Woran man einen Psychopathen erkennt

Die zweite Übersetzung eines Artikels von Claudia Moscovici. Wer der englischen Zunge mächtig ist, besucht ihre Webseite!

Anders als in Alfred Hitchcock’s Psycho kommen Psychopathen für gewöhnlich nicht sozial ungeschickt, einsiedlerisch und bizarr daher. Im Gegenteil: sie scheinen oft charmant, kontaktfreudig und normal zu sein. Auf diese Weise locken sie potenzielle Opfer an (man nennt dies auch diemask of sanity”, zu deutsch Maske der Normalität”). Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir uns über die Symptome der Psychopathie informieren. So können wir uns vor diesen gefährlichen Menschen schützen.

Die wichtigsten Experten für Psychopathie (Hervey Cleckley, Robert Hare und Martha Stout) geben uns im Wesentlichen die gleiche Liste mit Persönlichkeitsmerkmalen, um Psychopathen zu beschreiben. Sie stellen fest, dass solche Menschen oberflächlichen Charme und Intelligenz zeigen. Sie nutzen diese Eigenschaften, um Leute anzuziehen, und um sie zu kontrollieren. Im Gegensatz zu Menschen mit anderen Erkrankungen/Störungen haben Psychopathen weder Wahnvorstellungen, noch zeigen sie “andere Anzeichen irrationalen Denkens”. Sie erscheinen also (und sind es auch tatsächlich) als “geistig gesund”. Begehen Psychopathen Verbrechen, so wissen sie genau, was sie tun. Sie verstehen, dass es falsch ist, und wissen, warum die Gesellschaft es als falsch betrachtet. Doch für sich und ihr unverschämtes Verhalten machen sie Ausnahmen. Ihrer Meinung nach ist ihr Verhalten den Regeln, die für den Rest der Menschheit gelten, übergeordnet.

Auf ähnliche Weise zeigen Psychopathen weder Nervosität noch irgendwelche “psycho-neurotischen Anzeichen”. Sie sind gewissermassen das Gegenstück zu Woody Allen’s komischen Antihelden. Sie bleiben sogar in Situationen, in denen das Empfinden von Verzweiflung oder Kummer die normale Reaktion wäre, ruhig und gefasst. Um Sympathie zu gewinnen ergeben sich Psychopathen manchmal in theatralische Gefühls-Vorführungen. Doch während einer Krise bleiben sie gänzlich ungerührt. Ein paar Beispiele: Sie bleiben ungerührt bei einer Trennung oder Scheidung von einer wichtigen Person (weil für sie niemand anderes wichtig ist); sie bleiben gesammelt bei einem Todesfall in der Familie; sie bleiben unerschüttert, wenn sie wegen eines Verbrechens verhaftet werden; ja, sie bleiben sogar “cool”, wenn sie die Strafe für ihre illegalen Aktivitäten erhalten/absitzen. Das Lebensmotto eines Psychopathen ist: “Böse Männer tun, wovon gute Männer träumen”. Psychopathen können das Konzept von Gewissen und Gefühlen für andere nicht begreifen, ausser als eine Form von Schwäche. Sie verstehen nicht, dass ihre Träume die Albträume der normalen Leute sind.

Psychopathen sind sehr impulsiv und können mit wenig oder ohne Provokation aus der Haut fahren. Doch nichts bringt sie für lange durcheinander. Auf ähnliche Weise gilt: Sie können ihren Verpflichtungen für eine kurze Zeitspanne nachkommen, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, doch langfristig sind sie unzuverlässig. Ganz egal, welche Versprechen sie machen, und wie wichtig ihre Zusage, diese zu erfüllen, für andere ist, am Ende werden sie die Leute enttäuschen. Tatsächlich scheuen sie keine Mühen, um diejenigen, die ihnen vertrauen, zu verletzen und zu hintergehen.

Psychopathen verfolgen kurzfristige Ziele. Sie sagen, was immer sie sagen müssen, um zu bekommen, was sie im Moment gerade wollen. Ihr Verstand funktioniert wie ein GPS-Gerät, bei dem sie ständig neue Zielorte eintippen. Launenhaft ändern sie die eingeschlagene Richtung, sobald sie etwas (oder jemanden) erspähen, das ihrem Empfinden nach momentan eine bessere oder aufregendere Möglichkeit ist. Der Grund dafür ist nicht nur, dass Psychopathen seicht [keine tiefgehenden Gefühle] sind, sondern auch, dass sie neidisch, gierig und machthungrig sind. Sie wollen alles haben, was andere Leute besitzen, und was sie begehrenswert finden. Das kann eine neue Partnerin (ein neuer Partner), ein guter Job, Prestige, Reichtum oder eine Familie sein. Sie wollen erfolgreiche Beziehungen, ohne Liebe, Ehrlichkeit und Treue zu geben. Um ihr Gefühl der Überlegenheit zu stärken (ohne viel vorzuweisen zu haben im Sinne von persönlichen Fähigkeiten, Talenten oder Erfolgen), machen sie ihre Partnerinnen (und andere) nieder und kultivieren ihre Schwächen. Um im Beruf Erfolg zu haben, ohne viel zu arbeiten, benebeln sie ihre Mitarbeiter und Angestellten mit ihrem Charme, schüchtern sie ein, manipulieren, tyrannisieren, schikanieren und mobben sie. Um zu Reichtum zu gelangen, üben sie sich in Betrügereien und Gaunereien. Doch im Allgemeinen gilt: Psychopathen können sich an nichts und niemandem lange festhalten, weil sich ihre Interessen und Bedürfnisse ständig ändern. Früher oder später werden sie unzufrieden mit allem, was sie haben, und wollen etwas (oder jemand) anderes haben.

