Porträt eines Soziopathen

Autorin: „ME“ (M. E. Thomas). ME ist Autorin des Blogs „sociopathworld.com“ und des Buchs „Confessions of a Sociopath: A Life Spent Hiding in Plain
Sight“. ME zieht die Bezeichnung Soziopath vor. Mehr zu den Begriffen auf der „Was ist Psychopathie?“-Seite.

(aus: Craig, M., Catani, M., Deeley, Q., Latham, R., Daly, E., Kanaan, R., Picchioni, M., McGuire, P., Fahy, T., & Murphy, D. (2009). Altered connections on the road to psychopathy, Molecular Psychiatry, 14 (10), 946-953 DOI: 10.1038/mp.2009.40)

Der manipulative Hochstapler. Der Typ, der Ihnen sogar dann ins Gesicht lügt, wenn er es eigentlich gar nicht muss. Das Kind, das Tiere quält. Der kaltblütige Mörder. Psychopathen zeichnen sich durch einen Mangel an Mitgefühl und eine schwache Impulskontrolle bei gleichzeitigem Fehlen jeglicher Form von Gewissen aus. Laut einer umfassenden psychologischen Profil-Checkliste lässt sich rund 1 % der Gesamtbevölkerung als Psychopathen bezeichnen. Diese Menschen tendieren dazu, sich egozentrisch, gefühllos, manipulativ, betrügerisch, oberflächlich, verantwortungslos und parasitär, wenn nicht sogar raubtierhaft zu verhalten. Ein Grossteil aller Psychopathen ist nicht gewalttätig und viele von ihnen leisten sogar sehr gute Arbeit in ihrem Beruf, in welchem ihre persönlichen Züge von Vorteil sind und ihre sozialen Tendenzen toleriert werden. Nichtsdestotrotz haben manche von ihnen die Veranlagung, berechnende, „instrumentelle“ Gewalt an den Tag zu legen – eine Gewalt, die kaltblütig, geplant und zielorientiert ist. Psychopathen sind unter Kriminellen deutlich überrepräsentiert. Schätzungen zufolge machen sie in den meisten Gefängnissen rund 20 % aller Insassen aus. Sie begehen mehr als die Hälfte aller Gewaltverbrechen und die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls ist bei ihnen 3-4 Mal höher. So gut wie keiner von ihnen spricht auf Wiedereingliederungsmassnahmen an. Kurzum: Sie sind einfach keine netten Zeitgenossen.

Aber wie wird man überhaupt zu einem Psychopathen? Handelt es sich hierbei um einen angeborenen biologischen Zustand, ein Ergebnis gesellschaftlicher Erfahrungen oder um eine Kombination aus diesen Faktoren? Langzeitstudien haben gezeigt, dass die mit einer Psychopathie einhergehenden Persönlichkeitszüge im Laufe der Zeit äusserst stabil bleiben. Erste Warnzeichen wie beispielsweise „gefühl- und emotionslose Züge“ sowie ein antisoziales Verhalten können bereits in der Kindheit ausgemacht werden und sind ein höchst verlässliches Anzeichen für eine spätere Psychopathie. Gross angelegte Zwillingsstudien haben gezeigt, dass diese Züge in den meisten Fällen weitervererbt werden – eineiige Zwillinge, die 100 % ihrer Gene gemeinsam haben, sind einander in dieser Hinsicht deutlich ähnlicher als zweieiige Zwillinge, bei denen lediglich 50 % der Gene gleich sind. In einer Studie liessen sich mehr als 80 % aller Abweichungen bei den gefühl- und emotionslosen Zügen unter der untersuchten Bevölkerung auf genetische Unterschiede zurückführen. Im Gegenzug dazu lagen die Auswirkungen eines gemeinsamen familiären Umfelds bei nahezu null. Eine Psychopathie scheint also eine lebenslange Eigenschaft bzw. eine Kombination aus Eigenschaften darzustellen, die stark durch Gene und so gut wie überhaupt nicht durch die soziale Prägung beeinflusst wird bzw. werden.

