Psychopathie und Sadismus

An die Besucher, die über das Trennungsforum auf diesen Blog gekommen sind: Ich will in meinem Blog das Thema Psychopathie von verschiedenen Blickwinkeln aus beleuchten. Es kann sein, dass dieser Artikel den einen oder anderen von Euch etwas irritiert. Es wird halt wieder ziemlich düster. Entschuldigung bitte dafür…

Eine Übersetzung eines englischen Posts von psychopathy101 (psychopathy101.wordpress.com). Alle Links führen zu englischsprachigen Sites, ausser zwei im Anhang:

Konsequent ein „Opfer“ aufs Mal, es sei denn, sie verfügen über eine Machtposition, die ihnen das „Vergnügen“ gibt, die Leben von vielen zu manipulieren, betrügerisch zu schädigen und zu zerstören. Ja, Sie haben richtig gelesen: Mit Vergnügen das Leben eines anderen zerstören – das ist der Psychopath: Ein Mensch voll von unvorstellbarem Neid, Hass und Verachtung für andere. Wer noch nie auf eine solche Person getroffen ist, wird grosse Mühe haben, zu verstehen oder gar zu glauben, dass es tatsächlich Leute gibt, die es geniessen, einen anderen Menschen zu verletzen, in den Selbstmord zu treiben (Mord durch Suizid Hier) oder zu töten.

Also, sind nun Psychopathen Sadisten? Kurzantwort: Ja. Jeder, der mit einem Psychopathen zusammengestossen ist, wird das bestätigen. Und jetzt haben wir sogar den „Bildbeweis“, dass sie es geniessen, andere zu verletzen. Hier [und Hier] Im Jahr 2008 schrieb Dr. Liane Leedom einen exzellenten Post über Psychopathie und Sadismus Sadism and warped empathy in sociopaths. Darin schrieb sie bezüglich Psychopathen und Sadismus: „In der Tat scheinen sie das Zufügen aller Arten von Schmerz (Leid) zu geniessen.“ Weiter schrieb sie: „Den Genuss am Verletzen einer anderen Person nennt man Sadismus. Der Begriff Sadismus wird gewöhnlich verwendet, um den Genuss am körperlichen Schmerz eines anderen zu benennen. Wie dem auch sei, Soziopathen [Psychopathen] geniessen es, anderen alle Arten von Leid zuzufügen. Dazu gehören auch finanzielles, emotionales, psychologisches und soziales Leid.“ Dr. Leedom fasst es so zusammen: „Das Geschäft der Soziopathen ist es, Menschen auf nichts zu reduzieren, und bei Erfolg glorreiche Selbstbestätigung zu erfahren.“ Lesen Sie Dr. Leedoms Post, Hier

Es geht immer nur um Macht und Kontrolle über andere. Der „Mobber“ (in der Schule oder am Arbeitsplatz) beispielsweise stiehlt dem „Opfer“/Ziel Macht, indem er hinter dessen Rücken boshafte und unwahre Gerüchte verbreitet. Hier ist ein interessanter Post über den psychopathischen Chef; Traumatic Bonding with Corporate Psychopaths (Office Stockholm Syndrome) Hier, eine Wiederholung eines früheren Posts (Video), Corporate Psychopaths (2005) Hier Der psychopathische Partner nimmt Macht weg, indem er beispielsweise Psychospiele treibt und/oder körperliches Leid zufügt. Über schädliche psychopathische Beziehungen; When You Love Your Abuser: Stockholm Syndrome and Trauma Bonds (15. März 2011) Hier Mit Blick auf Psychopathen an der Macht; Truth to Power: Psychopaths Rule Our World Hier Why Does the World Feel Wrong? Hier und Alan Watt ‘Cutting Through The Matrix’ Hier

„Insgesamt deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass Psychopathen mit grösserer Wahrscheinlichkeit als andere Straftäter aus dem Leiden anderer Vergnügen beziehen können.“

Handbook of Psychopathy, p. 487

„tatsächlich ist da ein Vergnügen, wenn ein anderer leidet“

Conceptualization of hostile psychopathy and sadism: Drive theory and object relations perspectives. Hier

„Vergnügen am Betrügen –  mit Lügen und Tricks ein Opfer hereinlegen. Die Freude an der Täuschung‚ am Schmieden von geheimen und hinterhältigen Plänen und am Verrat. Das führt zu: Die ‚Kontrolle’ haben.“ Hier