Psychopathen sind sehr unberechenbar. Niemand kann im Voraus sagen, wann sie einem das Leben und die Zufriedenheit sabotieren werden, oder wann sie ihr eigenes Leben und ihre eigene Zufriedenheit sabotieren werden. Psychopathen können extrem überzeugende pathologische Lügner sein [da kein Gewissen]. Die meisten Leute lügen manchmal. Aber Psychopathen erzählen schädliche und verletzende Lügen zum Spass und mit Bosheit. Für sie ist Lügen ein Mittel, um Kontrolle über andere Menschen auszuüben, indem sie deren Wahrnehmung der Realität manipulieren. Daneben ist Lügen für sie eine Form von Gratis-Unterhaltung. Wegen ihrer seichten Gefühle langweilen sich Psychopathen rasch. Ihr psychologisches “Hohl-Sein” treibt sie auf eine immerwährende Suche nach neuen Menschen zum Benutzen, nach neuen sexuellen Kontakten, nach den neusten (riskanten) Geschäftsunternehmungen und nach neuen und aufregenden Arten, um gegen soziale Regeln zu verstossen.

Psychopathen zeigen ein schlechtes Urteilsvermögen und können nicht aus Erfahrungen lernen. Der griechische Philosoph Epikur definierte ‘Freude’ als die Abwesenheit von Schmerz (Kummer). An diesem Massstab gemessen sind Psychopathen nicht epikureisch. Sie suchen starke Vergnügungen: Rauschzustände, Nervenkitzel und das Gefühl von konstanter Hochstimmung. Aber sie sind nicht besonders geplagt von Schmerz/Kummer oder negativen Gefühlen im Allgemeinen. Sie sabotieren ihre eigene Zukunft und verletzen andere Menschen in momentanen Wutausbrüchen oder für einen kurzen Spass. Viele ihrer Probleme stammen von ihrem fundamentalen Narzissmus oder ihrer “pathologischen Egozentrik und Unfähigkeit zur Liebe”, wie Cleckley es nennt. Für Psychopathen sind andere Menschen Objekte, deren Bedürfnisse und sogar deren Leben nichts zählen, es sei denn, dass sie sie gebrauchen können. Nachdem sie Menschen benutzt haben, werfen sie sie weg.

Psychopathen haben keine besonders tiefgehenden Gefühle. Nicht einmal Freude oder Zufriedenheit können sie tief empfinden [Anmerkung des Übersetzers: Es wäre allerdings völlig falsch, deswegen Mitleid mit ihnen zu haben!]. Cleckley schreibt, dass sie eine “generelle Armut bei allen wichtigen gefühlsbedingten Reaktionen” zeigen. Hare stellt fest, dass sie eher “Proto-Emotionen” empfinden als die gesamte Bandbreite von menschlichen Gefühlen. Sie fühlen momentanes Vergnügen, Freude oder Wonne, wenn sie tun oder bekommen, was sie wollen. Im Gegensatz dazu fühlen sie flüchtige Frustration oder Wut, wenn ihre Wünsche enttäuscht werden. Aber sie können die tieferen Gefühle nicht empfinden, wie z. B: Liebe für andere, Mitgefühl, ein schlechtes Gewissen haben, Traurigkeit, Bedauern, Kummer, ja selbst Angst/Furcht, Besorgnis und Niedergeschlagenheit.

Ihr vorherrschendes Gefühl ist Verachtung für andere Menschen, welche sie oft unter einer dünnen Schicht von Geselligkeit und Charme verbergen. Treffen Psychopathen neue Leute, führen sie automatisch eine Kosten-Nutzen-Analyse durch, um diese als ‘Ziele’, ‘Komplizen’ oder ‘Hindernisse’ einzustufen, bezüglich der Erfüllung des Wunsches, den sie im Moment gerade haben. Ziele werden als Komplizen benutzt, und dann als Hindernisse ausrangiert, wenn sie keinen Nutzen mehr haben.

Mit ihrem gewissenlosen und herzlosen Verhalten verprellen Psychopathen mit der Zeit alle um sich herum. Doch es gibt Leute, die ihnen ihre Maske der Normalität weiterhin abkaufen. Es sind dies: Leute, die sie nicht gut kennen. Menschen, die an einer ähnlichen Persönlichkeitsstörung leiden. Und Menschen, die eine ungesunde gefühlsmässige “Investition” in sie haben. Diejenigen Menschen, die sich weigern, der Wahrheit (über den Psychopathen in ihrem Leben) ins Gesicht zu sehen, werden oftmals zu seinem Alibi. Sie bleiben bei ihm trotz aller rationalen Beweise für seine Persönlichkeitsstörung und sein Fehlverhalten.

Wegen ihrer emotionalen Seichtheit leiden Psychopathen an einer “spezifischen Minderung der Einsicht”, wie es Psychologen nennen. Sie sind nicht in der Lage zu verstehen, wie andere Menschen auf einer tieferen emotionalen Ebene funktionieren. Dazu kommt, dass sie auch nicht in der Lage sind ihre eigenen Motivationen und Verhaltensweisen zu verstehen. Sie wissen intuitiv, wie man andere täuscht und manipuliert, doch sie können nicht begreifen, warum sie sich dazu hingezogen fühlen. Weil sie an sich und ihren Taten nichts Falsches finden, versagen sie ausserdem in der Therapie. Will man sein Verhalten verbessern, so muss man die Einsicht in seine Mängel und den Wunsch, sich zum Besseren zu verändern, haben; insbesondere zum Wohle derer, die einem etwas bedeuten. Psychopathen fehlen solche Anreize. Sie leben nur zum eigenen Vergnügen.