Die zwei charakteristischen Eigenschaften von Psychopathen – abgestumpfte emotionale Reaktionen auf negative Reize gekoppelt mit einer schwachen Impulskontrolle – können sowohl im Rahmen psychologischer als auch neurologischer bildgebender Experimente gemessen werden. In mehreren Studien fand man heraus, dass Psychopathen eine verringerte Reaktion der Amygdala auf furchterregende oder andere negative Reize zeigen. Sie scheinen stark emotional besetzte Begriffe wie beispielsweise „Vergewaltigung“ nicht anders zu verarbeiten, als dies z. B. bei der Verarbeitung neutraler Begriffe wie „Tisch“ bei ihnen der Fall ist. Diese fehlende Reaktion auf negative Reize lässt sich auch auf anderen Wegen messen, wie beispielsweise anhand der nicht erfolgenden Auslösung einer galvanischen Hautreaktion (erhöhte Leitfähigkeit der Haut aufgrund von Schwitzen), wenn sie mit einem drohenden elektrischen Schlag konfrontiert werden. Darüber hinaus fand man auch heraus, dass im Gehirn von Psychopathen limbische (emotionale) Bereiche bei aversiven Lernprozessen nicht richtig aktiviert werden, was mit einer Unempfindlichkeit gegenüber einer negativen Verstärkung korreliert. Den Psychopathen kümmert es einfach überhaupt nicht. In dieser Hinsicht unterscheiden sich Psychopathen von vielen anderen Menschen, die zu einer plötzlichen, impulsiven Gewalt neigen, und zwar dahingehend, dass diese Menschen tendenziell eine extrem sensible negative emotionale Reaktion auf etwas zeigen, was andernfalls einen relativ harmlosen Reiz darstellen würde.

Was diese beiden Gruppen gemeinsam haben, ist die schwache Impulskontrolle. Diese Fähigkeit stützt sich auf den Teil des Gehirns, der auch als präfrontaler Cortex bezeichnet wird, und dort insbesondere auf den orbitofrontalen Cortex. Bekannt ist, dass durch Schädigungen in diesem Teil des Gehirns planerische Fähigkeiten, die Fähigkeit zur Vorhersage von Konsequenzen sowie die Fähigkeit zur Unterdrückung von gesellschaftlich inakzeptablem Verhalten beeinträchtigt werden – also vielmehr die kognitiven Mechanismen des „freien Nichtwillens“ als die des freien Willens. In der Regel wird diese Gehirnregion zudem durch aversive Lernprozesse aktiviert. Diese Aktivierung ist bei Psychopathen ebenfalls vermindert. Des Weiteren wird deutlich, dass bei Psychopathen sowohl der präfrontale Cortex als auch die Amygdala im Durchschnitt erheblich kleiner ausfallen, was darauf schliessen lässt, dass ihre Gehirne anders strukturiert sind.

Diese Erkenntnisse sind nun in einer neueren Studie, in welcher die Vernetzung zwischen diesen beiden Regionen direkt analysiert wurde, miteinander vereint worden. Unter Zuhilfenahme der sogenannten Diffusions-Tensor-Bildgebung (siehe Beitrag vom 31. August 2009) haben Craig und seine Kollegen den axonalen Trakt, der diese beiden Regionen miteinander verbindet – auch als Fasciculus uncinatus bezeichnet – auf seine Intaktheit untersucht und dabei herausgefunden, dass diese bei Psychopathen deutlich beeinträchtigt ist. Doch was am wichtigsten ist: Die Vernetzung dieser beiden Regionen mit anderen Teilen des Gehirns war vollkommen normal gestaltet. Diese Daten lassen daher auf eine spezifische Störung des Netzwerks im Gehirn schliessen, durch das bei Psychopathen der orbitofrontale Cortex und die Amygdala miteinander verbunden sind. Das Ausmass dieser Störung korrelierte dabei stark mit den Ergebnissen, die die untersuchten Personen auf der Psychopathie-Checkliste erzielten.

All diese Erkenntnisse zusammengenommen deuten auf ein Bild der Psychopathie als eine angeborene, genetisch bedingte Abweichung bei der Vernetzung zwischen bestimmten Teilen des Gehirns hin, die normalerweise Mitgefühl, Gewissen und Impulskontrolle steuern. Dies ist nicht zwangsläufig gleich eine Störung, und auch kein Merkmal, das man als eine Erkrankung einstufen könnte oder das stets einen Nachteil darstellt. In der Bevölkerung können die Züge einer Psychopathie in einer gewissen Häufigkeit mit grossen Vorteilen für den Einzelnen einhergehen.

