Narzisst versus Psychopath

von Steve Becker (amerik. Psychotherapeut); powercommunicating.com (engl.); Originaltitel „Differentiating Narcissists and Psychopaths“ (2008); Übersetzung von erkennepsychopathie:

Beginnen wir mit etwas, was Narzissten und Psychopathen gemeinsam haben: Die Neigung, andere mehr als Objekte denn als Menschen zu betrachten. Diese Tatsache bringt eine Reihe von Gedanken mit sich: Mit Objekten muss man kein Mitgefühl haben; Objekte haben keine Gefühle, die man anerkennen muss. Mit Objekten kann man spielen; man kann sie manipulieren und zur eigenen Bedürfnis-Befriedigung ausnutzen, mit einem Minimum an Schuldgefühlen.

Willkommen in der Welt des Narzissten und des Psychopathen. Der Narzisst und der Psychopath haben die Mentalität, von anderen sofortige Bedürfnis-Befriedigung einzufordern. Sie erwarten von anderen, dass diese ihrer Agenda dienen. Sie glauben gar, dass andere Menschen zu diesem Zweck existieren. Durchkreuzt man ihre Agenda, so muss man mit Folgen rechnen, die störend bis ruinös sein können.

Das Verhalten von Narzissten kann dem Verhalten von Psychopathen stark ähneln, mit Blick auf die grobe Missachtung und den groben Missbrauch von anderen Menschen. Doch wenn man die Beweggründe für ihr Verhalten erforscht, werden Unterschiede sichtbar. Der Narzisst verlangt nach Anerkennung und Bestätigung. Er fordert von anderen, dass sie seine besonderen Qualitäten bemerken und würdigen; seine besonderen Qualitäten machen seine Bedürfnisse besonders. Dies gibt ihm das Gefühl, dass er Anspruch darauf hat, dass diese befriedigt werden. All dies fordert er, als ob sein innerstes Selbst auf dem Spiel stünde, und genau das tut es auch. Enttäuschung/ausbleibende Befriedigung geben ihm das Gefühl, nicht beachtet und vernachlässigt zu werden. Wut und Zorn dringen dann an die Oberfläche und zeigen sich in aggressiven und passiv-aggressiven Verhaltensweisen – oft im proportionalen Verhältnis zum Schmerz und zur Verletzung, die er empfindet.

Der Psychopath ist weniger gequält vom Verlangen nach Bestätigung als der Narzisst. In der Tat scheint seiner inneren Welt alles zu fehlen, was Wertschätzung erfahren könnte: Sie ist karg und beherbergt nichts, was empfänglich wäre für Bestätigung. Die seelische Welt des Psychopathen ist wie mit einem Geheimcode verschlüsselt. Das Ausnutzen von anderen Menschen ist beim Psychopathen räuberischer als beim Narzissten. Für den Psychopathen, der paranoid sein kann, ist die Welt so etwas wie ein riesiges Jagdrevier, das mit „Personen-Objekten“ bevölkert ist, welche er zu seinem Vorteil ausnutzen kann.

Nehmen wir einen hypothetischen Narzissten und einen hypothetischen Psychopathen als Beispiel: Beide männlich (Frauen können Narzisstinnen und Psychopathinnen sein), beide verheiratet, mit Familie; und beide stürzen sich wie zwanghaft in Seitensprünge. Beide haben es geschafft, diese vor ihren Frauen zu verheimlichen, vor allem dank dem aussergewöhnlichen Geschick, mit dem sie routinemässig und mit Leichtigkeit lügen und das Unschuldslamm spielen. Sie sind gleichsam überzeugend, wenn sie ihren Frauen ihre Treue beschwören, wie wenn sie ihren Geliebten vorgaukeln, dass sie ledig seien. Nichtsdestotrotz: Von Zeit zu Zeit kommt es vor, dass ihre Frauen beunruhigt sind und sie mit Verdächtigungen konfrontieren. Der Narzisst und der Psychopath reagieren darauf nicht etwa, indem sie die Karten offen legen, sondern indem sie sich empört darüber zeigen, dass sie sich dazu herablassen müssen, sich mit den Ängsten ihrer Frauen abgeben zu müssen. Sie greifen ihre Frauen an wegen des Infragestellens ihrer Treue und versetzen sie in die Defensive. Die Frauen bleiben mit Schuldgefühlen und vielleicht auch beschämt zurück.

Bis hierhin unterscheiden sich die beiden oberflächlich kaum. Aber wenn wir etwas tiefer gehen, so entdecken wir, dass unser Narzisst in Wirklichkeit schrecklich unsicher und bedürftig ist. Für ihn bestätigen die Affären seine Männlichkeit. Seine Fähigkeiten als Verführer versichern ihm, dass er ein echter Mann ist. Wenn er nicht mehr länger Frauen verführen und mit ihnen schlafen könnte, würde er sich als ein Nichts fühlen; als hätte er „es“ verloren. Fühlt er seine Nichtigkeit/Wertlosigkeit, wird er deprimiert und verzweifelt. Er kann sogar an Selbstmord denken. Um sein kollabierendes Selbstbild zu retten, braucht er eine Bestätigungs-Infusion, welche er in einer neuen Affäre sucht. In der Welt des Narzissten gilt: Je mehr sein psychisches Wohlergehen gefährdet ist, desto mehr darf er ihres aufs Spiel setzen.

Der Narzisst rationalisiert sein Verhalten mit seinen besten Verteidigungsmechanismen – Beschuldigen und Verachtung: Meine Frau ist schon seit Langem gemein zu mir und sie weiss mich überhaupt nicht mehr zu schätzen. Sie kann froh sein, dass ich sie nur betrüge; ich könnte sie auch verlassen, dann hätte sie gar nichts mehr. Die Tatsache, dass ich so lange geblieben bin ist fast Wohltätigkeit. Und die Frauen, mit denen ich schlafe… natürlich, die denken alle, dass ich unverheiratet bin, und wissen Sie was: im Grunde bin ich es ja auch.

Wir sehen, unser Narzisst hat eine schwache Ahnung von Moral; doch diese ist von erschreckenden Rationalisierungen korrumpiert. Der Narzisst ist ein Experte im nahtlosen Fertigen von solchen Rationalisierungen. Und diese lassen ihn wie mit dem ruhigen Gewissen des Psychopathen zurück.

Kommen wir zurück zu unserem Psychopathen. Dieser hat keine Moral und deshalb braucht er auch nichts zu rationalisieren. Er hat Affären, weil er sie haben will. Das Leben ist für ihn ein Spiel. Das Spiel besteht darin, herauszufinden, wie er das bekommt, was er will, und zwar sofort (mit welchen Tricks auch immer). Und es ist ein Spiel ohne Regeln. Wo es keine Regeln gibt, da gibt es auch keine Regelverstösse und keine Ausnutzung; und selbst wenn es solche geben würde, wären sie Teil des Spiels. Unser Psychopath macht sich nach und nach die Regeln selbst, betrügt diesen und jenen Menschen, lügt wie ein schamloses Kind, während er improvisiert und seine Pläne ausführt, manchmal ohne Schwierigkeiten, manchmal mit – aber immer ohne Rücksicht auf und total gleichgültig gegenüber dem Schaden, den er anrichtet.

Der Psychopath lehnt sich abends auf der Couch zurück und denkt an seine Seitensprünge. Dabei denkt er lachend: „Ich hab’s immer noch drauf“. Damit meint er: „Ich hab’ immer noch die Fähigkeit, diese Frauen nach meiner Pfeife tanzen zu lassen“. Das amüsiert ihn. Auch der Narzisst lehnt sich abends auf seiner Couch zurück und denkt auf ähnliche Weise: „Ich hab’s immer noch drauf“. Doch er meint damit: „Ich bin immer noch attraktiv. Die Frauen finden mich immer noch unwiderstehlich. Es ist alles in Ordnung… für den Moment“.

Beim Wort „Psychopath“ denken viele an den blutrünstigen Schwarzen Mann. Es stimmt zwar, dass viele kaltblütige Mörder Psychopathen sind, doch die meisten Psychopathen sind keine Mörder. Für die Mehrheit der Psychopathen wäre ein schmutziger Mord zu umständlich und zu unangenehm, um ihn in Betracht zu ziehen. Dies – die Umständlichkeit und Unannehmlichkeit, nicht das Mitleid für das gemeuchelte Opfer – erklärt, warum die allermeisten Psychopathen (völlig ohne Gewissensbisse) viel eher hinter deinen Lebensersparnissen her sind, als dass sie dich abschlachten und deine Überreste in mehreren Tüten entsorgen wollen.

Das macht den nicht-mordenden Psychopathen nicht „weniger psychopathisch“ oder „einfühlsamer“ als den mordenden Psychopathen. Es spiegelt bloss das Kalkül in der Entscheidungsfindung der Psychopathen wider: Wie kann ich bekommen oder nehmen, was ich will, für den größtmöglichen sofortigen Gewinn bei minimalen Unannehmlichkeiten?