Psychopathen unterhalten sich mit “tollem und nicht einladendem Benehmen”, wie Cleckley es nennt. Verschiedene Süchte (Sex, Drogen und/oder Alkohol) machen dieses noch schlimmer. Süchte kommen bei Psychopathen ziemlich häufig vor, hauptsächlich wegen ihrer schwachen Impuls-Beherrschung und ihrem Bedürfnis nach konstanter Spannung. Psychopathen blühen auf bei Sittenlosigkeit und Grenzüberschreitungen. Nachdem sie sich eine Zeit lang mehr oder weniger normal verhalten haben, können sie Knall auf Fall ungestüm und ungezogen werden: Sich die Hose in der Öffentlichkeit herunterziehen, ihre Ehefrau schlagen oder ohne Provokation eine Prügelei beginnen. Cleckley schreibt des Weiteren, dass Psychopathen “selten Selbstmord begehen”. So wie sie nicht fähig sind, Zufriedenheit tief zu empfinden (welche für die meisten Menschen vom Führen eines ordentlichen Lebens und von der Liebe, die man seiner Familie und seinen Freunden entgegenbringt, herrührt), so sind sie auch nicht fähig, Traurigkeit tief zu empfinden (welche manche Menschen in den Suizid treibt).

Cleckley und Hare bemerken beide, dass bei Psychopathen “das Sexleben unpersönlich, trivial und dürftig eingebaut ist“. Jedoch können Psychopathen manchmal intensive “Zuneigung” (ohne sich emotional verbunden zu fühlen) verspüren. Einige von ihnen sind von einer solch zwanghaften Schwärmerei erfüllt, dass sie ihre Zielpersonen sogar für längere Zeit stalken können. Doch dieses Verhalten steht nicht in Verbindung mit einem echten Gefühl der Liebe oder auch nur mit Verliebtheit. Vielmehr stammt es von einem Gefühl des Anspruchhabens auf Besitz. Psychopathen glauben, dass es ihr Recht sei, die Frauen, die sie im Augenblick gerade begehren, zu besitzen. Und sie glauben, dass es ihr Recht sei, diese wieder fallen zu lassen, sobald sie sie nicht mehr wollen. Im Allgemeinen dienen sexuelle Beziehungen für Psychopathen als Befreiung und als eine Form, Kontrolle über andere auszuüben. Sie dienen nicht dazu, mit einem anderen Menschen eine Verbindung einzugehen, welche mit der Zeit eine gegenseitige emotionale Verbundenheit und beiderseitige moralische Verpflichtungen miteinschliesst.

Und zum Schluss: Psychopathen sind bekannt für ihr “Versagen beim Verfolgen eines Lebensplans”. Nur wenige Psychopathen sind sehr ehrgeizig. Und noch weniger werden mächtig oder berühmt. Denn den meisten fehlt die Geduld, bedeutende Ziele, die Hingabe und harte Arbeit verlangen, zu verfolgen. Stattdessen gehen sie von einem kurzzeitigen (und üblicherweise destruktiven) Zeitvertreib zum anderen, auf der Suche nach etwas, das ihr tiefgreifendes Gefühl der Langeweile verringert.

Claudia Moscovici, psychopathyawareness.wordpress.com (engl.)

Was denkt Ihr über die Merkmale, die Claudia Moscovici beschrieben hat? Kommentare sind willkommen!

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43 Antworten zu Woran man einen Psychopathen erkennt

  1. O. Wessel schreibt:

    Erstmal möchte ich sagen, dass es gerade für mich als Mann sehr schwer ist mich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Ich hätte nie gedacht, dass ich das irgendwann mal tun müsste und solche Seiten wie diese sind eine sehr große Hilfe um das Erlebte zu verarbeiten. Noch stehe ich ganz am Anfang der Verarbeitung weil ich mich erst vor kurzem von so einem Menschen getrennt habe. Ich war sechs Jahre mit meiner Frau zusammen. Die ersten eineinhalb Jahre war alles so toll und wir haben alles zusammen gemacht. Es war wie im Märchen. Doch nach der schönen Zeit wurde alles ganz anders. Alles wurde nach und nach einseitig. Wir haben immer weniger gemeinsam gemacht und nichts war mehr so wie früher. Ich wurde immer depressiver und wusste nicht warum. Nach mehreren Versuchen mit Therapeuten und Klinikaufenthalten konnte mir nicht wirklich jemand helfen. Meine Frage des warum blieb also unbeantwortet bis ich auf einen Artikel des Psycho Sadisten gestoßen bin in dem ich mein Leben mit meiner Frau wiedergefunden habe. Es war sozusagen wie eine Offenbarung. Ich bin sehr kritisch was Informationen im Netz angeht aber nachdem ich so viele Informationen gelesen habe war für mich tatsächlich klar, dass es sich bei meiner Frau um eine psycho Sadistin handelt. Ich kann wirklich nur dazu raten sich von so einem Menschen sofort zu trennen. Es ist leicht gesagt, dass weiß ich selber aber ich stand nicht nur einmal davor mit einen Strick zu nehmen (und das im wahrsten Sinne des Wortes). Ein zweiter sehr wichtiger Tip ist, macht das nicht alleine ! Immer und immer wieder wird man erinnert und fühlt sich trotz allem was passiert ist zu diesem Menschen hingezogen und der Drang zum Telefon zu greifen ist extrem groß. Menschen, die so was noch nicht erlebt haben können das nicht nachvollziehen. Ich könnte hier jetzt noch so viel schreiben doch das würde den Blog sicherlich sprengen. Ich wünsche nur jedem einen riesen Bogen um einen psycho Sadisten zu machen.
    LG O. Wessel