Dieses Fazit bringt allerdings ernsthafte ethische und rechtliche Auswirkungen mit sich. Könnte ein Psychopath eine rechtliche Verteidigungsstrategie aufbauen, indem er sagt: „Mein Gehirn hat mich dazu veranlasst“? Oder auch: „Meine Gene haben mich dazu veranlasst“? Ist dies etwas Anderes als die Aussage: „Meine schlechte Kindheit hat mich dazu veranlasst“? Psychopathen können sehr wohl Recht und Unrecht voneinander unterscheiden – nur scheren sie sich keinen Deut darum. Und genau das ist es auch, was die Gesellschaft als „böse“ und nicht als „krank“ bezeichnet. Doch wenn solche Menschen aufgrund ihrer Veranlagung nicht in der Lage sind, Gefühle zu zeigen, kann man sie dann auch wirklich für ihre Taten zur Verantwortung ziehen? Wenn jedoch andererseits gewalttätige Psychopathen eine ständige Gefahr für die Gesellschaft darstellen und überhaupt nicht auf Wiedereingliederungsmassnahmen ansprechen, was sollte man dann mit ihnen machen? Vielleicht – und dieser Vorschlag stammt nun aus Grossbritannien – sollten Menschen mit einem extrem psychopathischen Persönlichkeitsprofil (oder möglicherweise in der nahen Zukunft gar mit einem spezifischen genetischen Profil?) bereits überwacht bzw. abgesondert werden, bevor sie überhaupt erst eine Straftat begehen.

Obgleich es von wesentlicher Bedeutung ist, dass diese Debatten anhand geeigneter wissenschaftlicher Erkenntnisse genährt werden, gibt es für diese Fragen dennoch keine eindeutigen Antworten. Sie werden nur auf eine pragmatische Art und Weise gelöst werden können, indem man das Verhalten, das die Gesellschaft zu tolerieren gewillt ist, gegenüber den Rechten des Einzelnen abwägt – egal, wie deren Gehirn auch immer aufgebaut sein mag – um auf diese Weise ganz eigene moralische Massstäbe zu setzen.

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17 Antworten zu Porträt eines Soziopathen

  1. dschingisdaughter schreibt:

    Wie schützt man eich in einer konkreten Missbrauchssituation?

  2. Ich schreibt:

    Ich werde ja so wütend, wenn ich mich im Internet rumtreibe. Immer wieder muss ich lesen, „wie“ ein Asozialer entsteht. Und zwar nämlich durch eine traumatische Erziehung. Dann sind also die traumatisierten Nicht-Psychopathen ein Wunder der Natur….
    Also akzeptiert wird, ein Mensch kann mit ALLEN körperlichen Mängeln geboren werden, ein Mensch kann sogar LEBENSUNFÄHIG geboren werden, ein Mensch kann geistig Behindert geboren werden, Autismus, Down-Syndrom und was weiß ich nicht alles. Nur „böse“ gibt es nicht. Da lese ich: „Jeder Mensch wird wie ein leeres Gefäß geboren. Wenn er Liebe bekommt, wird dieser niemals mißbrauchen.“ Und dann verlasse ich die Seite. Es gibt demnach keine Geschwister, mit denselben Eltern, der selben Behandlung, während einer ein Asozialer ist, der andere nicht. Und wenn man dann schon als Kleinkind erlebt, wie das Geschwisterkind, auch als Kleinkind sich absolut Asozial verhält, dann sind das Halluzinationen!!
    Da gibt es KEINE LOGISCHE LINIE, mit dem was jemand bereit ist als Realität anzunehmen. Es sucht sich jeder so aus, wie es ihm gerade in den Kram passt. Ein lebensunfähiger Mensch ist nicht gefährlich, während ein Asozialer es werden kann. Ach so. Das eine gibts dann, das andere aber nicht…wer WILL das schon. Nun meinetwegen. Aber wieso muss man so dreist sein, und das als Wissen darstellen. Da kommen ja nicht mal „ich vermute“ Sätze. Das wäre dann: „Ich vermute, das ein Trauma…usw.“ Ok, das kann man dann z.B. mit der Existenz von James H. Fallon widerlegen. (Angenommen alles stimmt.) Eine Thorie, bei der auch nur ein einziger Mensch rausfällt, ist nicht gültig!
    Eine Sache, die mich wirklich nervt…neben Anderem! Ich schreibe hier über andere „Aufklärungsseiten“, und habe diese mal als mein persönliches Tagebuch genutzt. Puhh…ich empfinde eine gewisse Erleichterung.. 😉

