Blog-Pause

Aus persönlichen Gründen lege ich eine Blog-Pause ein. Ihr braucht Euch keine Sorgen zu machen; mir geht es gut. Ihr könnt weiterhin Kommentare posten. Allerdings sind die Kommentare im Moment unmoderiert. Danke für Euer reges Interesse, die Ermunterungen und das Schildern Eurer Erfahrungen.

Beste Wünsche an alle Leser und Kommentarschreiber!

Euer Mark

Hier noch ein paar Zeilen, die ich meinem sadistischen* Vater widmen möchte:

FAUST:
Bei euch, ihr Herrn, kann man das Wesen
Gewöhnlich aus dem Namen lesen,
Wo es sich allzu deutlich weist,
Wenn man euch Fliegengott, Verderber, Lügner heißt.
Nun gut, wer bist du denn?

MEPHISTOPHELES:
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, dass es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, dass nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

Goethe, Faust I.

*Ein Teil der Psychopathen wird zu vollentwickelten Sadisten, und ein Teil der sadistischen Psychopathen wird zu Serienkillern.

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24 Antworten zu Blog-Pause

  1. Gabriele Breuer schreibt:

    Bin so auf einen Narzzisten herein gefallen und muss nun um das Haus und mein Erbe fürchten. DA ICH IHN OHNE Ehevertrag geheiratet habe er hat mich belogen betrogen und hat mich reingelegt. Wohnt jetzt bei seiner Freundin und kümmert sich nicht da keine EMPATHIE vorhanden, habe einen SCHLAGANFALL UND SITZE IM Rollstuhl kein Mitgefühl nur schnell weglaufen ich kann leider nicht bin gelähmt

  2. hanami schreibt:

    Hallo,
    ich befinde mich grade auf dem langen Weg wieder ein normales selbstbestimmtes Leben zu führen nachdem ich über 5 Jahre eine Beziehung mit einem verheirateten Mann hatte der nach den Beschreibungen hier, wohl auch in die Kategorie Narzisstisch-pyschopatisch einzuordnen ist.
    Ein Mensch ohne jegliche Emphatie und Verständnis für die Gefühle anderer. Es ging immer nur um ihn und seine Probleme.
    Das etwas nicht nicht stimmte mit ihm war mir lange klar aber erst jetzt beginne ich langsam zu verarbeiten und zu begreifen was diese Jahre aus mir gemacht haben. Ich habe eine Therapie begonnen und hoffe das ich es schaffe wieder so etwas wie Selbstbewusstsein zu haben und auch irgendwann wieder vertrauen und lieben zu können.
    Am Anfang tat er mir einfach leid, weil er so unglücklich war mit seinem Leben, es war eine merkwürdige Mischung aus Macho und gleichzeitig jemandem der irgendwie traurig war, was mich anzog. Heute weiss ich: Bei ihm waren immer die anderen Schuld.
    Solange es nur Sex war, war es irgendwie ok das er sich nur meldete wann ihm danach war.
    Ich zog alle Register um es ihm recht zu machen, was aber irgendwie nie gelang. Ich hatte immer das Gefühl nicht zu genügen. Demütigungen subtiler Art waren irgendwie immer vorhanden.
    Ich habe es nicht sehen wollen.
    Natürlich habe ich mich verliebt obwoh mir da schon klar war das ich die Finger davon hätte lassen sollen. Er wurde durch einen Schicksalsschlag immer depressiver und unberechenbarer in seinen Stimmungsschwankungen. Er warf mich etwa einmal im Jahr aus seinem Leben und kam zurück wenn es ihm wieder schlechter ging. Es konnte 6 Wochen dauern oder 2 Monate, wenn er wieder auftauchte war ich immer noch in einer Phase in der es mir so vorkam das nur er mir diesen Schmerz nehmen konnte den er verursacht hatte. Ich hatte nicht die Kraft zu sagen das er aus meinem Leben endgültig verschwinden soll und er wusste das ganz genau.
    So rutschte ich immer mehr in eine Art von Abhängigkeit ohne es mir selber eingestehen zu wollen.
    Mein Umfeld hat mich immer wieder gewarnt aber wie das so ist-man will es nicht hören.
    Ich dachte wenn er mich schon nicht liebt, vielleicht braucht er mich wenigstens. Immer wenn er wieder da ist, war da dieses Gefühl von „na ja irgendwas muss er ja an mir finden wenn er doch immer wieder zurück kommt..“ Aber heute is mir klar das war der falsche Denkansatz.
    Es gehörte zu seinem Spiel. Er hat mich emotional ausgesaugt wie ein Vampir. Alle seine Sorgen und Probleme hat er bei mir abgeladen und ich habe nie etwas dafür zurück bekommen.
    Gesagt und gewünscht habe ich es schon aber dabei blieb es auch.
    Irgendwann war seine Ehe dann endgültig am Ende (was nichts mit mir zu hatte) und seine Frau
    hat ihn rausgeworfen. Heute weiss ich wie sehr sie unter ihm gelitten haben muss. Soweit ich weiss hat er sie kein bisschen besser behandelt als mich.
    Zu dieser Zeit hatten wir keinen Kontakt mehr, ich hatte Hoffnung das ich den Absprung schaffen würde. Natürlich hat er in dieser Situation wieder Kontakt zu mir aufgenommen. Ich hätte nein sagen sollen aber natürlich war da die Hoffnung das zu guterletzt vielleicht doch noch alles gut wird. Er hatte immer geklagt das er keine Freunde hat und niemand ihn wirklich mag, und das er ein so schwieriger Mensch sei das neimand es lange mit ihm aushält. Aus irgendeinem Grund, den ich jetzt versuche mit meinem Therapeuten zu erarbeiten, habe ich gemeint das ich dann eben diejenige bin die zu ihm hält egal wie schwierig es noch werden würde.
    Und das wurde es. Nachdem er also zuhause rausgeflogen war wurde er zunehmend depressiver, er wohnte dann zeitweise auch bei mir, in einer 40qm Einzimmer Wohnung war das schon eine echte Herausforderung. Es ging soweit das ich Tage mit ihm in meiner abgedunkelten Wohnung sass weil er kein Licht ertragen konnte und auch nicht aufstehen konnte.
    Ich hatte immer Angst ihn alleine zu lassen.
    Er hat sich dann nach einigem hin und her doch entschieden in die Psychatrie zu gehen da er stark Selbstmord gefährdet war.
    Ich habe ihn jeden Tag dort besucht und ich hatte Hoffnung das danach alles besser werden würde. Niemand wollte in dieser Zeit etwas mit ihm zu tun haben, Weder seine Familie noch Freunde nicht mal seine Kinder haben KOntakt zu ihm gehalten.
    Heute bin ich mir sicher er hat mich getäuscht. Er hat nur Nähe nur zugelassen damit ich ihn in seiner Not nicht alleine lasse und schon da gewusst das er mich danach sofort wieder aus seinem Leben entfernt. Es gab einige Hinweise darauf die ich wieder ignoriert habe.Und so kam es dann auch.
    Sobald die Behandlung beendet war und er die Klinik verlassen hatte, war auch unsere Beziehung endgültig beendet. Er hat mir eiskalt per whats app mitgeteilt das er nun „alles hinter sich hat“ und das er nun „für sich sein wolle“
    Er hat mich noch ein paar Monate hingehalten indem er immer wieder meinte er würde sich dann und dann melden aber als ich ihn letztich traf meinte er das er doch keinen Kontakt mit mir wolle.
    Die letzen Monate waren die Hölle aber so langsam sehe ich Licht am Ende des Tunnels.
    Schwer sich einzugestehen das man sich hat ausnutzen lassen und alle um mich herum recht hatten. Auf der anderen Seite hätte ich es mir nie verziehen wenn er sich in dieser Zeit etwas angetan hätte.
    Er hat schon eine neue „Beziehung“….und ich glaube nicht das ich diese Frau wirklich beneide.
    Natürlich kann man hier nicht alles genau beschreiben aber ich hoffe ich habe ein Beispiel gegeben was einem alles so passieren kann. Ich bin eine Frau von der andere sagen das ich mit beiden Beinen im leben stehe. Ich sehe einigermassen gut aus, habe einen guten Job, Freunde usw. Was ich damit sagen will: Es kann jeden treffen auch Leute wo andere sagen: das hast Du doch wirklich nicht nötig….wenn Euch so jemand begegnet egal ob man oder Frau-lasst Euch nicht drauf ein und rennt in die andere Richtung so schnell es geht….leider merkt man es oft erst wenn es zu spät ist.
    lg an Euch und ich wünsche Euch viel Kraft aus dem Dilemma rauszukommen.
    Mit Hilfe von Therapie, guten Freunden und Familie kann man es schaffen