    • Mona schreibt:

      Hallo
      Auch och bin Opfer eines..bzw. mehrerer Psychopaten. Nachdem ich es schaffte mich zu trennen..wurde mir erst bewusst was da passiert war…bis hin zur Instrumentalisierung von Minderjaehrigen. Bin jetzt in Behandlung..mein Selbstbewusstsein ist am Boden. .
      Hier war ausser meinem Ex noch seine Eltern. ..Tante cousone ..Bruder..Onkel am Werk. .

  2. Miracel schreibt:

    Über diesen Artikel habe ich erstmalig verstanden was mein Ex-Freund war. Mir hilft es, wenn ich es zuordnen kann, wenn ich weiß, dass ich nicht allein damit bin. Vielen Dank für diese sehr gute Zusammenfassung. Ich würde diesen Text so gerne meinem Ex offiziell widmen, aber das interessiert ihn ohnehin nicht, weil er viel zu überzeugt von sich ist.

    • Ein lieber Mensch schreibt:

      Sei bitte sehr vorsichtig mit Küchenpsychologie, die heute in reißerischer Weise mehr und mehr zunimmt.

      Gequälte Seelen fangen irgendwann an zu diagnostizieren.

      Sei froh, dass Du den Absprung aus einer Beziehung geschafft hast, die Dir nicht gut tut und lass alle Spekulationen, die Dich nur in diesem Thema festhalten, einfach beiseite.

  3. Sigrid Kugler schreibt:

    Ich war erschüttert über das , was ich las. Es entspricht meiner Meinung, dass die psychologischen
    Klappen“ Verleumdungskategorien „sind, alle irgendwie „Etikettierten“ sollen nur Negatives an sich
    haben, wovon sich die fette, gedeihliche Zucht des Mittelmäßigen , Normalen, Durchschnittlichen
    angeblich positiv abhebt. Psychologen und Psychiater glauben ja an ihre eigenen Schubladen, die
    ihnen vom National Health Institute der USA schon seit letztem Jahr verboten worden sind. Die
    Wissenschaft wurde in eine Krise gestürzt, aber sie hält immer noch ihre alte Macht vor. Die
    Psychologie sucht neue Kriterien, kein Mensch hat in einer Schublade Platz.
    Ich glaube der Autorin kein Wort, sie will „Popanze“ aufbauen. Ich fällte ein vernichtendes Urteil:
    populärwissenschaftlich, Vorurteile bedienend!

    • Ex-Opfer schreibt:

      Sie sind in diesem Forum falsch. Ihr Urteil interessiert mich nicht, es zeigt mir nur, dass Sie keine Ahnung haben.

    • lassie schreibt:

      Frau Kugler,
      es ist in der Tat schwer nachzuvollziehen, was Menschen, die hier ihre Erlebnisse schildern – und für diese Menschen ist dies Forum gedacht! (..und eben nicht für die immer wieder mit Penetranz hier auftretenden „Trolle“- auf die sollte man gar nicht reagieren, denn das wollen sie ja nur, da sie in diesem Krankheits-bzw. Störungsbild verhaftet sind und sich nur diebisch grinsend freuen möchten) – nein… ich meine all DIE Menschen (Opfer von Psychopathen), die dieses Forum als Informationsquelle und vor allem zur Frischezufuhr von Lebensenergie nutzen wollen. –
      Und…Frau Kugler…ohne deren Erfahrung kann es niemand nachvollziehen (Sie auch nicht!!), was in Wahrheit erlebt und durchgemacht wurde! Da Sie, Frau Kugler, keine Betroffene zu sein scheinen (es spricht aus ihrem Schreiben), haben Sie einfach auch nicht das Recht, hier pseudowissenschaftliche Ergüsse von sich zu geben. Sie sollten es aus dem Grunde einfach sein lassen.

      lassie

    • Gwendolin schreibt:

      Danke an Lassie und Ex-Opfer für die klaren Worte an Frau Kugler. Als ich deren Beitrag las, fühlte ich mich gleich noch mal verraten und mißbraucht. Dieses Forum hier ist mir eine große Hilfe weil ich ich bei ganz vielen hier lese, was sie mitgemacht haben oder noch mittendrin sind und wie sie sich fühlen. Das kann glaub ich niemand verstehen, der selbst nie in solch einer Lage war. Ich glaube auch, dass auch viele Psychologen/Psychiater das nicht wirklich nachempfinden und verstehen können, wenn es nicht gerade deren Spezialgebiet ist. Die Übersetzungen von Claudia Moscovici sind sehr gut geschrieben und bringen die Dinge auf den Punkt. Ich fühle mich nicht mehr als allein auf weiter Flur und selbst schuld. Das Verhalten der Psychopathen hat System und man hat keine Chance, aber da muss man erst mal dahinter kommen. Ich hatte bisher noch keine Hilfe von Fachleuten. Die gingen immer von Partnerschaftsbeziehungen aus, wo mit miteinander reden letztendlich alles geregelt werden kann. Das es Menschen gibt, wo das einfach nicht funktioniert, kommt bei den meisten Psychologen nicht vor. Die gehen vom Normalfall aus und ignorieren völlig, dass es auch Ausnahmen gibt. Ich befürchte fast, viele wissen selbst nicht Bescheid über dieses Spezialgebiet. Hilfe empfinde ich wirklich beim Lesen in diesem Forum, weil Jede(r) weiß, wovon der andere redet und wie einem das an die Substanz geht. Man ist in seinem Umfeld ja häufig allein, weil die Psychopathen derartig gute Blender und Schauspieler sind und zu Personen im Umkreis durchaus charmant, hilfsbereit und derart überzeugend sind, dass niemand auf die Idee kommt, mal die Worte und die Taten miteinander zu vergleichen. Dann könnte man schon feststellen, dass da vieles nicht übereinstimmt. Aber Personen, die vom Psychopathen noch gebraucht werden, werden von diesem ja auch durchaus fair behandelt, bis er sie nicht mehr braucht…Solange glauben die anderen, man sieht das überspitzt oder ist überempfindlich oder glauben, dass man psychisch von der Rolle wäre. Was man dann auch irgendwann ist, aber völlig begründet bei den Dingen, mit denen man ständig konfrontiert ist.
      Leute, die nicht betroffen sind, sollten sich hier raushalten mit ihrem Halb- oder besser Nicht-Wissen und uns nicht noch als Verleumder darstellen. Also, Frau Kugler, tschüss.