  3. Atticus schreibt:

    Psychopathen fuhlen NICHT, ausser den befriedigenden Sadismus. Sie konnen Empathie schauspielerisch lernen und vortauschen.

    • Inga schreibt:

      Dann können is

      dann können sie auch was dagegen tun, nänlich selbstbeherrschen!
      Oder nicht?

    • Na schreibt:

      Du verwechselst da was. Sie können schon fühlen, aber nicht MITfühlen. Ihre Gefühle sind ausschließlich Ich-bezogen, wenn vorhanden.

  4. selmataylor schreibt:

    „Er, der andere kontrolliert, mag machtvoll sein, aber er, der sich selbst gemeistert hat ist immer noch mächtiger.“
    (Der Philosoph Lao Tzu)

  5. chironico schreibt:

    Es ist tatsächlich denkbar, dass ein Psychopath flexibel empathisch ist.

    Ich habe bei einem psychopathischen Menschen erlebt, wie dieser kurzfristig sehr mitfühlend reagiert hat.
    Allerdings denke ich nicht, dass ein Psychopath bewusst und demnach “frei” entscheidet, wann er seine Empathie “einschaltet”. Der sadistische und egoistische Grundcharakterzug verhindert womöglich ein zuviel an Mitgefühl.

    • selmataylor schreibt:

      Dazu kann ich nur sagen, nach meiner Erfahrung habe ich diese, vermeindlich „mitfühlenden Reaktionen“, immer als „soziale Phasen“ erlebt.
      Bestens zu vergleichen, mit dem „Katz und Maus Spiel“!
      Wenn eine Katze Beute gemacht hat, wird sie diese bekanntlicher Weise nicht gleich auffressen und gut is… nene… Sie spielt mit ihrer Beute. Lässt sie laufen, fängt sie wieder ein, plötzlich leckt sie sich die Pfote und die Maus ergreift aufs neue die Flucht –
      Bruchteile von Sekunden vergehen und die Pfote der Katze verpasst der Maus einen festen Schlag, ohne Krallen. Erst noch! Das „Spiel“ hat gerade erst bekonnen!
      Ziemlich genauso machen es Psychophaten. Die „soziale Phase“ dient (meiner Meinung nach) nur dem einen Zweck, sich die „Beute“ noch einmal ganz genau zu begutachten und auf den Moment zu warten, in dem man am wenigsten mit einer Attacke rechnen würde. In diesen Momenten ist man so schwach und überwältigt, ganz ähnlich der Beute.
      Emotionalität oder Emphaty, hat für einen Psychophaten, wie ALLES ANDERE in seinem Leben, einen Grund, denn nichts passiert bei diesen Kreaturen ohne Hintergedanken, NICHTS!
      Auch ein Psychophat weiß, dass wenn er „freundlich“ und „sensibel“ ist, fast jede Information bekommen kann, die er braucht oder will. Erst wenn diese Infos im nachhinnein gegen uns verwendet, uns zum Vorwurf oder gar als Druckmittel eingesetzt werden, scheint durch, was für einen Psychophaten einfühlen bedeutet.
      Bei einer Katze hat das NICHTS mit „Böse“ sein zu tun, eben so wenig mit Freude, es ist ganz einfach ihre Natur, ein Instinkt, dem sie folgt. Sie jagt nicht aus Spaß am foltern und töten sondern Hunger!
      Psychopathen sind auch dann schlecht und böse wenn sie nett scheinen, denn diese Täuschung wird perfider Weise, wie ein „Holodeck“ nur dazu erzeugt, um Vertrauen, Loyalität und Geborgenheit darzustellen, denn DAS ist die Macht, mit der man
      einen Menschen erobern, lenken, beherrschen und zerstören kann, wenn man wie er, die richtige „Dosis“ kennt!
      Es gibt nur einen Weg so einem Scheusal zu entkommen…nein zwei:

      1.––––•(-•( DER LANGE UND SCHWIRIGE WEG:)•-)•––––
      Selbstreflektion gepaart mit einem intakten „Frühwarnsystem“ kombiniert mit einem
      prallen „Arsch in der Hose“, mit dem Drang zur Weißheit, seine Feinde muss man kennen! Wir fürchten nur das Unbekannte.
      Wenn man das Muster eines Psychophaten ersteinmal durchschaut hat, hält man soetwas wie ein „unsichtbares Schild“, man kann zwar immernoch verletzt werden aber man ist drauf vorbereitet!
      Gekrönt sollte / muss dies alles sein, mit dem unbeirrten Glauben daran, dass man weder selber Schuld an dieser Situation ist noch das man es verdient hätte und auch wenn man Vertrauenstechnisch kernsaniert werden müsste, sollte man immer genügend
      „Changsen-Proviant“ bereithalten. In erster Linie für sich selber, denn wenn wir uns selber, nach einem Straucheln, eine neue Changse geben können, können wir uns auch verzeien. in zweiter Linie für die vielen anderen Menschen, die uns auf diesem Weg begegnen. Sie alle haben eine Changse verdient auch wenn uns die Angst beschleicht,
      das wieder einer von ihnen, der nächste potentielle Angreifer sein und uns den gesamten Vorrat stehlnen könnte. „Changsen-Proviant“, steht für das vor Augen
      führen, nicht alle Menschen werden uns SO enttäuschen und uns absichtlich so weh tun und verletzten. Anfangs ist das essen dieser schweren Kost fast unmöglich doch wenn mal erstmal lange gelaufen ist und einen harten Kampf hatte, wird man schon bald merken, wie (Lebends)notwendig so eine Changse ist, egal ob sie schmekt oder ob wir
      nicht glauben das wir sie verdienen.
      Lange Rede kurzer Sinn…was ich sagen möchte ist:

      ☞ Vertraue auf deine Intuition
      ☞ beobachte
      ☞ erfasse
      ☞ HANDLE
      ☞ und dann LAUF!

      2. ––––•(-•( Der kurze Weg )•-)•––––
      ☞ LAUF
      ☞ RENN
      ☞ SCHNELLER

  6. Ex-Opfer schreibt:

    Sicherlich wurden die Hirnströme richtig gemessen, aber der daraus gezogenen Schlussfolgerung traue ich nicht. Ich glaube nicht, dass Psychopathen Mitgefühl haben. Diese haben ihre Erfahrungen, wie Opfer reagieren und sie beobachten Menschen sehr genau und ahmen angemessene Reaktionen nach. Ich glaube nicht, dass sie fühlen könn(t)en, wenn sie es woll(t)en.

    Theoretiker ist wer viel wissenschaftliche Literatur kennt und über Psychopathie forscht, aber nie Opfer war. Der Theoretiker spricht über etwas, was er nur abstrakt kennt, aber nie selbst erfahren hat und nicht selbst nachempfinden kann. Deshalb glaube ich, dass viele Theoretiker Psychopathie letztendlich nicht wirklich verstehen und das Opfer damit auch nicht. Einige Forscher ziehen dann aus ihrem theoretischem Wissen und einem x-beliebigen Test Schlussfolgerungen, die sich mit (jahrelanger) Praxiserfahrung von Opfern nicht decken. Es genügt nicht mal mit einem Psychopathen zu sprechen (wohlmöglich als Psychiater) oder seinen Hirnströme zu messen, man muss ihn „erfahren“.