(copyright 2008 by Steve Becker)

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45 Antworten zu Narzisst versus Psychopath

  1. Leilani schreibt:

    Hm.. Ich werde nach Ende einer Fernbeziehung (in der ich nur Nr. 2 oder auch Nr. 5 war) von meinem psychopathischen (narzisstischen?) Exfreund erpresst. Er will diverse Nacktbilder von mir an meinen Arbeitgeber schicken. Ich tat bereits, was er wollte – indem ich seiner langjährigen Freundin schrieb, ich hätte alles nur erlogen, nachdem sie mich verzweifelt kontaktiert hatte (Wochen nach Ende unserer und derer Beziehung), und wir uns darüber ausgetauscht hatten, was jeweils passiert war.
    Ich habe ihm jegliche Kontaktmöglichkeit genommen und er wohnt glücklicherweise 500 km entfernt. Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass er mich aus purem Hass dennoch schädigen will. Er hätte nichts mehr davon, und ich hatte ja bereits gemacht, was er verlangt hat. Glücklicherweise will er auch SIE zurück, und nicht mich. Sie tut mir zwar leid, weil sie von ihm bereits sehr gedemütigt wurde (und u.a. auch zum Sex mit anderen Männern gezwungen wurde, weshalb sie ihn auch angezeigt hat), und er sie täglich anruft etc.
    Es geht also nicht um mich bei der Sache. Dennoch hat er das Gefühl, ich hätte ihm durch meine ehrliche Beantwortung ihrer Fragen, die letzte Chance genommen, sie zurückzugewinnen.

    Das Ganze geschah vorgestern. Ich war gestern bei der Polizei, um mich beraten zu lassen.

    Ich schrieb ihm auch heute ein letztes Mal, dass ich hoffe, er halte sein Versprechen, die Bilder, die er ohne mein Wissen besitzt, zu löschen, und außerdem dass er sich nie wieder melden solle, weil ich ihn sonst sowohl bei der Polizeit anzeigen würde (da ich seine Drohungen/Erpressung schwarz auf weiß inklusive Bilder im Chatverlauf habe), als auch seinen Arbeitgeber kontaktieren würde (zum Schutz anderer Frauen in seiner Firma), als auch der Frau, die er zurückhaben möchte, gerne unseren WhatsApp-Verkehr des gesamten letzten halben Jahres zum Beweis schicken könne… und nicht nur ihr, sondern gerne auch seinem Sportverein oder diversen Facebook-Freunden.
    Ich weiß, das klingt so, als wäre ICH diejenige, die IHN unter Druck setzt. Aber um ehrlich zu sein, fiele es mir schwer, diese Dinge wirklich zu tun. Ich wollte ihm nur alle „Geschütze auffahren“, um ihm zu verdeutlichen, dass er mich einfach nur in Ruhe lassen solle.
    Ich weiß, dass er völlig geistig krank ist… Leider erst im Nachhinein. Nur könnte es sein, dass er mich dennoch in Zukunft (im wahrsten Sinne des Wortes) „aus dem Spiel“ lässt wegen dieser angedrohten Unannehmlichkeiten?

    Ich hoffe es so sehr. Ich möchte nur mein normales, friedliches Leben zurück…

  2. Elli schreibt:

    Wäre hilfreich, wenn man wüsste, wie man sich wehren und schützen könnte, gegen Rufmord und Lügen dieser Kreaturen. Wenn in der kleinen Gemeinde und in der Familie die eigene Schwägerin, seit vielen Jahren, einen in den Wahnsinn treibt. Die komplette Familie missbraucht und nur eine Person zum Mülleimer, zum Sündenbock gestempelt wird. Es ist unerträglich und fordert alles heraus, bis an die psychischen und physischen Grenzen.

    • Ich schreibt:

      Dann müsste man erstmal überprüfen, welche von denen, die darauf anspringen selbst zu diesen Kreaturen gehören (ohne das man es vielleicht wahrhaben will).
      Dem Rest kann man es einmalig erklären und/oder ihnen nahelegen auf ihr Herz/Intuition zu hören.
      Und dann entscheidet man, welche Menschen man in seinem Leben haben möchte und trennt sich bzw. ignoriert die anderen.
      Auch wenn die Kreaturen so etwas anzetteln und böse sind, so muss jeder Mensch entscheiden wem er folgt und ist dafür verantwortlich. Außerdem können auch sozialstrukturierte Menschen asozial sein bzw. sich so verhalten.

  3. Pingback: Ein Diskurs über HSP im Vergleich mit NPS nach mehreren Erfahrungsberichten – lisamoldes

  4. Peter schreibt:

    Hallo, ich grüße euch!
    Ich habe da mal eine Frage.
    Es ist so, dass ein Psychopath weiß, dass er etwas anderes ist als die meisten Menschen.
    Es gibt einen Spruch, den wir alle kennen, der da lautet: „Nur ein Irrer erkennt einen Irren“.
    Ich weiß! Psychopathen sind keine geisteskranken Menschen, sondern Individuen mit einer enormen Persönlichkeitsstörung. Aber der Spruch passt gut zu meiner Frage.
    Nun zu meiner Frage.
    Erkennt ein Psychopath einen anderen Psychpathen? Seine Motive, seine Störung und seine emozionale Kälte?
    Und wenn ja, was passiert wenn sich beide Begegnen und sich erkennen?

    • Rumrosine schreibt:

      Sie gehen sich aus dem Weg oder bilden eine Koalition.

    • Monika schreibt:

      Zwei Psychopathen in einer Firma kann gar nicht so selten sein, schließlich leben wir im Zeitalter der emotionalen Kälte. Was dies bedeutet, kommt immer auf die Konstellation an, jeder Mensch mit psychopathischen Verhaltensmustern hat unterschiedliche Ausprägungsgrade und Auffälligkeiten. Wer der Erfolgreichere ist, wird sich im Machtkampf herausstellen. Dem Erfindungsreichtum an Tricks und Hinterhältigkeiten sind hier leider keine Grenzen aufzeigbar. Auch kann es passieren, dass zwei Psychopathen eine Koalition eingehen und ein „Päärchen“ werden, um bestimmte Ziele zeitweise zu erreichen. Die Teilung der Aufgaben ist in den meisten Fällen dann so, dass einer „der Sprecher“ und der andere „der Macher“ ist. Keine Sorge, zeitweise bedeutet, sobald die Interessen sich schneiden, gibt es Krieg. Freundschaft ist das keinesfalls, bestenfalls ein Interessenpakt, wobei jeder, jeden abcheckt.

  5. Hansi schreibt:

    Hallo bianka,
    Ich kann dich gut verstehen, vor Allem das mit ‚Dein Dasein Kleinmachen‘. Ich glaube du kannst dich nur mit ihm arrangangieren wenn du eine Art ‚Machtbasis‘ hast die er nicht kontrollieren kann. Finanzielle Einschränkung (falls möglich) oder das (indirekte) Androhen einer Bloßstellung seiner Natur Dritten gegenüber könnten eine Möglichkeit sein, da das sein Treiben – Kontrolle und Manipulation Anderer – massiv einschränkt. Wahrscheinliche Reaktionen sind aber Erhöhung des Pychoterrors oder dich zu verlassen. In jedem Fall ist es hilfreich, deinen Standpunkt zu verbessern. Wie du das machen kannst weisst du selbst am Besten. Was kannst du gut, machst du gern? Setze dies ein um zu zeigen, dass du keineswegs so wert- und machtlos bist wie man dich glauben lassen möchte. Ich wünsche dir Alles Gute! ☺

  6. Bianca K. schreibt:

    Hallo…erstmal…

    Ich habe erst nach ca 15 Jahren gemerkt, dass ich mit einem Psychopathen verheiratet bin ( leider ! ) !
    Am Anfang der Beziehung ( „Kennenlernphase“ ) super charmant, witzig, offenherzig, tolerant….alles supereasy….dachte ich…immer soweit….das er, nachdem wir verheiratet waren, sein Verhalten geändert hat, nach u nach, habe ich recht „früh“ bemerkt. ….deuten u ausdrücken konnte ich es nur nicht richtig….jetzt mittlerweile weiß ich es….weil ich viel drüber gelesen habe – über Psychpathen….: „er“ ( mein Mann ) manipuliert/ greift man ihn an, wird der Spieß umgedreht/ versucht, dich zu isolieren, zu kontrollieren ( ständiges „Hinterhertelefonieren“ )/ dein Dasein u berufliche Tätigkeit wird „kleingemacht“/ mit Erpressung u Drohung wird Sex eingefordert/ in Diskussionen, die nicht in seine Richtung laufen, versucht er, dich zu verwirren u damit zu verunsichern/ ist nur freundlich u nett, wenn er sich dadurch Vorteile erhofft, ….tja Leute, daß sind so einige „Dinge“, mit denen ich leben „muß“.., das allerschlimmste ist, was mir aufgefallen ist, dass dieses Verhalten auf unsere 15 Jahre alte Tochter „übergegangen“ ist….sie verhält sich bereits genauso..! Und jetzt kommt mir bitte nicht mit Trennung, so einfach ist das nicht…, wer Psychopathen kennt, weiß warum..! Ich suche jetzt „einfach“ nur einen Weg, wie man sich am besten mit so einem Menschen arrangieren kann….habt ihr Tipps auf Lager, wie…?