    • Aniela schreibt:

      Liebe Sigrid,
      offensichtlich bist du noch nie in die Fänge eines Psychopathen geraten. Das freut mich sehr für dich, denn ich habe ein gemeinsames Kind mit Einem und ich sage dir, alles aus dem Artikel trifft EXAKT auf ihn zu. ALLES!!! Leider. Aber solche Artikel helfen Betroffenen wie mir unheimlich. Und leider gibt es sie, die ungeliebten Schubladen, deren Existenz man lieber leugnen möchte. Sicher nicht alle, aber einige schon.

    • franziska schreibt:

      So einen Schwachsinn habe ich noch nie gelesen.

    • Elisa schreibt:

      Ich wünsche Sigrid Kugler, es mal mit einem Psychopathen zu tun zu haben.

  4. Jess schreibt:

    Mich würde mal interessieren, warum es so viele Soziopathen gibt . Welche Ursachen könnten in Frage kommen. Wer kann etwas zur Kindheit, Gewalterfahrungen seines psychopathischen Familienmitglieds sagen ? Mein Mann wurde beispielsweise von seinem bösartig narzisstiscgen Vater geprügelt, so auch seine Geschwister. Und er musste mit ansehen, wie seine Mutter geschlagen wurde.
    Mich interessiert sehr, ob da meist so ein seelisches Trauma vorliegt. Ich weigere mich immer noch zu glauben, dass so viele Menschen dies als angeborene „Behinderung“ mit auf die Welt bringen. Unser Gefühlsleben macht doch den Menschen aus. Haben diese Menschen alle aus irgendeinem Grund ihren Gefühlsanteil abgespalten und der wartet jetzt quasi irgendwo, gut zugemauert, dass man ihn zurückholt ?
    Mich erschreckt doch sehr, wie viele Menschen scheinbar mit Psychopathen zu tun haben. Meine Ehe schien mir als ein Einzelfall ohne Vergleich. Aber da hab ich mich sehr getäuscht.
    Würde mich interessieren, ob jemand Hinweise auf weitere traumatische Erfahrungen solcher Menschen hat. Wie extrem müssen die Erfahrungen sein, dass man sich selbst quasi abtötet.
    Ich selbst habe eine nicht ganz einfache Kindheit gehabt. Dennoch kann ich weiterhin Mitgefühl und Emotionen fühlen. An welcbem Punkt wird ein Mensch endgültig gebrochen und ist dann ein emotionales Wrack ? Gibt es Forschungen dazu ? Die Indianer z. B. glauben ja, dass man so einen abgespaltenen Seelenanteil durch schamanische Rituale zurückholen kann. Das finde ich sehr spannend…

    • efemeris schreibt:

      Hallo Jess, ob man es persönlich glaubt oder nicht, es gibt tatsächlich wissenschaftliche Beweise, dass solche Menschen (Psychopathen) geboren worden sind. Ich kann Dir das Buch von Dr. Robert Hare „Without Conscience“ empfehlen. Die Deutsche Version des Buches heisst „Gewissenlos – die Psychopathen unter uns“. Er beschreibt diese Beweise sehr ausführlich. In seinem Buch „Snakes in Suits – when psychopaths go to work“ Dr. Paul Babiak beschreibt ausführlich den Unterschied zwischen Psychopathen und Soziopathen. Soziopathie ist kein formeller psychiatrischer Zustand. Soziopathen werden mit Gewissen geboren und dessen Gewissen kann sehr gut entwickelt sein. Dazu haben sie normale Kapazität für Empathie, Schuldgefühl und Loyalität aber dessen Sinne zu unterscheiden was Richtig und was Falsch sei ist auf die Normen und Erwartungen der Subkulturen oder Gruppen basiert zur welchen sie zugehören. Das bedetutet zB, dass, wenn eine Subkultur oder Gruppe das Klauen, Alkohol- und Dorgensucht für richtig hält, so werden die Soziopathen diese „Normen“ für richtig halten. Viele Kriminelle können als Soziopathen bezeichnet werden. Somit hat die Soziopathie mehr Ähnlichkeit mit der Antisozialen Persönlichkeitsstörung als die Psychopathie. Der Unterschied zwischen APS und Psychopathie liegt darin, dass die psychopathische Eigenschaften wie Absenz von Empathie, Grandiosität und oberflächliche Gefühle nicht in der Eigenschaften der ASP zu finden sind.

