 7 und 11 Jahre alt) und ein Einfamilienhaus.

      Er hat 3 andere langfristige Beziehungen, insgesammt 7 Kinder und 1 Firma in Bolivien. (Er ist ein Bolivianer mit Deutsche Papiere).

      Ich habe 3 Firmen (2 Einzelunternehmen in Polen und Deutschland und eine GmbH, in dem er Mitbesitzer ist ) ein Grundstück in Polen, wo die Firmensitzt ist, paar Maschinen und gebrauchte Lkws und hatte 200.000 Euro Schulden.

      Natürlich der grosse Chef war immer Er und er dürfte alles und nur ich nichts.

      Laut ihm war ich alleine ohne Ihn nicht in der Lage etwas zu machen, ich war immen „0”. Da er war immer der Beste, der alles kann, ich aber für alles verantwortlich. Für jeden Fehler, die unsere Mitarbeiter machten war ich bestrafft und angeschreien.

      Da er fast immer „geschäftlich” Unterwegs war, gab mir immer sehr viele Aufgaben. Alles war von ihm sehr gut Kontroliert, vor allem Einkäufe, Verkäufe und alle Ausgaben. Ich musste tausende Tabellen für ihn dauernt vorbereiten. Ich machte Buchhaltung, kaufte und verkaufte Lkws, suchte Ladung für den Transport. Was wir noch gemacht haben, waren die Container mit Ersatztteilen und alten Lkws, die meine Firma an seine Firma in Bolivien verkauft hatte. Das Geld von diesem Geschaeft kam sehr langsam und immer nur ein kleines Teil, da laut ihn die Teile verkaufen sich im Moment nicht so gut, man braucht Zeit und …

      Aber er wollte immer mehr Container schicken.

      So hatte ich nur Zeit für die Firmen und meine Kinder. Mit meinen weiblichen Freundinen habe mich sehr selten getroffen. Mänliche Bekannschaften kamen überhaupt nicht in der Frage, da er immer wahnsinig Einfersuchtig war.

      Hüätte sich eine von meinen Freundinen von seinem Partner getrennt, hatte ich sofort Verbot sie zu besuchen.

      Unsere Kinder müssten immer, als sie schon in Schulalter waren eine „1 +++” bringen. Meistens für eine Note 2 wurden sie und ich angeschriehen und bestrafft.

      Egal wo wir waren, für die anderen war er immer sehr scharmant, zu Hause ein Monster.

      Über seine Beziehungen habe ich immer zufällig erfahren, natürlich nicht von ihm. Aber er hatte für alles eine Ausrede, eine neue Lüge und ich war laut ihm verrückt.

      Nach der Kur brauchte ich paar gute Monaten. Immer wieder deutete ich ihm zu, dass ich es nicht mehr aushalten kann und ich möchte mich von Ihm trennen. Nur das Geschäft sollten wir noch zusammen weiter führen, da ich immer dachte alleine schaffe ich es nicht.

      Für ihm aber war ich seine Frau des Lebens, die ihm nie verlassen darf. Meine Familie wußte über alles auch nicht. Für denen war mein Mann immer ein guter Mann, Geschäftsführer usw. Und ich bekam von Ihm immer Drohungen, wenn ich nur über ihm was schlechtes erzähle….

      Ich habe angefangen überall die Hilfe zu suchen. Meine grosse Hoffnung war meine Stiffmutti, eine Geschäftsfrau, denn nur von Ihr hatte er Angst und Respekt.

      So ihm Oktober nach Monate Vorbereitungen durch Psychologen und meine Stiffmutter fang ich mein großtes Kampf um meine Freiheit.