    ,

  3. Jane schreibt:

    Hallo Gwendolin,
    wollte dir unbedingt nochmal schreiben, wie gut ich das alles kenne, das denken und überarbeiten im nachhinein, wo einem alles bewusst wird. wirklich, man glaubt, ihn zu kennen und alles ist nur fassade. bei mir waren es fast 30 jahre und das ist wohl kaum zu verarbeiten. auch mir fallen so viele dinge ein, die erst jetzt einen sinn ergeben. am schlimmsten ist die feigheit und hinterhältigkeit, das ständige kleinhalten und das nach aussen hin verzerrte bild. es wurde auch bei bedarf demonstriert, was man im haushalt hilft, vor freundinnen, die sich dann wunderten, denn sie waren ja anders informiert. dann hiess es, was hast du denn? man muss sich bewusst machen, wie schwer man getäuscht wurde. für dich wäre es besser, ganz weit weg zu gehen, wenn möglich. ich weiss, dass das nicht so einfach ist. LG
    Jane

  4. lassie schreibt:

    Hallo @ Gwendolin, ich fühle mit Dir!
    Scheinbar hatte der Kerl „Sehnsucht“, wie kann man sein Vorgehen sonst nachvollziehen?! Er meint wohl, er habe weiterhin Anrechte, dich fertig zu machen. (Ist der Schlussstrich gezogen worden? Falls Ehe bestand – ganz wichtig – die Scheidung erfolgt?) – Dass Du die VermögensAnrechte nicht einforderst, wird ihn vllt. gedanklich dazu verleitet haben, du meinest es ja sowieso irgendwie nicht ernst. Kommunizieren tust Du ja wieder mit ihm über den Gartenzaun hinweg.. als Dankeschön oder Antwort darauf übergeht er Deine Persönlichkeitsgrenzen, indem er Dir seinen eigens produzierten Müll genüßlich in den Container wirft. Also, dann würde ich einfach Mal das Procedere wiederholen und mich – noch einmal – vielleicht diesmal völlig ohne die Kinder zu informieren – mir eine neue Bleibe suchen. Wenn es sein muss (weil es nicht anders geht), grenze Dich auch von Deinen Kindern ab. Zumindest so lange und so weit, wie Du Dich selber neu gefunden hast… Viel Kraft!

  5. Jane schreibt:

    @ gwendolin, ich weiss genau, was du meinst. sobald kinder im spiel sind, werden alle möglichen geschütze aufgefahren, vor allem das druckmittel Geld! ich hatte das pech, zweimal hintereinander auf so jemanden hereingefallen zu sein. die erste beziehung ging über 25 jahre, mit gemeinsamen kindern, um die sich während der „ehe“ einen dreck geschert wurde. nachdem ich ihn wg. einem noch schlimmeren ps. verlassen habe, wurde ich systhematisch diffamiert, beleidigt, für krank erklärt und regelrecht fertig gemacht, mit allen mitteln. obwohl er natürlich umgehend eine neue hatte, die mich auch attackiert hat, ohne mich zu kennen. nun werden die kinder bearbeitet, die angeblich über alles geliebt werden, zum glück sind sie schlau genug, das zu durchschauen. deine geschichte ist noch viel schlimmer wg nachbarschft etc. viel kraft wünsche ich dir!!!.

    • Gwendolin schreibt:

      Danke Jane für Deine mitfühlenden Worte. Es tut einfach gut, jemanden zu wissen, der versteht, wovon man spricht.
      Meiner hatte sich während unseres Zusammenlebens auch nicht um die Kinder geschert. Waren wir mal zwei Tage ohne die Kinder weg, schnaufte er , dass er sie so vermisst und als wir zu Hause waren, schickte er sie nach fünf Minuten raus, weil er in Ruhe Fernsehen gucken wollte. Er kümmerte oder interessierte sich auch keinen Fatz dafür, als es dann um Ausbildung, Studium, Wohnung ging. Gab bloß bei Anderen an, wie schlau sie sind und studieren, natürlich seine Gene. Ich sagte oft, ich bin allein erziehend, zwei kleine und ein schwer erziehbares großes Kind. Als ich mal ins Krankenhaus musste, vergaß er sie auch schon mal aus dem Kindergarten abzuholen. Später, da gingen die Kinder schon zur Schule, war ich auch im Krankenhaus. Er fuhr zu seiner Mutter ins Nachbardorf essen, die Kinder hatten kein Brot zu Hause, holten sich Tomaten aus dem Garten und aßen Kekse dazu.
      Mir kommen täglich neue alte Erinnerungen hoch, es ist schlimm. Ich wusste früher schon, die ganze Situation stimmt nicht. Aber von allen Seiten wurde mir gesagt, ich soll mich nicht so haben, Probleme haben alle.
      Du hast ja auch ein ganz schönes Päckchen zu tragen; zwei von der Sorte. Aber die können sich so verständnisvoll und lieb darstellen, wenn sie jemanden haben wollen; diese Schauspielkunst hat mich manchmal sogar nach Jahren bei meinem Gatten erschüttert, obwwohl ich da schon glaubte, ihn zu kennen. Ich war nach der Trennung ja ein zweites mal auf meinen Mann reingefallen. „Wir sind doch älter und vernünftiger geworden, wir haben doch gemeinsame Kinder, sind jetzt für die Enkel da…“ Als er mich dann ausrangiert hat, hielt er es nicht mal für nötig, Bescheid zu sagen. Ich will jetzt keinen langen Text machen, aber ich bin selbst erschüttert, wie mir das so passieren konnte. Ich würde ihm den größten Gefallen tun, wenn ich jetzt durchdrehe oder Herzinfarkt kriege.
      Also für Dich, bleib stark. Schön, wenn die Kinder zu Dir halten und die Situation überblicken.

  6. deraltemannunddasmeer schreibt:

    @ Gwendolin vom 22.06.2014:

    Genauso ist es. Du nimmst mir das Wort aus dem Munde. Ein sehr differenzierter Beitrag, der mit jedem Deiner Worte von mir hätte sein können. Danke.
    Auch ich war vor einigen Jahren mal bei einer psychosomatischen Kur und habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Da saß ich als 55-Jährige einer jungen, sehr attraktiven Psychologin – ca. 30 Jahre – gegenüber, die mich nach Schilderungen von Verhaltensmustern „meines“ Psychopathen mitleidig ansah und mich fragte, warum ich mich nicht ganz einfach trennte. Ganz einfach. Mein Hinweis, dass es wirtschaftliche und existenzielle Verquickungen gäbe, die einen ins Bodenlose fallen ließen, wurde von ihr ignoriert. Ich wurde von ihr als „masochistisch“ eingestuft. Nun, die Problematik hat man natürlich in dem Alter noch nicht unbedingt. Man sah sie dann mit diversen Ärzten der Klinik tendeln und händchenhaltend. Sie konnte es sich offensichtlich aussuchen. Die Beurteilung der Persönlichkeit der dortigen Patienten erfolgte übrigens mittels Schablonen!! Was für eine Wissenschaft ..

    • lassie schreibt:

      Wenn „Du“ in Not bist, denkst Du nicht mehr an „finanzielle und wirtschaftliche Verquickungen“. Dann denkst Du einfach nur noch daran, die Situation -so wie sich sich Dir immer wieder darstellt- verändern zu wollen! Und das können dann für Andere durchaus paradoxe Handlungen sein, die daraus resultieren.. z. B. dass Du dein Vermögen dem Aggressor quasi überlässt/schenkst. Doch Du bist frei. Da sind äußere (wirtschaftliche) Faktoren so was von unwichtig.

    • Gwendolin schreibt:

      @deraltemannunddasmeer:
      Ich bin auch ein Ende über 55 Jahre und kann mir schon vorstellen, wie es Dir geht. Es wäre bei einer Trennung/Scheidung von so einem Typen ja nicht so, dass der sagt „Klar Schatz, wir haben uns nichts mehr zu sagen und nun sorge ich dafür, dass Du auch erst mal abgesichert bist!“ Da wird mit allen unlauteren Mitteln gearbeitet, die es gibt. Geld vorher verschwinden lassen, Drohungen, Stalking, Gerüchte verbreiten oder diffamierende Bemerkungen im Umfeld. Wenn man das noch irgendwie mitbekommt ist ja gut, ansonsten wundert man sich bloß über verändertes Verhalten bei (ehemaligen) Bekannten.
      Und nun zu Lassies Beitrag vom 22. Juni.
      Auch ich bin seit Jahren getrennt, er hat meinen Anteil des Vermögens behalten und ich habe noch nichts unternommen, weil ich meine Ruhe brauchte und Angst habe, dass ich einen Kampf über Gericht nervlich nicht mehr durchstehe.
      Ich fühle mich trotzdem nicht frei. Er zog mir in den Ort nach, wo ich jetzt wohne und kaufte das Haus neben mir und ist ständig präsent. Mir reicht schon sein Anblick, um Magengeschwüre zu bekommen. Aber dabei bleibt es nicht. Kluge Ratschläge über den Gartenzaun, dass ich dies oder jenes machen müsste, hämische Bemerkungen usw. bis zur gezielten Isolation von aufgebauten Beziehungen in der Nachbarschaft.
      Mit seiner neuen Flamme, die jetzt bei ihm eingezogen ist, wird jetzt feste neu eingerichtet, mit von meinem Geld. Heute morgen sah ich durchs Fenster, wie er zwei große Müllbeutel einfach in meine Mülltonne entsorgte, die zur Abholung bereit stand. Die Tonne wurde zwar geleert, aber ich empfand das als absolute Grenzverletzung. Nur ein kleines Beispiel von vielen. Mir geht es immer schlechter, ich versuche dagegen anzukämpfen, aber ich habe oftmals keine Kraft mehr.
      Dumm auch, wenn man gemeinsame Kinder hat, so gibt es doch immer irgendwelche Berührungspunkte und er versteht es auch perfekt, sich als großzügigen toleranten Menschen in Szene zu setzen. Mutti (also ich) war ja immer schon bisschen komisch, die unterstellt ihm wieder was, was sie vollkommen überspitzt sieht.

  7. MARTINAkarin62 schreibt:

    Hallo,
    dies ist meine erster Beitrag hier und ich weiß nicht, ob dieses Forum überhaupt noch aktiv ist. Ich frage mich seit einiger Zeit, warum ich keine Veröffentlichung zum Thema „Kinder von Psychopaten“ finden kann. Hat irgendjemand eine Vermutung? Es gibt keine (deutschsprachigen) Bücher, keine Foren, keine wissenschaftlichen Auseinandersetzungen NICHTS.
    Bin für jeden Tipp dankbar.

    • Garnet schreibt:

      Hallo Martina,
      es gibt das Buch – Gewissenlos von Dr. R.Hare. Hier wird auch das Thema Psychopathische Kinder abgehandelt.
      Es wird Dir aber nicht gefallen was Du dort liest.

    • Ex-Opfer schreibt:

      Es gibt ein Buch von Ingrid Eissele aus dem Herder Verlag: Kalte Kinder. Es geht um psychopathische Kinder. Ob es empfehlenswert ist, weiß ich nicht.

    • Gwendolin schreibt:

      Hallo Martina,
      ich verstehe Deine Frage eigentlich dahin gehend, ob es Literatur gibt zum Thema Kinder psychopathischer Eltern, also wie man damit fertig wird (falls das überhaupt geht), wenn die eigenen Eltern Psychopathen sind und die Kinder darunter zu leiden haben? Leider weiß ich da auch keine Literatur; das hier erwähnte Buch von Dr. Robert Hare ist empfehlenswert, behandelt aber eher das Thema Psychopathie bei Kindern, aber das meinst Du sicher nicht. Auf jeden Fall trägt das Buch viel zum Erkennen der Sachlage bei und hilft, Situationen besser einzuordnen und klarer zu sehen und gibt Hinweise zur Überlebenshilfe.

    • arnogruen schreibt:

      Liebe Gwendolin,

      richtig, ich meine das Thema (nichtpsychopatische) Kinder von Psychopathen. Dieses Thema ist natürlich besonders, da der Psychopath in der Familie seine Schachfiguren hat um seine Destruktivität auszuleben. Das Opfer muss früher oder später alle Kontakte innerhalb der Familie abbrechen und sich eine Geheimadresse und Geheimnummer zulegen. Trotzdem gibt es für den Psychopathen immer neue Wege, sein Oper zu verleumden und zu bedrohen, z.B. über dessen Arbeitgeber. Das ist natürlich nur ein klitzekleiner Ausschnitt der Problematik. Wie gesagt, mich wundert es, dass es keinerlei Veröffentlichungen dazu gibt. Gibt es so wenig Betroffene? Auch eine Selbsthilfegruppe konnte ich bisher nicht finden.