    • Bangilette schreibt:

      Hallo Bianca,
      es ist schwierig einem Psychopathen Paroli zu bieten.
      Ich habe meinen die letzten paar Wochen ständig mit seinen eigenen Mitteln und Worten geschlagen. Meiner war aber auch nicht Hellste zum Glück und konnte mir intellektuell nicht das Wasser reichen.
      Nur in wirklich abstrusen Diskussionen, die jeglicher Grundlage entbehrten, musste ich passen.
      Bei Dingen, die für jeden normalen Menschen selbstverständlich sind, konnte er ohne mit der Wimper zu zucken, genau das Gegenteil behaupten. Total irre!!!!
      Das mit dem erniedrigen was den Job angeht kenne ich nur zu gut.
      Das schwächt einen so extrem und mich hat es unheimlich viel Energie gekostet mich danach wieder selbst in Balance zu bringen.
      Wieso willst du dich nicht trennen?
      Ich kenne mindestens zwei Frauen die durch einen Loser schwer krank wurden (Krebs) und gestorben sind.
      Lieber einmal durch die Hölle gehen, als ein Leben lang darin zu verweilen.
      Liebe Grüße von Bangilette

    • Kitty schreibt:

      Hallo Bianca,ich habe das gleiche Problem wie du! Bin auch schon seid zehn Jahren mit diesem Mann vereint ohne zu merken was das EIGENTLICHE Problem ist!!! Ich hab immer gemerkt das was nicht stimmt aber konnte es nie definieren!! Ich kenne dein fühlen bezüglich des sich trennen! Denn man liebt diesem Menschen ja trotzdem! Ich weiß nicht ob du noch antworten wirst denn das was du geschrieben hast ist nun schon ein Jahr her aber ich würde mich sehr freuen wenn!! LG Kitty

    • Bianca schreibt:

      Hallo Kitty…..
      Ganz ehrlich, also lieben tue ich diesen Mann schon lange nicht mehr…..von meiner Seite aus mache ich das für mich Beste draus und sehe es inzwischen als eine Art „Kumpelvethältnis“…….
      Ich würde mich gerne trennen, aber da diese Menschen unberechenbar sind, und ich Angst habe, laß ich es lieber..
      Liebe Grüße
      BIANCA

  7. Mona schreibt:

    Und wo liegt der Unterschied zum Borderliner?
    Narzisst und Borderliner sind auch schwer zu unterscheiden – in der Praxis. Wo ist da die Abgrenzung zum Psychopathen?

    • Katharina schreibt:

      Borderliner sind emotional instabil und Soziopathen nicht, ich würde sagen die einen haben eine überaktive Amygdala (das Zentrum für Gefühle) während die anderen eine unterentwickelte Reaktion zeigen. Borderliner können aber Narzistische Züge aufweisen um ihre Emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen. Ich hab eine Borderline Persönlichkeitsstörung und ich frag mich sowas tag für tag zumal ich gerade noch mit einem Malignen Narzisten zusammenlebe, der sich mehr und mehr als Soziopathisch entpuppt und ich stelle fest, während er keine Anhaltende Gefühlsschwankungen hat und von einem seichten Gefühlszustand in den nächsten reingerät hänge ich in allen Gefühlsbereichen länger fest und sie sind weitaus tiefgehender (ich liege deprimiert am Boden und tanze vor Glück zB) das ganze dauert bis es abgeflaut ist. Der Narzisst Psychopath respektive Soziopath kann praktisch in der einen Emotion ein Gespräch verlassen und in einer anderen wieder in ein neues eintreten als sei nichts gewesen immer im hier und jetzt auf der Suche nach Bestätigung. Zum Beispiel ich kann in einem Moment Gewalt also zb Narzistische Wut bekommen, und im nächsten Moment werd ich dazu benutzt ihn zu bestätigen in dem ich etwas loben soll und er ist wieder ganz nett. Während sein Zentrum für Gefühle die Amygala im Limbischen System total unterentwickelt zu sein scheint (vernachlässigung in der kindheit?) und schnell aufbraust sowie total schnell wieder runter fährt in einem geringen Schwankungsbereich, Ist meiner total überaktiv im Fight or Flight Mode zum Beispiel und das in einer hohen Schwankungsbreite. Was noch ein Unterschied zwischen Borderlinern ist und Soziopathen wie Narzissten, ist Borderliner sind eher bereit an sich zu arbeiten und erkennen das ihre Gefühlswelt und ihre Art sich auszudrücken Problematisch ist was den Wunsch nach Veränderung mit sich bringt, und überhaupt erst die Möglichkeit eröffnet eine Therapie in Anspruch zu nehmen. Borderliner wollen nicht Borderliner sein. Psychopathen und Narzissten sind einfach nur normal die „anderen“ sind schuld 😉 LG

  8. Relativ_normal schreibt:

    Es gibt auch gut sozialisierte Psychopathen, die irgendwie alles daran setzen, irgendwie „gut“ zu sein, was auch immer das bedeutet, die ihr Verhalten aber auf die Zukunft gesehen nicht abschätzen können. Da sind grundlegende fragen wie: sollte man ausnahmslos ehrlich sein, auch, wenn es den anderen scheinbar verletzt?
    Sollte man sich in erster Linie um die eigenen Bedürfnisse kümmern, ohne dabei zwangsläufig zu manipulieren, bis ich mich dazu imstande fühle, wieder etwas zu geben? (ich rede hier eher von ehrlicher egozentrik)
    Was sagt man in welcher Situation und was nicht?
    Sollte ich auf meinen Bauch hören, was auch immer das bedeuten mag, sprich den ersten Impulsen nachgeben, die sich irgendwie richtig oder „gut“ anfühlen?
    Ich bin nicht wirklich von dem Geschehen berührt, will es aber sein, weil ich unter meinem Zustand der relativen emotionalen Entkopplung bzw deprivation auch irgendwie latent leide. Wir sprechen hier immer noch von psychischen und oder organischen Krankenheiten.
    Letztendlich ist ein Psychopath eben auch nur ein Abbild der Gesellschaft und derer Beziehungen, auch wenn diese dann ausbeuterisch und einseitig ist. Wenns hart auf hart kommt, da denkt jeder der an diesem Teil partizipiert nur an sich und ist in einer Art „kämpfen, flüchten und verteidigen“ – Modus.
    Ich für meinen Teil habe auch eine Idee von dem „gut sein“, doch manchmal verrenne auch ich mich in diesen Vorstellungen, was dann letztendlich in Wahnsinn mündet. Oder wie Einstein schon mal treffend formulierte: „Wahnsinn, das ist, immer wieder das Gleiche zu tun aber ein anderes Ergebnis zu erwarten.“
    Ich persönlich finde die Tips für Opfer ziemlich „gut“, wenngleich ich die Blog Einträge manchmal etwas einseitig thematisiert finde. Es hat mir aber sehr geholfen, mich auch irgendwo selbst in diesem Spektrum einzuordnen. Und ich arbeite an meinem großen lebensproblem. Dem Problem, nicht wirklich zu wissen, was eine gesunde Beziehung ist, es aber durchaus zu wollen.

    • Frau Satan schreibt:

      Es gibt tatsächlich Psychopathen, die sozial integrierte Mitglieder der Gesellschaft sind und ein unauffälliges, scheinbar normales Leben führen. Diese haben erkannt, daß das Erlernen sozialer Verhaltensweisen sehr viel vorteilhafter für sie ist als wenn sie sich nur auf ihr asoziales Verhaltensrepertoire stützen wenn es darum geht eigene Ziele zu erreichen. Verwendet man zur Zielerreichung ausschließlich asoziale Methoden (Lügen, Täuschen, sich Vertrauen erschleichen, Manipulationstechniken…) dann sind die Erfolge, die man erzielt oft nur kurzfristig, ehe das Umfeld die Täuschung bemerkt, einem das Vertrauen entzieht, einen abweist und die Anderen warnt. Man wurde erwischt und muß sich mühsam neue Opfer suchen, was zeit- und energieaufwändig ist.
      Verhält man sich aber sozial und nimmt nicht nur, sondern gibt auch und läßt einen sozialen Austausch zu, so ist man dem Asozialen gegenüber klar im Vorteil:
      Es ist spielend leicht, neue soziale Kontakte zu knüpfen da man als Psychopath und Narzisst meist über einen umwerfenden Charme verfügt (der sogenannte blenderische Charme).
      Wenn man sich konsequent sozial verhält dann kann man diese Kontakte auch aufrechterhalten, wenn man will für den Rest seines Lebens.
      Man kann sich ein großes Netzwerk an Sozialkontakten knüpfen und diese auch miteinander vernetzen, was einen langfristigen Nutzen für alle Beteiligten bedeutet.
      Es können sogar echte Freundschaften entstehen, dann hat man sogar Leute auf die man sich immer verlassen kann und die einem im Notfall zur Seite stehen.
      Man erreicht seine Ziele viel einfacher und kann sich sogar Fernziele stecken. Der ich-will-das-jetzt-sofort-(weil ich nur asozial sein kann) Teufelskreis fällt weg.
      Man kann die Dinge völlig entspannt angehen, die Angst, erwischt zu werden ist nicht mehr vorhanden.
      Man kann mit der Zeit sogar lernen jemandem zu vertrauen, die zwanghafte, auf dem eigenen Mißtrauen gewachsene Kontrolle abzugeben.
      Macht hat man immer noch genug über die Anderen – einer so charmanten, liebenswürdigen und hilfsbereiten Person tun die Leute doch gerne einen Gefallen. Und man selbst, wenn man klug ist, im Umkehrschluß auch – denn dann steigert man sein eh hohes Ansehen und seine Beliebtheit bei den Anderen, eine Win – Win Situation, von der Alle profitieren.
      Und dies sind nur einige der vielen Vorteile des Sozialseins.
      Was man dafür natürlich benötigt, ist die Bereitschaft über den eigenen Tellerrand zu blicken, echtes Interesse am Leben und Miteinander sowie eiserne Disziplin und Ausdauer.Und jede Menge Frustrationstoleranz gegenüber Rückschlägen. Gerade daran fehlt es aber bei den allermeisten Psychopathen und Narzissten: sie beginnen etwas Neues mit viel Euphorie und Elan, doch diese verpuffen meistens innerhalb kürzester Zeit wieder wenn sich nicht sofort Erfolge einstellen. Erst idealisieren sie, dann läufts nicht wie erwartet was eine sofortige Entwertung/Abwertung zur Folge hat und das Thema ist vom Tisch.
      Auch ich habe mehrere Anläufe gebraucht bis ich endlich soweit sozialverträglich wurde daß ich von meinen Umfeld akzeptiert worden bin. Ich habe es dennoch irgendwann geschafft – mit Ach und Krach zwar, doch ich bin dort wo ich hinwollte. Und es geht mir gut damit. So gut, daß ich nicht mehr in meine alten asozialen und extrem ausbeuterischen Verhaltensweisen zurückfalle. Mein asoziales Waffenarsenal verstaubt in der Mottenkiste. Da kann es auch bleiben.
      Das Leben ist nicht einfach. Man muß immer in Bewegung bleiben dabei, denn das Leben ist die Bewegung, die Veränderung.