  7. Ex-Opfer schreibt:

    Dieser Satz stößt bei mir auf:

    „Ein Grossteil aller Psychopathen ist nicht gewalttätig und viele von ihnen leisten sogar sehr gute Arbeit in ihrem Beruf, in welchem ihre persönlichen Züge von Vorteil sind und ihre sozialen Tendenzen toleriert werden.“

    Viele von ihnen leisten sehr gute Arbeit!? Das ist wohl ein Scherz! Sie arbeiten gar nicht! Sie manipulieren andere, die ihre Arbeit verrichten und schikanieren sie noch dabei. Sie sind stinkefaul und können perfekt blenden und von ihrer angeblichen Leistung schwadronieren. In welchen Branchen sind sie denn erfolgreich? Als betrügerischer Gebrauchtwagenverkäufer, als gewissenloser Anlageberater, als Drücker bei Haustürgeschäften, als skrupelloser Versicherungsvertreter? Da sind ihre persönlichen Züge vielleicht von Vorteil und dort werden ihre sozialen Tendenzen toleriert.

    Sie sind nicht gewalttätig? Das ist wohl eine Frage der Definition. Nur wenige wenden körperliche Gewalt an anderen Menschen an, aber seelisch sind sie immer gewalttätig.

    • KIKI39 schreibt:

      Danke, Du sprichst mir aus der Seele, bin derzeit Opfer eines Soziopathen… Psycholgin nimt mich ernst, auch mein Hausarzt… doch Polizei macht nichts… bekomme täglich mit wie er seine Freundin und seinen minderjährigen Sohn manipuliert… ich bete zu Gott, das das Jugendamt den Jungen endlich hier aus der Wohnung nimt und die Mutter anfängt zu kämpfen… die Mutter kennt ihren Ex Mann ja am besten… jahrelange Tyranneien Gewalt und Drohungen… Ich kann einfach nicht mehr… mir und meinem Eigentum gegenüber verhällt er sich wie sau… Ich habe Angst um meine Existens und um meine Gesundheit… ich bete, das das Alles bald ein ENDE hat und ich irgendwann zur Ruhe komme und vor allem wieder Vertrauen zu mir und in das Leben…

  8. Mark schreibt:

    Bei der Ursache der Psychopathie betont ME die Gene sehr stark. Um die Sozialisation wieder ins Spiel zu bringen: „Die Gene spielen eine wichtige Rolle bei der Ursache für Psychopathie. Allerdings interagieren die Sozialisation und andere Umgebungsfaktoren mit den Erbanlagen. Die Gene sind also wahrscheinlich nicht der einzige bestimmende Faktor.“

    • Kerstin schreibt:

      Hallo Mark,

      da ich selbst eine 6 Monate alte Tochter habe u ihr Erzeuger Soziopath ist habe ich vor kurzem was im Netz gelesen das eine neue Studie besagt das zu den Genen noch die Umwelteinflüsse usw von Bedeutung sind. Weisst Du dazu genaueres? Den aktuellen Stand?

      Liebe Grüße

  9. Clumsy schreibt:

    Nicht ganz auf dem Laufenden der Bericht. Neuesten Studien zufolge können Psychopathen sehr wohl mitfühlen/ empathisch sein. Wenn sie wollen. Sie besitzen die Fähigkeit Empathie an und auszuschalten. (http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/psychiatrie/psychologie-ein-schalter-fuer-empathie-12529249.html) .. so wie andere die Fähigkeit besitzen über Feuer zu gehen

    • Ex-Opfer schreibt:

      … als wenn in der FAZ der neuste Forschungsstand auf wissenschaftlichem Niveau steht. Außerdem gibt es in der Wissenschaft niemals nur eine Meinung. Manche Forscher vertreten seltsame Ansichten, nur um auf sich aufmerksam zu machen.

      Psychopathen fühlen nicht, die beobachten, mir ist egal was irgendwelche Theoretiker in ihren Studien schreiben.

    • Clumsy schreibt:

      Diese Information findet man nicht nur bei der FAZ sondern auch auf diversen Psychologie-Seiten. Hat dies etwas mit Theorie zu tun, wenn man Hirnströme misst? Der Artikel hier verweist ja auch auf Hirnforschung. … unabhängig davon nimmt die Tatsache, dass Psychopathen mitfühlen können, wenn sie wollen, ihnen ja keine Verantwortung sondern besagt eher das Gegenteil = freie Entscheidung

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