      Ich hatte den Schlüssel vom zu Hause und vom Tor von der Firma gewechselt, ihm die Zugang zum Bankkonten gesperrt , wollte ihm kein Geld mehr geben und kein Container nach Bolivien mehr zu schicken. Seine Bolivianische Mitarbeiter habe ich gekündigt, ihm auch da er bei mir ein Angestellter war. Im September hatte ich mit ihn noch ein Container geschickt, mit einem Zweckt, der Container sollte im Hafen in Chille gesperrt werden, bis er mir mindestens ein bißchen Geld zurück gibt, was er mir schuldete. Er war wütend. Ich bekam Drohungen, dass er mir die Kinder weg nimmt. Ich suchte Hilfe bei Jugendamt, Anwälte, Polizei und sprach ich mit der Schule meines Kinders über meine Situation. Er hat probiert auch viele Sachen von meine Firma zu klauen. Und hat meine Ex-Mitarbeitern so manipuliert, dass Die gegen mich Prozessen bei Arbeitsgericht machten usw. Über 2 Monate schlaff ich mit Messer und Antiagression-Gas neben meinem Bett. Im Januar erhielt ich das Aufenhaltsbestimmungsrecht für meine Kinder.

      Grosse Hilfe sind für mich meine Kinder und meine Mitarbeitern, die bei mir geblieben sind. Den Sie wissen am Besten, was in den letzten Jahren alles passiert.

      In der letze Zeit habe ich sehr viel über Psychopathen gelessen, vor allem um zu wissen was er denkt und wie er weiter vorgehen wird. Und er macht genau alles, was ich gelessen habe. Er probiert mich in der schlechten Licht vorzustellen und manipuliert alle gegen mich, den laut ihm bin ich verrücht und die Böse, die ihm alles weggenommen hat.

      Aber das, dass ich noch im August -200.000 Euro auf meinem Konto hatte erkennt er nicht. Er interessiert sich nicht, ob die Kinder was zu Essen haben, denn von ihm bekomme ich kein Geld dafür.

      Und das Geschäft, führe ich weiter alleine. Es lauft sehr gut. In den letzten Monaten konnte ich ein Teil von meinen Schulden zurückzahlen. Denn ich kenne 3 Fremdsprachen, habe 2 Studienrichtungen (in Polen und in Deutschland) und vor allen habe ich durch die Jahren sehr viel gelernt, da ich fast alles alleine gemacht habe.

  6. anna schreibt:

    Meine mutter und ich werde von meinen bruder missbraucht er verbietet uns freunde nahause zubringen redest immer über ärtze schlecht immer sind andere schuld schlägt uns ich habe immer angst wir wissen nicht weiter.

    • Inga schreibt:

      Zum Hausarzt gehen, der gibt Tips, eventuell Frauenhaus oder so. Aber es gibt auch ein Gesetz, wo der Täter des Hauses oder der Wohnung verwiesen wird und darf sich bis auf eine bestimtme Strecke nicht nähern. Da mit die Opfer geschützt bleiben! Der Hausarzt, die Frauenärztin oder Polizei haben Schweigepflicht!

      Und typisch für solch etäter ist ja die Opfer, also dich und deine Mutter zu isulieren! Deswegen dürft ihr keine Freunde mit nach Hause bringen.
      Aber ein Arzt kann da mehr helfen! Der weiß da besser Beschied!
      Das machen die Ärzte heutzutage!

      Seid mutig und geht dahin!
      Ihr könnt auch gleich zur Polizei gehen!
      Di ekennen sich da auch aus!

      Helft Euch selber, dann seid ihr weniger angreifbar!

      Seid so mutig!
      Tuiz Euch den Gefallen!
      Ich wünsche Euch viel Mut dazu!

  7. Frau Anders schreibt:

    Ich bin unter verschiedensten Psychopathen aufgewachsen und habe alle beschriebenen Formen kennengelernt. Insofern kann ich den Text nur unterschreiben und es tut sehr gut sowas mal von anderen zu lesen, was man selber so schwer in Worte fassen kann was da passiert.
    Also mir tut das gut und es hilft mir im Kampf gegen meine Vergangenheit

    • Inga schreibt:

      Ja, so geht es mir auch. Wir leidenden müssen uns unbedingt zusammenschließen, um für das Phänomen ein Wort für zu finden, um dann dagegen anzugehen, es als etwas alltägliches (nicht als geheimnisvolles mehr gilt) zu erklären und vor allem, dass es gesellschaftlich als verwerflich (verrufen) gilt!

    • Martina Bedregal Calderón schreibt:

      Mir hilft es auch.

  8. a9 schreibt:

    In diesen Texten fand ich erschreckend viele Entsprechungen im Verhalten meines Mannes
    und meiner Mutter.Zum Gehorsam erzogen, war meine Partnerwahl wohl zwangsläufig.