  9. s_goerg@yahoo.de schreibt:

    Hallo,
    ich persönlich empfinde es als sehr schwierig, mich in die Welt eines Psychopathen hineinzudenken und ich glaubedas kommt daher weil ich diese Welt kaum verstehe (eine Welt ohne Gewissen) würde ich wohl auch in die Falle tappen und zunächst würde ich wohl nur wahrnehmen können, was eine solche Person mir vorgibt zu sein und zu tun. Der Choleriker fällt sofort auf, der Mensch der depressiv ist auch oder der Verängstigte, ja sogar manche Narzisten können wir noch gut erkennen, aber der richtige Psychopath? Mir hilft in diesem Artikel die Unterscheidung zwischen Psychopath und Narzist, ich glaube der Psychopath hat keinen richtigen Realitätssinn, denn wer die Welt als ein Spiel sieht, der möchte dieses Spiel kontrollieren und der scheint sich hauptsächlich mit Macht, Kontrolle und Ohnmacht ja fast ständig zu „beschäftigen“. Das ähnelt einem Kind, das vor einem Ameisenhaufen sitzt und diesen zerstört und sich dann an dem Chaos erfreut. Die Aggression die diesem Verhatlen zugrunde liegt muss enorm hoch sein. Woher kommt diese Aggression?

    PS: worunter fallen eigentlich Hochstapler, sind das perverse Narzisten oder bereits Psychopathen oder ist das eher eine Eigenschaft die die meisten Psychopathen aufweisen?

    • entspanndichmal schreibt:

      Ich glaube hochstapeln tun die immer irgendwie….

    • Anja (alias Schattenmeinerselbst) schreibt:

      Ich finde die Vorstellung, dass man fast gar nichts fühlen kann, (völlig unemotional betrachtet, soweit man das als ehemaliger „Komplize eines Psychopathen“ – ich sage ganz bewusst nicht Opfer, denn ich war kein Opfer – überhaupt kann) sehr faszinierend!

    • entspanndichmal schreibt:

      Mich fasziniert das Phänomen auch. Ich würde zu gern mal für ein paar Stunden in deren Rolle schlüpfen. Kaum zu glauben, dass man ohne Gefühle überleben kann…Vor allem interessiert mich auch die Ursache, wie es kommt, dass ein Gehirn sich durch ein Trauma so zerstört, würde ich gern wissen. Unned warum sind es so viele, die diesen Schaden haben (auch genetisch vererbt, wie man hört). Als ob es zwei Arten Mensch gibt. Fühlende und Nichtfühlende…

    • Fabio schreibt:

      Aus einem Blickwinkel betrachtet ist der Psychopath wirklich weit von der Realität entfernt, da Mitgefühl und Aufrichtigkeit für uns Menschen essentiell sind, um ernsthafte Beziehungen aufzubauen, oder z.b. Kinder mit einer gesunden Psyche zu erziehen. Von einer anderen Seite betrachtet ist der Psychopath aber näher an der momentanen Realität dran, als die Mehrheit der Menschheit:

      Denn unsere wirtschaft-politisches-System wird anscheind, bis auf sehr seltene Ausnahmen, von Psychopathen geleitet. Politiker lügen genauso unverfroren wie Psychopathen (Massenvernichtungswaffen im Irak, etc.) und Werbung ist hauptsächlich dazu da Sachen zu verkaufen, die wir nicht brauchen. Keiner macht Werbung für Familien-Zusammenhalt, oder inneren Frieden und Optimismus. Nein, Alkohol und Zigaretten, das neuste I-phone und Internet-Freundschaften, dass wird uns als Glück verkauft.

      „Erst wenn das letze Bier getrunken, das letzte bisschen Lunge zerstört, die letzte reale Freundschaft zugunsten des Facebook-Narzissmus versandet ist, das letzte Geld für das neuste Smartphone ausgegeben wurde, -erst dann wirst du merken, dass man Glück nicht kaufen kann. 😉

      -Zurück zur Betrachtung der anderen Seite: Da der Psychopath (wie die meisten Menschen) von sich aus auf andere schließt, geht er automatisch davon aus, das andere ihn betrügen oder manipulieren wollen. Womit er goldrichtig liegt. Die meisten Menschen sind zwar natürlich aufrichtig und ehrlich, aber unsere Gesellschaft wird nicht von der Mehrheit regiert, auch wenn es uns so verkauft wird (Demokratie=non plus ultra), sondern von einer Minderheit, die die Politik bestimmt, die uns wiederum den Eindruck vermitteln soll, dass wir das Heft in der Hand haben. Aber es ist egal welche Parteien an der Macht wahren, wirtschaftspolitisch wurde immer am gleichen Strang gezogen.

      Somit sind Psychopathen, im momentanen System, prädestiniert dafür nicht ein Opfer, desselben zu werden. Im Gegenteil, wenn sie über Intelligenz verfügen, können sie es sehr weit bringen. Sie sind Skrupellos genug um wirtschaftliche Erfolge über Mitgefühl zu stellen. Warum sollte ein Unternehmen ihn nicht zum Vorsitzenden haben wollen, wenn er mehr Gewinne einfährt, als derjenige, der mit den Mitarbeitern, die zugunsten des Gewinnes geopfert werden sollen, Mitgefühl hegt? Warum sollte er nicht ein erfolgreicher Politiker werden, wenn er in der Lage ist eine unverschämte Lüge vorzutragen, ohne mit der Wimper zu zucken?

      Das traurige an der ganzen Sache ist, das Psychopathen nicht an die Macht kämen, wenn wir sie nicht ermächtigen würden! -Das ist ein ganz wichtiger Punkt! WIR haben Macht, nicht sie!

      Wir gehen zur Wahlurne (inzwischen zum Glück ja nicht mehr so) Wir glauben den Politikern immer wieder, obwohl wir wissen das sie ständig Lügen. Wir schauen ihr Nachrichten- und Fernsehprogramm, obwohl sie unisono die gleiche „Wahrheit“ verkünden wie die Politiker. Wir glauben, dass wir frei sind, obwohl wir tief in unserem Inneren wissen, dass wir es nicht sind. Wir glauben das unsere Justiz gerecht ist, obwohl gewaltfreie Kiffer wie richtige Kriminelle verfolgt werden, während Wirtschafts-Psychopathen, die Milliarden an Familienvermögen zerstört haben, Menschen in den Selbstmord getrieben haben, die Umwelt auf Jahrtausende Verschmutz haben, mit lächerlichen Symbol-Strafen oder in den meisten Fällen sogar gänzlich straflos davon kommen.

      Nicht der Psychopath der uns im alltäglich Leben begegnet ist wirklich gefährlich, sondern, der den wir nicht sehen, aber der uns sieht, und uns seit unserer Geburt versklaven will.

      Wer ernsthaft sein Bewusstsein über Psychopathie erweitern will sollte sich zu mindestens mal das erste Modul, des Youtube-Channels, dessen Link unten steht ansehen. Er hat mit sehr die Augen geöffnet und auch mein Wissen über Psychopathie erweitert. Natürlich sollte man alles hinterfragen und man muss nicht mit jeder Information die einem präsentiert wird einverstanden sein, aber man sollte diesem Menschen mal eine Chance geben, da er über 30.000 $ für sein Projekt investiert hat und einem die Informationen völlig kostenfrei zur Verfügung stellt.
      Bald werden sie vielleicht nicht mehr zur Verfügung stehen und bald wird es vielleicht zu gefährlich sein die „Wahrheit“ zu sprechen.
      Ich halte das nicht für die „ultimative Wahrheit“ (deswegen setzte ich sie auch in Klammern), aber es ist sehr logisch aufgebaut und gut recherchiert, es kategorisch zu verleugnen wäre äußerst engstirnig.