    • lassie schreibt:

      Es gibt verschiedene Ausprägungen dieser Spezies. Es ist nicht so, dass alle in einen Topf zu schmeißen sind. In der Praxis gibt es eben auch viele „maligne Narzissten“, die im Wesentlichen die gleichen (nach außen hin) Ausprägungen und Auswirkungen auf ihre Umgebung haben. Diese sind aber nicht so leicht „einzutüten“ … – zwar psychopathisch agierend aber keine Psychopathen im eigentlichen Sinn. Wir bezeichnen sie hier so, weil sie die gleichen Verhehrungen auf der „privaten Bühne“ abliefern. – Will sagen: Es gibt natürlich Angehörige… Ich kenne z. B. eine Angehörige, die sich sorgt um den Vater, ihn beschützt und zwar, indem sie sich nicht von ihm abnabeln möchte, um ihn und seinen Alltag irgendwie zu kontrollieren. Ist o.k. soweit. Sie wird aber niemals ohne eine umfassende Therapie Wahrheiten erkennen und zulassen, um dann selber umfassend erwachsen zu werden… Aber irgendwann in der Zukunft schafft sie es bestimmt. Daran glaube ich.

    • Gwendolin schreibt:

      Zur Frage von arnogruen vom 17.Juni, warum es keine Selbsthilfegruppen gibt, man keine Literatur dazu findet und ob es so wenig Betroffene gibt.
      Mein Eindruck und mein Empfinden gehen in die Richtung, dass die Fachleute (bis auf einige wenige wie z.B. Dr. Hare, der immer noch relativ unbekannt ist bei Psychologen) diese Art Missbrauch selbst noch garnicht in der Größenordnung wahrgenommen haben, wie er flächendeckend stattfindet. Die meisten scheinen Psychopathie im Alltag und deren verheerende Folgen nicht zu erkennen, da Psychopathie für sie erst da einzusetzen scheint, eingeordnet wird, wo dann der kriminelle Bereich beginnt.
      Die Traumatisierung der einzelnen Menschen, die oft viele Jahre oder sogar Jahrzehnte unter den Handlungen der Psychopathen leiden, werden als Einzelfälle und Überempfindlichkeit der Betroffenen abgetan. Wenn diese erkennen, sie sich sicher sind, da stimmt generell was nicht, kommen dann Ratschläge wie „Sie müssen sich klarer ausdrücken, ihm verständlich machen, was sie verletzt“ oder „Tun sie was, was ihm zeigt, dass sie ihn noch lieben, ziehen sie sich schick an, kochen sie was Schönes und zeigen sie Interesse für seine Vorlieben!“ Das funktioniert natürlich nicht, wie alle Beroffenen wissen. Aber so ist einem eigentlich klar gemacht worden, dass man selbst schuld hat, mal wieder versagt hat, man hat eben noch nicht die richtige Methode gefunden, sich verständlich zu machen. Weil (fast) alle davon ausgehen, jeder hat Gefühle und ist am Wohlergehen seines Partners interessiert. Also bleibt man Einzelkämpfer und resigniert vielleicht, die Selbstzweifel werden größer, man zieht sich zurück, wird krank. Während der Psychpath das dann nutzt, darauf hinzuweisen, wie schwer er es doch hat mit so einem schwierigen Menschen, denn in der Außenwirkung vor Publikum brillieren sie mit Vorstellungen von Mitgefühl und der Sorge um das Wohlergehen ihrer Lieben.
      Wer es noch nicht bis auf diese Seiten hier geschafft hat und merkt, es gibt ganz viele, die täglich ihren Kampf zu führen haben, glaubt vollkommen allein mit solch einem Problem zu sein und noch selbst dran schuld zu haben. Deshalb auch keine Selbsthilfegruppen, weil es bei sehr vielen Psychologen und Psychiatern auch noch nicht angekommen ist. Und ich glaube, die meisten können nicht nachvollziehen, welcher Gefühlslage wir ausgesetzt sind.
      Als ich mal zur psychosomatischen Kur war und der Psychologin erzählte, dass ich mich sehr zurück nehme, wenn ich merke, dass mein Mann nur einen Funken sucht, damit er explodieren kann und später meinen Standpunkt klar mache, sagte sie „Mein Gott, sie verhalten sich ja wie eine Nutte.“ Das saß und tut mir jetzt noch weh. Ist jetzt fast fünf Jahre her.