    • Martina Bedregal Calderón schreibt:

      Ebenso wie bei mir. Inzwischen bin ich geschieden, und nach 52 Jahren emotionalem, sich zuspitzendem Missbrauch durch meine Mutter habe ich vor wenigen Tagen auch den Kontakt mit ihr endgültig abgebrochen. Ich weiß, sie wird über Dritte etc. wieder versuchen, an mich heranzukommen, aber dieses Mal würde ich sie notfalls auch anzeigen, zumal ihr emotionaler Missbruach auch Stalking beinhaltet.

  9. Robby Rojal schreibt:

    Ich finde den Text zum Teil recht gelungen. Gerade die verschiedenen Missbrauchsformen werden gut erklärt mMn.
    Was ich aber gar nicht nachvollziehen kann, sind diese TIPPS. Im Umgang mit Missbrauchstätern kann es doch eigentlich nur einen Tipp geben, oder? So weit auf Distanz gehen wie möglich.

    Gerade diese TIPPS wie „die Verhaltensweisen des Täters spiegeln“ und „ans Licht bringen“, können unter Umständen sogar echt böse enden!

    • Sabine schreibt:

      Du hast vollkommen recht. Man darf sich nicht anmerken lassen , das man die Täter entlarvt hat. Es im gutem zu klären hatte für mich böse Konsequenzen. Also , halte ich mein Mund und versuche durch eine Therapie damit zu leben ……ich weiß echt nicht mehr weiter

  10. Susanne schreibt:

    Bin auf einen irren reingefallen. War alles perfekt bis ihn die Kripo abgeholt hat. Hab nichts bemerkt und hatte mich in seiner Nähe sehr wohl gefühlt. Er war lieb nett zuvorkommend und hat alles mitgemacht. Bin nun zutiefst verletzt und weiß nicht ob ich Männer jemals wieder trauen kann.

  11. selmataylor schreibt:

    Carl Jung sagte: „Der gesunde Mensch quält andere nicht. Für gewöhnlich sind es die Gequälten, die wieder andere quälen.“

    ✪Stop child abuse – there is no justification!
    Promote moral courage!

  12. Rosenstolz schreibt:

    Herzlichen Dank für diese Trost spendene und hilfreiche Seite. Mein Psychopath sagte, er könne einen Menschen psychisch umbringen, es wäre ganz einfach und es gäbe dafür dann nicht einmal einen Beweis.

    • Jane schreibt:

      die bringen einen um. weil sie die psyche zerstören, trenn dich sonst bist du verloren. es gibt ein leben danach aber es braucht sehr viel zeit, alles zu verarbeiten. schafft man nur alleine, hilfe gibt es nicht.

    • Inga schreibt:

      Ja und viel Freude hat er bestimmt auch daran!
      Das ist war, viele können das!
      Diese Forum hier liefert den (hoffendlich wissenschaftlich fundierten) Beweis! Man darf das ruhig glauben, was man diesbezüglich bemerkt. Man glaubt es ja gar nicht und gibt sich sogar noch seobst die Schuld!

      Aufklärung ist deswegen nötig!

  13. chironico schreibt:

    Hallo Mark,
    könntest du dem Text eventuell voranstellen, dass er „unwissenschaftlich“ ist, das fände ich gut.
    Denn wenn ich den Text als „Starttext“ auf dieser Seite lese (gerade mit dem Zusatz, dass du als eine Art Redaktion seine Informationen für „sehr gut“ hälst) werden diese zweifelhaften Informationen teilweise als „wahr“ und „fundiert“ interpretiert. Der Text ist aber leider sehr ungenau bis hin zu inkorrekt.
    Besten Gruß,
    Nico

  14. chironico schreibt:

    Beim Querlesen habe ich etwas entdeckt, was wirklich unter keinen Umständen veröffentlicht gehört. Diese Art von „TIPP“ ist nicht geeignet, um sich zu schütze. Im Gegeneil.
    Es ist absolut verantwortungslos, ja gefährlich, so etwas potentiellen Opfern zu raten.