      Natürlich kann man das alles als „Verschwörungstheorie“ abtun, genauso gut kann man auch aus dem Fenster springen und sagen „Ach, das mit der Gravitation, das ist doch nur eine Theorie!“

      Wenn es wirklich nur Unfug sein sollte, ist es ziemlich guter Unfug. Aber wer sich ernsthaft darauf einlässt wird feststellen, das er das meiste schon längst gewusst hat.
      Wir merken alle das mit dieser Welt etwas nicht stimmt.

      Als Kind waren wir noch froh und unbedarft, bis man uns in der Schule gesagt hat, dass wir still sitzen sollen und Angst vor schlechten Noten und der beruflichen Zukunft haben müssen, als Erwachsener sind wir dann nervös und unsicher. Wir kaufen Sachen die wir nicht brauchen um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen. Unsere Haltung ist krumm, medizinisch betrachtet: KRANK, die einzigen die aufrecht, selbstbewusst und entspannt durchs Leben laufen sind (bis auf wenige Ausnahmen) die Psychopathen.

      Deswegen fallen auch so viele Frauen auf sie herein. Sie wirken im ersten Moment wie ein selbstbewusster und gefestigter Mann, die in den heutigen Zeiten wirklich selten und kostbar sind.
      Ist das alles? Soll man nur die Wahl zwischen „unmännlichen“ liebevollen Männern und scheinbar „männlichen“ lieblosen Männern haben?
      Wäre es nicht besser männliche Sexualität UND Mitgefühl zu bekommen? Hier stimmt doch etwas nicht!

      Ich hab noch nie mit einer Frau über diese Thema gesprochen, aber ich weis, dass ich in Schwarze treffe.
      Wir erziehen unsere Männer (auch Frauen!) zu schwachen, unsicheren und ängstlichen Wesen heran und man merkt es diesen Männern an, das sie tief in ihrem Inneren verwirrt und unglücklich sind, aber sie wissen nicht warum, sie können es nicht in Worte fassen und es ist schwer einen Zugang zu ihnen zu finden.
      Sie können die Frauen nicht stützen, sie müssen selbst gestützt werden, das ist für viele Frauen zu viel, sie flüchten sie in spontane Affären, die genauso unbefriedigend sind wie ihre Beziehung zu den Männern, die ihnen immerhin wenigstens Mitgefühl entgegenbringen.

      Jeder Versuch die Realität zu beschreiben eine Theorie, ein Erklärungsversuch. Hört euch auch seinen Erklärungsversuch mal an, so viel Neues sagt er nicht, er hat nur Informationen gesammelt und fügt das Puzzle nur zusammen:

      youtube.com/watch?v=ekkXHnSrlwY&list=PLD31E34390C5017E8

      Ich wünsche euch allen von ganzen Herzen nur Gutes!

      Fabio

    • Anja (alias Schattenmeinerselbst) schreibt:

      @Fabio

      Was mich anbelangt, hast du völlig Recht!

      Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass ich nur die Wahl zwischen “unmännlichen” liebevollen Männern und scheinbar “männlichen” lieblosen Männern habe.
      Und tatsächlich hat mein Psychopath am Anfang auf mich den Eindruck eines für mich perfekten Mannes gemacht…war er aber nicht und ich hab ziemlich lange gebraucht, bis ich das endlich begriffen hatte.

      Leider kann ich mir das Video nicht wirklich ansehen…dafür sind meine Englischkenntnisse einfach zu schlecht. *traurigguck*

      LG
      Anja

      P. S. Wenn du ggf. irgendwelche Fragen hast, dann frag ruhig!

  10. Gertie schreibt:

    Er sagte zu mir kurz vor der geburt unserem Sohn nimm ein String und h Häng dich auf das ist das beste für dich, mit einem Menschen mit solch einer Erkrankung zusammen zu leben ist der reinster Horror meine Kinder und ich sind durch die Hölle gegangen , ich habe zu lange gebraucht dabei hatte ich es sehr bald gemerkt das mit ihm etwas nicht stimmte Er Trank sehr viel und ständig namm er Schmerz Tableten und bullrichsalz , seine werbale ataken sein kontroll Wahn vor allem liebte er es mir Geld abzunehmen egal um weche Uhrzeit seine Schritte im Haus mir wird Angst und Bange es ist ihm egal ob die Kinder schlaffen oder nicht ,kein eigenes Einkommen. Durchsetzen bei den Behörden dazu war ich zu schwach sie wiemmelten mich ab Freunde kammen schon nicht mehr ,immer mehr kammen seines gleichen ins Haus Ersorgte dafür mich per Gericht rauszuschmeißen Er kann Menschen Beeindrucken er hat zwei gesichter , der eine beeindruckt mich schon lange nicht mehr vor dem anderen fürchte ich mich immer noch

  11. Jess schreibt:

    Na klar gibt es immer zwei Seiten. Der eine , der missbraucht und der andere, der es mit sich machen lässt. Ich denke, fast immer ist ein Mangel an Selbstliebe bei den „Opfern“ vorhanden, so dass ein Missbrauch möglich wird. Aber ganz so einfach ist es nicht. Sie spielen ihre Rolle perfekt. Nur Menschen, die lange mit ihnen zusammenleben, erkennen, dass irgendetwas nicht stimmt. Dazu kommt aber, dass diese Menschen einem nicht immer übel mitspielen, sondern genau wissen, wann und wie sie die Wogen wieder glätten müssen. Sie machen die schönsten Versprechungen und Pläne und sie haben doch soooo viele Freunde. Können also gar nicht sooo schlecht sein, diese Menschen. Wenn man noch nie etwas von Psychopathie/Soziopathie gehört hat, ist es schwer, zu durchschauen, was da läuft- Ich habe mir jahrelang eingeredet, dass es nicht sein könne, dass ein Mensch nichts für seine Kinder empfindet, obwohl ich es bei meinem Mann gespürt habe, dass ihm seine Kinder relativ egal sind (mal abgesehen von diversen Showeinlagen nach aussen hin). Da ich mich nicht in so etwas hineinversetzen konnte, dachte ich eben, das gibts nicht. Ich wusste auch nicht, wie egal ich selbst ihm bin, bis ich ausgedient hatte.
    Also ich finde es relativ arrogant, zu behaupten, man sei selbst schuld. Die Neue meines Ex ist Psychologin. Sie wird jetzt 2,5 Jahre von ihm betrogen (von Anfang an) und hat keinen Schimmer, dass er ein A…….ist. Sie denkt, ich hätte einen Knall und würde mir Geschichten ausdenken. Das hat er ihr mit Sicherheit sehr geschickt vermittelt. Also Aufklärung ist wichtig. Die wenigsten Menschen wissen, wie gut diese Menschen schauspielen können und würden im Leben nicht drauf kommen, dass sie einen empathielosen Psycho vor sich haben. Zumal die auch gerne mal auf die Tränendrüse drücken…

    • Jane schreibt:

      Liebe Jess, Tränen kommen bei denen auf Knopfdruck und es kann sich bitzschnell ändern in Gewalt, Das mit den Kindern habe ich genauso erlebt wie du, wollte es natürlich nicht wahrhaben, man kann das alles ja auch gar nicht glauben. Auch noch Jahre später (es sind jetzt fast drei Jahre seit der Trennung) fallen einem immer wieder Dinge ein, die erst im Nachhinein ein „rundes Bild“ ergeben. Absoluter Kontaktabbruch ist oberste Priorität!! Die Kinder entscheiden selbst, sofern sie alt genug sind.
      Auch die Versprechungen und angeblichen Pläne kenne ich. In Wahrheit hat er nur für sich selbst gesorgt und als ich nicht mehr verfügbar war – natürlich war umgehend Ersatz vorhanden, wie aus dem Hut gezaubert. Das Schlimme ist, dass diese „Menschen“ null Einsicht zeigen oder auch nur annähernd sich selbst in Frage stellen. Es sind immer die anderen die Bösen und alle werden benutzt – so lange sie es zulassen. Ich habe längst aufgegeben, Aufklärung zu betreiben.