  5. Sven schreibt:

    Der Satz „Psychopathen zeigen ein schlechtes Urteilsvermögen und können nicht aus Erfahrungen lernen.“ gehört wohl in das Land der Märchen. Psychopathen gelten als überdurchschnittlich intelligent und sind sehr wohl in der Lage zu Urteilen und zu lernen- wie so ziemlich jedes menschliche Lebewesen.

    • Jess schreibt:

      Sie sind sogar sehr intelligent. Aber dazulernen aus der Erfahrung tun sie nicht. Wollen sie auch nicht. Sie tun immer das, worauf sie gerade “ Bock“ haben und wo ihre Sucht sie gerade hin treibt. Ob sie damit schon einmal auf die Nase gefallen sind, interessiert sie nicht. Sie vertrauen auf ihre Gerissenheit, sich aus jeder Situation geschickt wieder befreien zu können. Sie sind suchtgesteuert undvöllig grössenwahnsinnig. Das erstaunliche dabei ist, dass sie tatsächlich meist wieder ungeschoren davonkommen, weil sie sich niemals etwas vorwerf

      Nach meiner Erfahrung werden sie immer wieder alkoholisiert Auto fahren
      , immer wieder ihre Frau betrügen, obwohl sie schon mal
      „Unannehmlichkeiten“ deswegen hatten. Es ist ein Spiel. Sie sind stolz, sich immer wieder selbst herauszupauken. Sie erzählen jahrelang witzige Anekdoten über die gefährlichen, brenzligen Situationen in ihrem Leben. Sie tun es immer wieder ! Es ist besser, als die gähnende Langeweile, die in ihnen wohnt. Das Leben der Menschen , die anständig und geordnet leben, bezeichnen sie als armselig. Mein Mann sagte immer: “ Die Leben doch , wie die Kühe auf der Weide“. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass „normale“ Menschen ein glückliches und erfülltes Leben führen.

  6. wolfgang74 schreibt:

    Ich denke es gibt auch erfolgreiche Psychopathen! Warum sollen alles nur Schafe sein? Wie dumm!!

    • Zornig schreibt:

      Das sind alles andere wie Schafe…. das sind in Schafsfell verpackte Wehrwölfe…..

  7. Debusolat schreibt:

    Seit etwas über 2 Jahre bin ich in einer Beziehung ..ich fürchte ,dass ich in einer Beziehung mit einem Menschen den solche Behinderung hat…Leider..ist für mich sehr schwer auf Deutsch zu schreiben..
    Wir sind 2 Mal bei eine Ehe Beratung gewesen..aber er scheint für alle Leute ein sehr charmanten Mann..Ich habe den nächsten Termin nur am Februar bekommen..und zwar ein einzel Gespräch..nach meinem Wünsch.Ich fühle mich in einem Teufel Kreis.
    Die Frage ist..es konnte diese Krankheit oder Behinderung von einen Psychotherapeut erkannt werden(ohne andere Untersuchungen )?
    Danke im Voraus!

    • Jess schreibt:

      Das ist unwahrscheinlich. Es sei denn Du beschreibst die Symptome einem Therapeuten mal im Einzeltermin. Aber nach meiner Erfahrung halten die sich mit Diagnosen über nicht anwesende Personen immer zurück. Und mein Mann hat selbst eine Therapeutin noch manipuliert, weil er genau wusste, was er sagen muss, um als armes Opfer und netter Mensch dazustehen, der es doch so schwer hat und doch alles dafür tun will, damit seine Frau glücklich ist. Er macht ja sogar eine Therapie …Einer Paartherapie hat er sich allerdings verweigert, aus gutem Grund , würde ich behaupten.

  8. mitmirnichtmehr schreibt:

    Ja, solange ein „Freund“ dem Psychopathen hilfreich erscheint, tut er einiges um seinen guten Ruf als netter, hilfsbereiter und charmanter „Mensch“ aufrecht zu halten. Sobald man einen Psychopathen kritisiert oder ihm als nicht mehr nützlich entwertet wird, wird man eiskalt fallen gelassen.

    • Zornig schreibt:

      Stimmt, wie ein Sack alter Kartoffeln wird man in die Ecke getreten, nichts mehr wert, nichts mehr zu holen – also ab damit. Egal was vorher war – dann ist nichts mehr. Absolut, rein gar nichts……..

  9. Eli schreibt:

    ich möchte erwähnen, dass Dr. Martha Stout keine Expertin in Sachen Psychopathie ist. Laut ihren Berichten hat sie ca. 20 Jahre lang die Antisoziale Persönlichkeitstypen (ASPD) studiert. Die ASPD ist nicht gleich Psychopathie wie die APA sie deklariert (und auch keine Soziopathie). Die Karakteristiken der ASPD sind nicht auf Persönlichkeit sondern auf das Benehmen der Betrofenen basiert. Die Psychopatie ist die schwerste Form einer Persönlichkeitsstörung und somit keine Unterform der ASPD. Leider versteht die APA dies noch nicht trotz allen Bemühungen seitens Dr. Robert Hare.

    • lassie schreibt:

      Warum ist Robert Hare`s Internetseite „aftermath psychopathie“ nur in englischer Sprache?

    • Eli schreibt:

      @lassie

      Hallo lassie,
      Dr. Robert Hare´s website ist leider nicht in andere Sprachen übersetzt worden. Diese dient aussschliesslich kanadischen und US-amerikanischen Opfern von Psychopathen.
      Vielleicht, in naher Zukunft, wird jemand im deutschprachigen Raum eine solche Internetseite eröffnen.