    ZITAT
    „TIPP
    Häufig sind sich die Stellvertreter des Missbrauchstäters ihrer Rolle gar nicht bewusst. Entlarven Sie ihn. Informieren Sie sie. Machen Sie ihnen deutlich, auf welche Art und Weise sie seitens des Missbrauchstäters missbraucht, ausgenutzt bzw. universell eingesetzt werden.

    Stellen Sie Ihrem Missbrauchstäter eine Falle. Behandeln Sie ihn so, wie er Sie behandelt. Bringen Sie Andere mit ins Spiel. Bringen Sie seine Verhaltensweisen ans Licht. Nichts ist so effizient wie die richtige Bühne, um Missbrauch den Gar auszumachen.“

    – Wer bitte denkt sich so ewas aus?

    • Suse schreibt:

      Habe mal gegoogelt.. „Sam Viknin“ (Autor des Textes) ist lt. eigenen Angaben ein selbsternannter Psychopath. Ob es günstig ist, hier seine Beiträge und „TIPP“s ohne Kenntnis dessen, dass es Tipps von einem Psychopathen sind, zu veröffentlichen, da bin ich doch etwas skeptisch.

    • Mark schreibt:

      Hallo Suse
      Ich habe der Übersetzung eine Einleitung hinzugefügt.

    • Mark schreibt:

      Hallo chironico
      Die (professionelle) Übersetzung ist stellenweise leider etwas unpräzise. Das Original:
      „Often the abuser’s proxies are unaware of their role. Expose him. Inform them. Demonstrate to them how they are being abused, misused, and plain used by the abuser.
      Trap your abuser. Treat him as he treats you. Involve others. Bring it into the open. Nothing like sunshine to disinfest abuse.“

    • winterkind schreibt:

      Ich kann diesem Text nur zustimmen. 1:1beschrieben wie psych.Missbrauch funktioniert. Wer das als Quatsch und Grundlagenlos darstellt kennt solche Menschen nicht oder ist vielleicht selbst so gestrickt?

  15. chironico schreibt:

    Leider beeinhaltet dieser Text eine Menge vager, unbelegter oder offensichtlich falscher Behauptungen.
    ZITAT
    „Die meisten Missbrauchstäter und Schläger sind Männer, wenngleich eine erhebliche Minderheit der Fälle auch auf das Konto von Frauen geht.“
    Missbrauchstäter und Schläger zusammenzuwerfen macht die Aussage sehr unklar.
    Aber der eigentliche Fehler ist die aufgestellte Behauptung, dass es mehr missbrauchende Männer als Frauen gibt.
    Frauen bedienen sich idR subtileren Mitteln wenn sie Gewalt anwenden. Sie greifen seltener zu körperlicher Gewalt, sind weniger offen aggressiv etc. Vermutlich gibt es beispielsweise auch weniger weibliche Psychopathinnen.
    Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass es weniger missbrauchende Frauen gibt.
    Frauen missbrauchen idR auf psychischem Wege: durch (sanfte) Manipulation, emotionale Erpressung, Gaslighting, Intrigen, Abwertung und so weiter.

    ZITAT „Gewalt im Familienkreis geht in den meisten Fällen vom eigenen Ehepartner aus – einer der Eheleute schlägt oder vergewaltigt den Partner, fügt ihm anderweitig körperliche Schäden zu oder quält den anderen. Doch selbst Kinder sind ebenfalls und auch häufig Opfer – sei es direkt oder indirekt. “

    Das ist schichtweg falsch.
    Die häufigsten -auch weil schwächsten- Opfer sind Kinder.

    Die Aussage „Mit zu den weiteren verletzlichen familiären Gruppen zählen wiederum alte sowie behinderte Menschen.“ suggeriert zudem, dass alte Menschen eher Opfer als Täter sind.
    Unter den Alten und Kranken (körperlich o. psychisch) gibt es genauso viele narzisstisch gestörte oder aus anderen Gründen gewaltbereite Persönlichkeiten wie in anderen Altersgruppen.
    Man kann im Übrigen auch beides sein, und das ist gar nicht selten: Täter und Opfer zugleich.

    Weiter werde ich diesen Schrieb nicht lesen.
    Warum werden hier auf der Startseite Texte veröffentlicht, deren jede fundierte Grundlage fehlt?

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