    • entspanndichmal schreibt:

      Du sprichst mir aus der Seele. Und es ist wirklich schwer, anderen zu vermitteln, was in diesen Wesen vorgeht, denn man kann es sich nicht vorstellen, wenn man das nicht hautnah miterlebt hat. Erst recht, wenn man mit einem Exemplar gelebt hat, das sich ausserhalb als sunnyboy präsentiert und als Unterhalter allseits begehrt ist, dann glaubt einem kaum jemand. Es wird einem noch mitleidig angeraten, man solle sich da nicht reinsteigern etc. Wenn man aber erstmal erkannt hat, wie eiskalt diese Menschen im Inneren sind, dann möchte man, dass ihre Fassade endlich aufliegt. Sie schaffen es aber immer wieder, andere davon zu überzeugen, man selbst sei eben ein bisschen durchgeknallt. Ich weiss aus Beschreibungen von anderen „Opfern“, dass es auch einen anderen Psychopathentyp gibt, der noch sehr viel mehr die böse Seite zeigt, seine Familie ganz offen sichtlich terrorisiert und schikaniert, bei denen glaubt einem jeder sofort. Aber es gibt eben auch die, die alle Energie dafür aufwenden, um jeden Menschen, der ihnen in irgendeiner Weise nützlich sein könnte, mit ihrer Intelligenz, ihrem Humor, ihrer Grosszügigkeit zu beeindrucken. Nur die, die ausgedient haben, die werden fallen gelassen, wie ein alter Putzlappen. Mein Ex hat ebenfalls immer mehrere Frauen auf der Ersatzbank, die er vorsorglich schon mal einlullt. Denn das schlimmste, das ihm passieren könnte, dass er auf einmal allein da steht, das wäre tödlich für ihn. Denn da ist nichts in ihm, was ihm Halt geben könnte. Es sind leere Wesen und im Falle meines Mannes erkennt man es an dem kalten Blick, was ich aber auch viele Jahre nicht sehen wollte. Diese Menschen werden niemals lange traurig, depressiv , oder bedrückt sein und niemals ein Burnout oder ähnliches erleiden, da sie gar nicht zu solchen Gefühlstiefen in der Lage sind. Gerade das macht sie leider zu einem Magneten für sensible Menschen. Sie bieten eine Scheinsicherheit.

  12. selmataylor schreibt:

    „Das Böse ist unspektakulär und stets menschlich, es teilt unser Bett und sitzt mit uns am Tisch.“ — W.H. Auden
    ☸ Zu Wahr um schön zu sein!

  13. Linda-Tabea Vehlen schreibt:

    Ein sehr gut verfasster Artikel, werde ich gleich mal auf Facebook teilen . Ich erlebe es in vielen Zuschriften von Frauen, die unser Portal nutzen (www.wen-datet-er-noch.de), dass der Mann, der sie betrügt oder belügt, eben genau solche Züge an sich trägt. Was nicht heißen soll, dass nicht auch Frauen so sind und auch fremdgehen. Wohl dem, der nicht an solche Menschen gerät!!!

    • Andrea schreibt:

      Wenn man Ihr Blog liest, kommt man eher eher genau auf DIESEN Gedanken des Narzisssmus. Also, Zitat „wohl dem, der nicht an solche Menschen gerät“.

  14. Sabine schreibt:

    Löwenherzchen,du hast hier von Dir erzählt und es ist so als würdest Du mein Leben beschreiben!
    Der Anfang deiner Geschichte gleicht meiner bis auf’s Wort.
    Du hast sich und deine Kinder einigermaßen retten können,ich stecke fest und finde kein Ende für mein „Schrecken“.
    Ich war sehr selbstbewusst,gutgläubig,immer an das Wohl anderer denkend,zielstrebig,fröhlich als wir uns zum ersten Mal begegneten.
    Er hat mich drei Jahre umschwärmt,bevor ich an die große Liebe geglaubt habe,
    wir haben geheiratet und nach 6 Monaten ging der Terror los.
    Bis dahin habe ich vertraut ,ihm alles aus Vergangenheit erzählt,besonders,wie traurig ich war von meiner eigenen Familie nicht so beaachtet worden bin bis dato usw.
    Aus keinem ersichtlichen Grund (er saß am Bett ,ich wollte ihn trösten ,weil er weinte und fragte,was passiert sei,ob ich helfen kann,habe ihn gestreichelt)ging er auf mich los.ich sei an allem Schuld (war derzeit im 3.monat schwanger)sein leben hätte ich zerstört.würgte mich,
    Schlug meinen Kopf gegen Wände,warf mich zu Boden und tritt auf meinen Bauch ein.
    Das Kind wäre nicht von ihm,er hätte kein Kind von mir gewollt.es waren zeugen anwesend,seine Mutter und seine Schwester (haben dann alles verleugnet).ich habe das Kind verloren und war zu Jung,zu naiv.Nach unserer kurzen Trennung hat er mich eingelullt,das Spiel begann von vorne.
    Erst jetzt nach 15 Jahren ehe merke ich,was ich mir zu Unrecht vorgeworfen habe:ich wäre zu dumm,zu schwach,zu hässlich,keiner möge mich,keiner wolle mich.
    Dies kann nur verstehen,wer es erlebt hat.Dieses Einreden von du-bist-nichts-Wert ,nimmt man sich nicht sofort an,sondern es passiert ganz indirekt,ganz langsam.
    Umso mehr man versucht ihm alles recht zu machen,desto mehr wird man unbewusst zur Marionette.
    Die Jahre mit ihm haben mich verändert.Sozialer Kontakt gleich Null (man hat Angst vor dem Partner),überlasse ihm keine Minute die Kinder (Angst er könne ihnen was tun).ich habe mir soviel vorzuwerfen ,warum habe ich mir das gefallen lassen und warum merke ich erst jetzt dass er ein narzisst ist .Bestimmt habe ich schon mehr als zehn mal Schläge kassiert,später war ich Schuld,hätte ihn angegriffen(habe ich nie gemacht!),das glaubt mir keiner.
    Zuletzt fing die Gewalt gegenüber den Kindern an,erst verbal,indirekt,dann Handgreiflichkeiten.
    Ich habe unser Kind geschützt,ihn gebeten ,er möge unsere Kinder nicht aggressiv behandeln.
    Das war der Anfang vom meinem Wachwerden.
    Reaktion meines Mannes: Wohnung zertrümmern (meistens mit meinem Schädel)mich im Würgegriff auf den Boden werfen,Kind als zeugen immer wieder rufen ,um zu zeigen ,was dem Kind in Zukunft blüht.
    Bin geflüchtet ins Frauenhaus,kein Geld in der Tasche ,eigene Familie glaubt mir nicht,zwei ängstlich verstörte Kinder ,die Angst haben ihr Vater würde sie finden.
    Was mich genau dazu getrieben hat,nach 4monaten mit ihm zusammenzuwohnen ,weiß ich selbst nicht mehr.
    Die Masken der Niedertracht -ein Buch ,dass mein leben beschreibt,mit all den einzeln aufgeführten Beispielen.Ich habe nur durch dieses Buch gemerkt,das ich aus nicht vorhandenem
    Wissen und Selbstvertrauen ihm immer wieder Alibis verschafft habe für sein Verhalten.
    Mein Narzisst ist aggressiv und ich kann es ihm nicht nachweisen.
    Genug Anzeichen für Affären gibt es auch,kann ich auch nicht nachweisen.
    Er manipuliert die Kinder mit Spielzeugen,falschem Interresse,kann ich auch nicht nachweisen.
    Sollte ich dem Beispiel im o.g. Buch folgen,um ihn loszuwerden?
    Er stellt mich als psychisch krank dar.Gott und die Welt glaubt es ihm ,weil ich mich isoliert habe.
    Es kommen schwere Zeiten auf mich zu,aber eines ist ganz klar,ich werde unsere Kinder immer schützen,immer für sie da sein.

    • Jess schreibt:

      Das hört sich an wie meine Geschichte ! Ich war über 20 Jahre mit ihm zusammen, 16 Jahre mit ihm verheiratet, wir haben drei Kinder, bis ich vor einem halben Jahr endlich begriffen habe, dass er ernsthaft gestört ist.
      Es gab nicht ganz so viel Gewalt in unserer Ehe, es war mehr der Psychoterror, die Ignoranz, die Vorwürfe, ich würde nicht richtig “ funktionieren“, Respektlosigkeit und Lügen. Zwei mal bin ich mit den Kindern ausgezogen und hab mich nach kurzer Zeit immer wieder auf ihn eingelassen ( es war scheinbar besser als dieses Loch der Depression und Minderwertigkeit, in das ich allein immer wieder abstürzte). Ich habe mit 40 Jahren so gut wie kein Selbstvertrauen mehr, meine Kinder auch nicht. Er verliess mich, eiskalt, weil ich ihn durchschaute und er mich nicht mehr belügen konnte. Vorher hatte er sich aber sein nächstes Opfer erst gesichert. Sie ist Psychologin und denkt ich sei irgendwie gestört und er konnte nicht anders als seine Familie zu verlassen…
      Entdecke wieder Deine innere Stärke, hol Dir Deine Macht zurück ! Es ist mühsam, aber sie ist da , sonst haettest Du die Zeit mit ihm nicht überstanden ! Raus aus der Opferhaltung ! Mir hilft das Masterkeysystem dabei . Es ist schwer, die Rachegedanken, die Wut und die Kränkung aus dem Kopf und damit aus dem Herzen zu bringen, aber wenn Du es willst und Dir diese Gedanken bewusst machst, sobald sie Dein Hirn wieder besiedeln, dann schaffst Du es irgendwann , sie aus Deinem Leben zu verbannen und damit die Umstände, die Du mit dem Opferdasein immer wieder anziehst…
      Ganz viel Stärke und RAUS DA !
      J.