    • lassie schreibt:

      @Eli
      Ich hoffe es. Sonst wird hier im deutschsprachigen Raum das Garn nicht mehr zu einer Garnrolle aufzurollen sein; denn so viel „Durcheinander“ in den Punkten, was Psychopathie IST u. was eben NICHT, wird dies Konglomerat an Wissensfäden nicht mehr zu einem logisch und nachvollziehbaren Ganzen abbilden können.-
      Trotzdem:
      Sind die Auswirkungen der ASP und die der Psychopathie nicht nahezu identisch? Ist das eine aber eine Krankheit mit beträchtlicher Auswirkung auf die Außenwelt, während das Andere jedoch eine auf die Menschheit maximal sich zerstörend auswirkende Form derselben –?

    • Mark schreibt:

      Hallo Eli und lassie,
      Zu Beginn und gegen Ende des Videos werden die 3 Begriffe klargestellt:

    • Eli schreibt:

      @lassie

      du hast es ganz gut zusammen gefasst. Genau diese „Feindseligkeit“ und Meinungsverschiedenheit zwischen „Experten“ bringen so viele Verwirrungen unter uns Betroffenen und Menschen, welche keine entsprechende Ausbildung in der Psychologie und Psychiatrie haben. Die ASP wird als Personlichkeitsstörung diagnostiziert was sehr falch ist. Die ASP Merkmale sind nicht auf die Persönlichkeit sondern auf das Benehmen der betroffenen basiert. Die Psychopathie hingegen ist die schwerste Form einer Persönlichkeitsstörung dessen Merkmale auch die Merkmale der ASP enthalten, d.h. die Psychopathen neigen zu antisozialem Verhalten und verkehren in solchem Umfeld um. Wenn sie ein solches Umfeld nicht finden, dan kreieren sie ein solches in welchem slebstverständlich sie selber Herschen und keine soziale Normen, bzw. gerechte soziale Regeln enthalten . Es kann eine Beziehung sein, am Arbeitsplatz, in der Politik und überall wo sich Psychopathen aufhalten.

    • Mark schreibt:

      sorry, wenn ich als Lehrmeister auftrete, doch:
      Antisoziale Persönlichkeitsstörung hat die Abkürzung APS (PS steht in allen Abkürzungen für Persönlichkeitsstörung, vgl. NPS)
      Grüsse

  10. lichtblick schreibt:

    Wie man Psychopathen erkennt?

    Was mir als erstes Indiz auffällt:
    Psychopathen geht es nie wirklich um die Sache, nirgends.
    Und in Diskussionen neigen sie dazu emotional abzulenken z.B. durch Beleidigungen oder nonverbal z.B. durch blöde Mimik.

    Nie um die Sache: Da sind in unserer Gesellschaft schon sehr viele Menschen deren Propaganda und Manipulation zum Opfer gefallen. Es wird oft vorgegeben der einzige Zweck von Arbeit oder einer unternehmerischen Betätigung sei es so viel Geld wie möglich zu machen, das ist psychopathisch.
    Oder wenn ein Psychopath oder eine Psychopathin dich heiraten will, dann nicht deshalb weil er dich liebt, denn dann bräuchte man es nicht zu tun. Lieben kann man auch ohne Trauschein.

    Und noch etwas: Man darf Psychopathie nicht mit hoher Intelligenz verwechseln. Hochintelligente sind auch schnell gelangweilt und nicht an monotoner Arbeit oder öden Beziehungen interessiert.

    Ansonsten ist Hares Checkliste noch immer das Beste um sie zu identifizieren aber ich meine das 25 Punkte ausreichen in Deutschland um als Psychopath zu gelten.

    Übrigens sehe ich Psychopathie nicht als Krankheit, es ist eine angeborene emotionale Behinderung, so wie es auch geistig oder körperlich Behinderte gibt und das versuchen sie zu verbergen.
    Das heisst aber nicht, dass nicht auch normale Menschen dieses Verhalten annehmen können. Sehr oft wird man bei uns sogar daraufhin konditioniert, manipuliert und indoktriniert oder gar gezwungen, da wir von diesen gewissenlosen Psychopathen beherrscht werden, leider.
    Und das ist nicht einmal besonders gut, für die ganze belebte Welt nicht.

    • Meister schreibt:

      Es unterscheidet sich von einer Behinderung dadurch, dass sie meist nicht behindert, ganz im Gegenteil…

  11. Lesslie schreibt:

    erkennepsychopathie zitat „Etwas Positives über meinen Vater ist, dass er immer sehr fleissig war und gute Arbeit abgeliefert hat (ziemlich untypisch für P.).
    Was denkt Ihr?“

    Ob das untypisch ist, kann ich noch nicht beurteilen. Der P.- Vater meines Freundes ist wie deiner ebenfalls extrem fleissig. Auch jetzt noch im Ruhestand. Er tut vor allem viel „für“ seine Kinder. Das hat sicher viel damit zu tun, dass er die Kontrolle über seine Familie behalten will. Immerhin gilt es, heftigste ich nenns mal „Familiengeheimnisse“ zu übertünchen.