    • lassie schreibt:

      Sie (die leibl. Kinder) identifizieren sich meist mit ihrem „Aggressor“. – Kinder können einfach nicht anders – und das kann ihr Leben fast völlig ausfüllen… . Sie tun sich ganz, ganz schwer, dieses „Spiel“ des Angehörigen zu durchschauen, sie möchten – wie wir es selber ja kennen- die Liebe, das Mitgefühl (des Elternteils) haben. Und merken gar nicht, wie sie sich langsam zum Komplizen dieses Menschen entwickeln… Ein untrügliches Gefühl, dass mit dem Elternteil etwas nicht stimmt, bekommen sie schon recht früh. In der Kindheitsphase entwickelt sich langsam eine „Co-Abhängigkeit“, die gar nicht gut ist. Irgendwann in ihrem Lebem ist es dann soweit: Sie durchschauen das Spiel und langsam wird die Garnrolle abgewickelt…. die das zutage bringt, was ans Licht möchte: Die eigene, verschüttete Persönlichkeit. Und dann hilft ihnen vielleicht dieser Satz von Sully Prudhomme: „Nach dem Zusammenbruch aller Illusionen genügt die Suche nach der Wahrheit, um uns fest ans Leben zu ketten.“

    • Ex-Opfer schreibt:

      Mein Eindruck ist, dass sich die wenigen Psychologen, die sich überhaupt mit Psychopathie befassen, sich vorwiegend mit dem Psychopathen selbst befassen und nicht mit den Opfern des Psychopathen.
      In den Büchern, die ich gelesen habe, stehen aber immer wieder Geschichten von Angehörigen der Psychopathen, auch von Kindern von Psychopathen: Martha Stout widmet das gesamte 8. Kapitel der Tochter eines Soziopathen. Bei Hare in „Gewissenlos“ tauchen immer wieder Angehörige auf. Ich hatte mal Lydia Benecke „Auf dünnen Eis“ gelesen. Da ging es in einem Kapitel um die Tochter einer psychopathischen Mutter, die ihre zahlreichen Kinder missbraucht. Jedes Kind musste mit 18 Jahren einen Kredit für die Mutter aufnehmen. Dass sie ihre Kinder finanziell ruiniert, war dieser Frau völlig egal, aber die seelischen Qualen der Kinder waren viel schlimmer.

  8. Margrit schreibt:

    Nach vielen Jahren des Lernens einen Psychopathen zu erkennen, lernte ich durch meinen Couch nur das Eine: Absolut nie mehr zu einem Psychopathen Kontakt aufnehmen. Nie mehr!. Nimmt dies bitte zu Herzen. Keinen Kontakt. Nie mehr! Er kann sich nicht ändern, und er wird sich auch nie ändern. Er ist was er ist, er bleibt was er ist. Punkt.

  9. MyMind schreibt:

    Ist das nicht ein Paradoxon? Wenn man sich schon über uns beschwert, dann möchte ich zumindest um logische Richtigkeit bitten.

  10. Erik schreibt:

    Viel Glück! Ich wünsche dir viel Kraft

  11. Monika schreibt:

    Ich bin geläutert. Ich denke, ich hatte kurz mit einem Psychopathen zu tun. Aber, die Wucht der Zerstörung, der Übernahme, der Lähmung, der Betäubung……, haben mich Aufwachen lassen.
    Ich bin eine starke Frau und war zwischendurch sehr verwirrt. Das hat mich so geärgert, bis ich Deine Seite fand. Ich kann mir verzeihen. Meine Schwächen verzeihen, weil ich mich immer noch sehr mag. Aber, Danke , für die vielen Anregungen. Monika

    • Johanna schreibt:

      Hi,
      ich bin sprachlos. Mit großer Wahrscheinlichkeit hatte ich wohl auch mit einem Sadisten Kontakt, denn viele Merkmale treffen zu.
      Vielen Dank für die tollen Seiten, sie haben mir sehr geholfen zu verstehen und mich davon überzeugt den Kontakt weiterhin zu meiden , obwohl von diesem Mann eine große Anziehungskraft ausgeht. ..
      Herzliche Grüße
      Johanna

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