    • Katharina schreibt:

      Ich hab nur eine Frage an dich. Bist du dir ganz sicher das du dich wirklich selbst isoliert hast ? Du wirkst so offen sozial richtig so wie ein Familienmensch, ich kann mir nicht vorstelle das die Ursprungsmotivation wirklich von dir kam. Ganz Liebe Grüße und Alles Gute

  15. Florian schreibt:

    Ich sah mal in einem Film über Psychopathie dass Narzissmus zwingend notwendig sein muss, um eine Psychopathie zu haben. Hier wird dieser Narzissmus den ein Psychopath zwangsläufig haben muss zwischen diesem und Psychopathie unterschieden- irgendwie albern.

    • deraltemannunddasmeer schreibt:

      Stimmt Florian, trotzdem sehe ich persönlich gewisse Unterschiede zwischen beiden Begriffen. Ich selber habe eindeutig überdurchschnittlich narzisstische Züge, habe aber gleichwohl ein Gewissen. Das steht eindeutig fest, denn sonst wäre ich in meinem Leben nicht da angekommen, wo ich jetzt bin. Ich habe mit meinem Partner, auf den 75 % der Checkliste nach Robert Hare passen (22jährige Erfahrung mit ihm) immer noch in bestimmten Situationen Mitleid. Ich verbiete mir das zwar, nachdem ich mich mit der Thematik auf dieser Seite intensiv befasst habe, fühle mich aber hundeelend dabei.
      Dagegen gibt es unzählige Beispiele dafür, dass er absolut kein Gewissen hat. Ich bin zwar Laie, vieles spricht aber dafür, dass in meinem Fall Psychopath auf Narzisstin gestoßen ist.

    • Jess schreibt:

      Stimmt. Man findet immer wieder und überall eine Durcheinandermischung der Begriffe.
      Psychopathen sind IMMER auch Narzissten, Narzissten sind aber nicht immer auch Psychopathen (Soziopathen).

    • julia schreibt:

      ich persönlich sehe da einen großen unterschied.
      selbst bin ich ein psycho-/soziopath, wie er im buche steht.
      aber niemals narzisstisch veranlagt.
      narzissten wollen immer im mittelpunkt stehen. lieben nur sich selbst, weil sie der meinung sind, sie wären die größten. das eigene bild hängt viel von der meinung anderer ab, usw..
      das eine hat (in meinem fall!) mit dem anderen nichts zu tun.
      ich scheiße auf die meinung anderer, was sie von mir halten.
      brauche keine vorgeheuchelte freundlichkeiten einsetzen,
      mit denen ich mir bestätigung erhasche.
      und ich stehe nich morgens auf und denke sonst was wer mich ausgeschissen hat.
      und im mittelpunkt brauch ich auch nirgens stehen.
      das passiert zwangsläufig oft genug, was mir recht unangenehm ist.
      selbst meine abfällige art, die ich häufig an den tag lege schreckt menschen nich ab.
      wahrscheinlich ist es das was menschen beeindruckt, ich weiß es nicht..

  16. Florian schreibt:

    Die hier genannten Kritierien für Psychopathie treffen aus meiner Sicht auf jeden Menschen zu.
    Ich sehe das wie Adam Smith in der Wirtschaft: Begegnen sich Egoisten können sie zum gegenseitigen Nutzen durch beidseitiges Entgegenkommen Wohlwollen schaffen- egal ob sie dies beabsichtigen oder nicht. Die meisten Psychopathen sind am Kapitalmarkt. Wenn man bedenkt dass man auf Lebensmittel spekulieren konnte, was ihren Preis in die Höhe trieb und kleine Kinder in Drittländern verhungern ließ, nicht weiter verwunderlich. Durch die Intelligenz und die Komlexität dieses Marktes versteht der Durchschnittsbürger nicht mehr was geschieht.

    • lassie schreibt:

      Genau Florian! Wenn man an der Börse spekuliert, muss man zumindest einen Großteil seines Gewissens irgendwie ausgeblendet haben (oder eben erst gar keins oder nahezu keins besitzen, wie dies z. B. bei Psychopathen oder malignen Narzissten der Fall ist) .
      Deshalb sind für die Zukunft feste Wechselkurse so wichtig. Und eine Wirtschaftspolitik, die sich am Gemeinwohl orientiert. D. h. dass Banken ihren „Giftmüll“ selber abschreiben müssen, dafür gerade stehen müssen, und nicht das Volk dafür bluten muss (wie es jetzt ja schon passiert -Zypern- und auch weiter passieren wird, geht man nicht schnellstens auf die Notbremse). Die Wenigsten blicken durch…. dank dem Einheitsbrei, der über unsere Medien verbreitet wird.

    • Margrit schreibt:

      Hallo Sven, besten Dank für den Link bezüglich des oben erwähnten Artikels. Ich las ihn und er ist für mich sehr stimmend. Im Inhalt werden die wichtigsten Punkte sehr treffend umschrieben. Gerne empfehle ich den oben erwähnten Artikel weiter, da er sehr gut ist.

  17. Löwenherzchen schreibt:

    Die Übergänge vom Narzissten zum Psychopathen sind fließend. Aus Narzissten können auf Dauer Psychopathen werden.

    Ich war fast 10 Jahre mit einem diagnostizierten Narzissten zusammen. In der Kennenlernphase gab er sich als anhänglicher, weicher, einfühlsamer und schüchterner Mensch.

    Er hat sich als Opfer seiner letzten Beziehung dargestellt. Die Mutter seiner Erstgeborenen, hätte ihn ausgenutzt und mit Absicht, weil er sich trennen wollte, die Pille abgesetzt. Sie wollte ihn fest an sich binden. Er hatte eine schwierige Kindheit. Seine Gefühle für seinem Vater sind ambivalent: voll Hass und andersherum nach Liebe und Anerkennung sehnend. Am Anfang unserer Beziehung hatte ich das Gefühl, dass ich ihn aufbauen muss. Ich wollte ihn helfen. Er gab mir zunächst auch viel Annerkennung, ich fühlte mich stark, er behandelte mich wie eine Göttin. ( zwar nicht materiell, er hatte nichts, aber psychisch tat er mir sehr gut). Mein Selbstbewusstsein wuchs. Ich fühlte mich toll.

    Er hatte am Anfang unserer Beziehung meinen ganzen Schwachpunkte studiert, die ich, da ich ihm immer mehr vertraute, offenbarte. Ich gab immer mehr aus meiner Vergangenheit preis, die mich teilweise belastete bzw. auch für mich belanglos war ( Ex-Partner, Kindheit, etc) Nach und nach ließ er seine Masken fallen. Ich merkte, dass was nicht stimmte, vertraute jedoch meinem Bauchgefühl nicht.

    Er wurde erst harmlos eifersüchtig, dann wurde es extremer, er drohte mit Trennung, Dazu muss ich noch sagen, dass er alkoholkrank und Substanzen-abhängig ist ( Cannabis, Amphetamine). Das wusste ich aber zunächst nicht. Er lieh sich immer öfter Geld und gab es nur scheinbar zurück um es sich wieder leihen zu können. Irgend wann kam es zu extremen Wutausbrüchen in denen er mich der Untreue bezichtigte, mich demütigte, meist dann, wenn er Entzugserscheinungen hatte und aus der Laune heraus. Er belog mich oft. Wenn er etwas Gutes für mich tat, dann nur weil er Geld wollte. Irgend wann begann er seine extreme Wut an Gegenständen auszulassen: Während ich auf der Arbeit war, hatte er meine komplette Wohnungseinrichtung zerlegt. Er wurde in die psychiatrische Klinik eingewiesen, da er psychotisch war ( Alkohol und Drogen). Da hätte ich schon Stop sagen müssen, aber ich hatte Mitleid und habe versucht ihn zu verstehen. Die Schulden an den Vermieter hat er natürlich nicht bezahlt. Ich musste den Sachschaden bezahlen. Es war ein stolzes Sümmchen, da Wände, Fliesen, Türen, Küche und Lamminat beschädigt waren. Meine persönlichen Dinge wurden ebenfalls zum größten Teil beschädigt.

    Später bewarf er mich mit Gegenständen oder er schmiss Dinge gegen die Wand, wenn er wieder einen seiner Wutausbrüche hatte. Er wurde auch mir gegenüber handgreiflich. Er schlug und beleidigte mich grundlos und behauptete ich hätte ihn Anlass gegeben oder sagte vor Freunden, dass wir uns gegenseitig geschlagen hätten. Ich werde nie die zwei Wochen vor Sylvester 2004 vergessen, da hatte er mir einfach aus der Wut heraus, ob schon ich nichts getan habe eine CD auf die Stirn gehauen und demütigte mich vor seinen Freund. Am Neujahr 2005 hat er mich massiv geschlagen. Ich werde nie vergessen wie dieser Tag war. Ich sass auf der Coach und er stürzte auf mich und schlug mich einfach. Er beleidigte mich, schubste, würgte und boxte mir ins Gesicht, trat mir in den Oberschenkel und unter dem Fuß. DIe Polizei kam und es wurde eine Anzeige erstattet. Ich habe meine Anzeige zurückgezogen, aus Liebe, er versprach sich zu ändern, aber die Anzeige von der Polizei blieb aufrecht wegen öffentlichen Interesses. Das hat er mir jahrelang noch vorgehalten.