  12. Diana schreibt:

    Ich lebte sechs Jahre mit einem, wie ich jetzt weiss, Narzissten zusammen. Vor zwei Jahren habe ich mich umfassend informiert über unfassbare Verhaltensweisen meines Partners, mir und meinen Kindern gegenüber. Diese Plattform bietet übersichtliche und klare Erkennungszeichen für Betroffene, die auf der Suche nach dem Unerklärlichem in ihrer Beziehung sind. Da die Umgebung der Opfer, so auch bei mir, von diesem Menschen mamipuliert wird, gibt es im engsten Kreis kaum Hilfe. Dazu kommt, dass die (Psychische-)Gewalt oft versteckt, im verborgenem geschieht. Nach aussen verstehen es diese Menschen ein perfektes Bild von sich aufrechtzuerhalten.
    Ich habe mich getrennt aber auch dies läßt dieser Mensch nicht zu. Er läßt mich nicht los, ist Prozesssüchtig (obwohl er alle Prozesse verliert). Schlimm ist in diesem Zusammenhang der Briefwechsel den er mit verschiedenen Instutitionen führt, in denen er Lügen und Verleudmungen über mich verbreitet. Vieles davon kann ich nicht als Lüge enttarnen weil vieles im zwischenmenschlichen Bereich gesagtes, getanes und erlebtes nicht beweisbar sind. Er trifft genau meine wunden Punkte. Wenn ich ihm als Opfer entgleite muss er zerstören in rasender Wut.
    Vor Gericht, nachdem er wiedermal einen Prozess verloren hat, habe ich ihn angesprochen doch nun endlich mal Ruhe zu geben. Jeder führe doch schließlich ein neues Leben, er sogar mit einer neuen Partnerin. Er antwortete: „Ich habe kein Leben“
    Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

    • Nina schreibt:

      Liebe Diana, bitte erzähle mir mehr, denn ich bin gerade am Beginn Deines Weges und könnte Rat gebrauchen. Danke, Nina

  13. Unterm Strich nehmen Psychopathen mehr als sie geben. Ich halte meinen Vater für einen Psychopathen und wenn ich seine Bilanz ziehe, komme ich auch zu diesem Ergebnis. Etwas Positives über meinen Vater ist, dass er immer sehr fleissig war und gute Arbeit abgeliefert hat (ziemlich untypisch für P.).
    Was denkt Ihr?

    • Meister schreibt:

      Ich denke, dass das überhaupt nicht untypisch sein muss. Auch wenn man als Psychopath häufig Langeweile hat oder keine Motivation, Verantwortung zu übernehmen findet, so ist man gerade als Psychopath meiner Meinung nach durchaus in der Lage, seine Ziele effizient zu verfolgen. Auch wenn diese selten besonders langfristig sind…
      Auch kann ein Psychopath Spaß an etwas finden…. wenn es abwechslungsreich war.

    • elly schreibt:

      Zumindest Narzißmus und Arbeitswut vertragen sich gut. Kommt die Arbeitswut beruflich klug eingesetzt doch den angestrebten Allmachtsphantasien entgegen. Außerdem kann sie die innere Leere so schön füllen… 😉

  14. Sven Gerd Schumacher schreibt:

    Gibt es denn nicht etwas positives bei diesen Menschen?

    • Meister schreibt:

      Gnadenlose Effizienz. Um nur eine zu nennen. Außerdem muss nicht jeder Psychopath all das nach außen tragen, da schließlich auch die Fassade gewahrt werden muss. Der Psychopath ist meist zufrieden mit sich (meist unglaubliche Narzissten). Das ist ziemlich positiv zu betrachten. Kein P. sieht es als problematisch an, keine Emotionen für andere Menschen zu hegen…

    • MyMind schreibt:

      Wir sind auch sehr loyale und vor allem hilfreiche Freunde.

    • Zornig schreibt:

      Doch, gibt es , auch sie springen irgendwann in die Kiste……

    • Jess schreibt:

      Ein Leben mit ihnen ist niemals langweilig. Und wenn man finanziell nicht abhängig von ihnen ist und keine Kinder mit ihnen hat (Verantwortungsgefühl ist niemals vorhanden), dann kann man sich eine sehr nette, lustige, abenteuerliche und unkonventionelle Zeit mit ihnen machen. An einer Beziehung mit Tiefgang sollte man freilich kein Interesse haben, wenn man sich mit ihnen amüsieren will.
      Sie können einen eine Zeit lang aus der eigenen Lethargie reissen. Nur leider wirds dann irgendwann gefährlich…

    • Jess schreibt:

      Ich finde übrigens diese ganze Begriffsspalterei auch etwas unsinnig. Wie auch im obigen Video erklärt, würde ich nur Narzissten deutlich von Psychopathen/Soziopathen und APS Betroffenen abgrenzen. Denn Narzissten leiden durchaus unter ihrer Beziehungsunfähigkeit. Was man von den anderen Störungen ja nicht behaupten kann. Wenn auch Psychopathen immer auch narzisstische Züge haben, so ist doch deutlich, dass bei allen drei Bezeichnungen APS, Psycho- und Soziopathie das Merkmal der gewissenlosen Empathielosigkeit vorherrschend ist und das allein ist doch schon das Entscheidende.Das macht sie doch so gefährlich. Und alle anderen Merkmale gehen irgendwie fliessend ineinander über, je nach Ausprägung, Veranlagung etc. Deshalb ist es ja auch so schwer, selbst für Psychologen/Psychiater, sich da auf bestimmte Begriffe zu einigen. Wahrscheinlich wird ein normal fühlender Mensch sich sowieso nie vollständig in solche Menschen hineinversetzen und daher auch nicht bis ins Letzte analysieren können. Dazu reicht unser Vorstellungsvermögen wahrscheinlich gar nicht aus. Oder kann sich da jemand komplett reinfühlen ? Bei mir entsteht immer wieder nur absolute Fassungslosigkeit über eine derart eiskalte Ignoranz.

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