    Dann wurde ich schwanger. Er wollte ein Kind mit mir. Er meinte dass uns das noch fester zusammenschweissen würde und er liebe mich, alles wird sich ändern und sagte, dass ich ihn vertrauen sollte. Die Monate der Schwangerschaft waren sehr belastend. Er hatte auch während der Schwangerschaft seine Wut an mir ausgelassen, rannte hinter mir her und drohte mir zweimal mein Baby aus dem Leib zu schneiden, war oft betrunken. Ich ging ins Frauenhaus und wollte die Trennung. Wieder habe ich mich einlullen lassen. Er stand heulend vor mir und sagte, er würde sich ändern. Er besorgte sich endlich Arbeit, schmiss aber nach ein paar Monaten wieder. Und so ging es über die Jahre. Die meiste Zeit war er arbeitslos und ich war bis dato Vollzeit-berufstätig, machte alleine den Haushalt, kümmerte mich alleine um die Kinder. den Einkauf, etc. Er war immer nur zum Schlafen, Essen , Duschen, Sex und Geld nehmen da und hatte immer Gründe zum Rumstänkern . Er verglich mich mit seiner Ex-Freundin, mit der er zwei Kinder hatte, demütigte mich, in dem er seine Ex-Freundin als die bessere Partnerin darstellte, verglich seine erstgeborenen Kinder mit unserem Kind und beleidigte mich, unterstellte mir, dass ich fremdgegangen sei, das wäre nicht sein Kind. Es war der blanke Horror. Er nannte mich egoistisch und worauf ich mir was einbilden würde, so toll wäre ich nicht, meine Arbeit sei keine Arbeit sondern Freizeitbeschäftigung. Das würde er mit links machen. ( Sachbearbeitung im Büro ist keine Arbeit). Er kümmerte sich nicht um seinen Sohn. Auch nicht um seine ersten Kinder, die übrigens auch therapeutisch behandelt werden.

    Auch habe ich mich immer mehr isolieren lassen. Er hatte meine Freunde vergrault, mir Angst gemacht, falls ich mich trennen würde, wie er meinen Ruf schädigen würde. Er würde sich an mir rächen. Ich habe nachher mich nicht einmal mehr getraut, Freunde zu grüßen in der Öffentlichkeit, da ich wusste, was mir zu Hause blühte. Wenn er nicht da war, welch eine Erholung, habe ich meine Freunde kontaktiert und ihnen alles erklärt. Sie haben mich emotional sehr unterstützt und mir nicht zusätzlich durch Konfrontation geschädigt. Ihre Integrität habe ich sehr zu schätzen gewusst. Später bin ich chronisch an Schuppenflechte und Rheuma erkrankt. Ich war seelisch erkrankt. Ich habe eine Therapie gemacht und mich mit Narzissmus auseinandergesetzt. Das Buch „Masken der Niedertracht“ hat mir sehr geholfen. Ich habe Strategien entwickelt um den Energie-Vampir loszuwerden. Da ich wusste, das er mich nur finanziell, sexuell und als billige Putzfrau, Köchin ausnutzt, habe ich angefangen mich sexuell zu verweigern, ihn aus dem Weg zu gehen ( abends früh ins Bett, ständig auf dem Spielplatz) , habe ihn nicht mehr hinterhertelefoniert, seine Kontrollanrufe ignoriert, meine Krankheit so überdramatisiert, dass ich ihm empfahl eine neue gesunde Partnerin zu suchen, da er damit rechnen müsse, zukünftig einen Pflegefall als Partnerin zu haben. Da er kein Verantwortungsbewusssein hat, er viel Wert auf Sex legt ( er war sehr egoistisch im Bett und wollte mich sogar dazu bringen mit ihm sexuell folgende Dinge auszuprobieren:Partnertausch , mit noch einer Frau ihn zu befriedigen, etc) , eigentlich im Grunde in der Entwicklung eines Teenagers stehen geblieben ist, hat er mich schnell ausgetauscht. Anfangs hat er versucht, das geheim zu halten, aber als er einen seiner berühmten Wutausbrüche hatte, er wollte nur Geld erpressen, da offenbarte er mir, dass ich schon längst „ausgetauscht „sei. Ich bin ruhig geblieben und habe nur mit Polizei gedroht, wenn er nicht auf der Stelle die Wohnung verläßt.

    Das Schlimmste an all den Jahren ist, dass man immer mehr abbaut, dass man sein Selbstwertgefühl verliert, das man sich wie im Gefängnis fühlt und nicht weiss wie man ausbrechen soll, das man Angst hat, öffentliche Stellen anzulaufen, da man befürchtet, das einen keiner glaubt, oder man sein Kind verliert, dass der Perverse Partner, es schafft, die Menschen zu überzeugen, dass man angeblich psychisch krank sei. Er hat mich oft als Opfer, Hängengeblieben und verbrauchte Alte Rheuma-Kranke bezeichnet. Ich bin stolz auf mich, dass ich es geschafft habe für meine Kinder und für mich ihn los zu werden.
    Unser Kind und mein Erstgeborener aus der ersten Beziehung haben jahrelang diese Wutausbrüche, Demütigungen, Rauschzustände meines Ex-Freundes mitbekommen. Irgendwann hat er angefangen selbst die Kinder zu demütigen. Unser gemeinsames Kind ist psychisch erkrankt und muss stationär therapiert werden. Mein großer Sohn hatte sich komplett zurückgezogen, jetzt taut er auf. Ich mache mir Vorwürfe, nicht eher geschaltet zu haben, andersherum weiss ich, bin auch ich ein Opfer und hatte meinen Selbstschutzinstinkt verloren.

    Die neue Partnerin tut mir jetzt schon leid. Noch fühlt sie sich stark und als etwas Besonderes. Aber auch sie wird merken, dass das was er erzählt seine verzerrte Wahrnehmung, seine Masche ist und das er in Wirklichkeit ein Psychopath ist. Er mag keine Frauen, ja er sagte mir selbst mal, sie seien alle gleich, er wüsste welche Knöpfe er drücken müsste, damit sie vor ihm dahin schmelzen. Er hält sich oft für etwas Besonderes, alle anderen sind Neider, gönnen ihn nichts und die Frauen wollen alle Kinder mit ihm. Er wäre ein Auserwählter, da sei er sich sicher und er habe eine Mission zu erfüllen.

    • Jess schreibt:

      Mir wird langsam klar, wie viele von diesen kranken Beziehungen es gibt. Und ich dachte, meine Ehe wäre ein aussergewöhnlich extremer Einzelfall.
      Sind es tatsaechlich besonders emotionale, weiche, gefühlvolle Menschen, denen so etwas passiert ? Ernähren sie sich von unseren Gefühlen, unserer Lebenskraft ?
      Mein Ex hat es geschafft, aus mir eine überforderte, aggressive Furie ohne Selbstvertrauen zu machen. Eine Rolle, aus der ich jetzt mühsam wieder herausfinde. Bevor er mich und seine drei Kinder im Elend zurückgelassen hat, hat er schon lange in seinem riesigen Bekannten- und Verwandtenkreis „vorgesorgt“, wie ich später erfuhr. Er hat mich als psychisch krank hingestellt, sich schon lange bemitleiden lassen, um seine Fassade als anständiger Vater und Ehemann aufrechtzuerhalten. Nun denken sie alle „seine Frau muss aber auch furchtbar anstrengend gewesen sein…. Als er sein neues Opfer zu 100% sicher hatte, hat er mich eiskalt und ohne viel Aufhebens verlassen. Seine Kinder mussten nahtlos mit ansehen, wie er von heute auf morgen intimste Zärtlichkeiten mit einer neuen, fremden Frau austauschte. Was seine noch geschockten Kinder dabei fühlen, interessiert ihn nicht.

    • Marianne schreibt:

      Ist meinem Erleben sehr ähnlich. Zumindest lief es mir beim Lesen schauernd den Rücken runter. Ich wurde von meinem Narzissten emotional sehr destabilisiert. Deshalb konnte ich mich auch noch lange, nachdem ich die Misere erkannt hatte, nicht von ihm trennen. Ich wünschte eine Wiedergutmachung von ihm und eine Erkenntnis, was er an mir angerichtet hat.

      Das ist absoluter Schmarren und resultiert aus meinem unverarbeiteten Kindheitstrauma. Hier habe ich einen Wiedergutmachungswunsch durch meinen Vater so lange mit mir rumgeschleppt bis ich einen neuen Täter gefunden hatte, der noch schlimmer war.

      Jetzt weiß ich, dass meine Loyalität zu meinem Vater, der mir keine Liebe entgegenbringen konnte, und von dem ich sie doch so sehr wünschte, dazu beitrug, keinen Mann in mein Leben zu lassen, der “besser“ als mein Vater ist.

      Heute gönne ich mir von ganzem Herzen einen lieben Mann, der fürsorglich, offen, ehrlich und herzlich ist und mit dem ich mich austauschen und streiten kann, mit dem ich sein kann, wie ich bin, ohne mich zu verbiegen. Und ich weiß, den Mann gibt es. Sein Äquivalent gibt es ja auch . :-)))

  18. lassie schreibt:

    Die Niederträchtige ist aber nahezu gleich vorhanden und es überschneidet sich oft beides. Also kaum zu trennen.

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