In Bezug auf Psychopathie und Sadismus hat Dr. J. Reid Meloy 1997 den folgenden Artikel veröffentlicht The Psychology of Wickedness: Psychopathy and Sadism Hier Darin stellte er fest: „Ein Teil der Psychodynamik von Psychopathen bringt uns dem näher, was wir als deren Böses (oder deren Wunsch, das Gute zu zerstören) sehen. Psychopathen sind aggressiv narzisstisch. Und dieser Aspekt ihrer Charakter Pathologie drückt sich im Verhalten oft aus durch wiederholte Abwertung von anderen; nicht vorherrschend in der Phantasie wie bei der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung, sondern in der Realität. Psychopathen tun dies hauptsächlich aus zwei Gründen. Erstens: Um ihre Grandiosität oder ihr Gefühl, überlebensgross zu sein, zu wahren. Und Zweitens: Um gefühlte Kränkungen und emotionale Wunden zu kurieren, indem sie sich an denen, die sie für verantwortlich halten, rächen. Diese ständige Abwertung von anderen, die von mündlichen Beleidigungen bis zum Serienmord reichen kann, dient auch dazu, Neid zu vermindern (Neid wurde abgehandelt von Klein und kürzlich erforscht von Berke). Neid ist der Wunsch, das ‚Gute’, dass man in anderen wahrnimmt, besitzen zu wollen. Kann das ‚gute Objekt’ nicht in Besitz genommen werden, so muss es zerstört oder beschädigt (bis es den Besitz nicht mehr lohnt) werden.“

Bekanntlich hat der Psychopath kein Gewissen, sie empfinden keine Scham und keine Schuldgefühle bei ihren Taten. 2 interessante Bücher Without Conscience: The Disturbing World of the Psychopaths among Us von Robert D. Hare und The Sociopath Next Door von Martha Stout [deutsche Titel siehe Lektüre-Seite]. Doch wie steht es mit dem Einfühlungsvermögen (Empathie)? Unten ein Artikel und eine neue Studie von Interesse;

Psychopathy, Brain Damage And Empathy (26. Jan. 2011) Hier und Dr. Simone G. Shamay-Tsoory’s Studie deutet auf zwei Systeme für Empathie hin;

Two systems for empathy: a double dissociation between emotional and cognitive empathy in inferior frontal gyrus versus ventromedial prefrontal lesions Hier

[auch beim Link von Dr. Leedom weiter oben wird das Thema ‘verzerrte’ Empathie erwähnt]

Jeder, der auf irgendeine Art und Weise mit einem Psychopathen zu tun hatte, weiss, dass sich alles um Macht und Kontrolle über andere dreht. ‚Warum?’ fragst du vielleicht, wenn du nie eine Encounters of the Psychopathic Kind Hier hattest. Nun, ich will es Dr. Melton überlassen, es zusammenzufassen: “Rechtschaffenheit und Gewissenhaftigkeit erinnern ‘Controller’ [auf krankhafte Weise kontrollierende Menschen] an ihren schwersten Charakterfehler. Sie hassen es, an das erinnert zu werden, was ihnen fehlt. Sie hassen diese Qualitäten in anderen, weil ‘Controller’ sie nicht besitzen können. Das ist ein Grund, weshalb sie sich zu Redlichkeit hingezogen fühlen. Doch ihr Interesse fusst im Wunsch zu dominieren oder zerstören. Sie müssen jeden manipulieren, beherrschen oder emotional und psychologisch vernichten, dessen zuverlässiger Charakter sie an ihre eigenen zutiefst selbstgefälligen, selbstsüchtigen und leeren Charakter erinnert.” Hier

“Vergiss nicht: Das Bedürfnis nach absoluter Macht über andere ist ein Hauptmerkmal des Psychopathen.”

Hier

Was können wir also tun, um die Welt zu einem besseren Ort für uns alle zu machen? Etwas was du tun kannst ist, die Fakten zum Thema Psychopathie zu lernen und sie an andere weiterzugeben. Lerne die „Red Flags“ (Warnsignale) und benutze deinen kritischen Verstand. Bewusstsein und Achtsamkeit helfen, ihren Erfolg zu begrenzen.

Interessante Lektüre:

Red Flags: How to Identify a Psychopathic Bond [deutsche Fassung Hier]

Must “win”, no matter the cost (älterer Post) Hier

Unprovoked Aggression: Effects of Psychopathic Traits and Sadism. (2011) Hier

Psychopathic Sexual Sadists – The Psychology and Psychodynamics of Serial Killers Hier

Gas Lighting: Messin’ With Your Mind (2010) [deutsche Fassung Hier]

Characteristics of a Psychopath (fasst es in klaren Worten zusammen) Hier

Victims of Psychopaths Sociopaths Hier

Aftermath: Surviving Psychopathy Hier

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18 Antworten zu Psychopathie und Sadismus

  1. Doch -du kannst helfen !
    Lass ein Opfer bei Dir schlafen-und gib ihm essen.
    Ich wurde vierzig Jahre von meiner Mutter gefoltert.
    Ich habe alles menschnenmögliche getan, um wegzukommen-aber kein einziger Mensch half mir.
    Dabei hätte es nicht viel gebraucht !
    Hätte nur ein Mensch mich 30 Stunden am Stück schlafen lassen, und mir davor ordentlich zu essen gegeben-und wäre dann mit mir zum Anwalt gegangen – ich wäre heute eine glückliche Frau mit drei Kindern.
    Stattdessen bin ich Single-und habe noch nie einen schönen Tag im Leben gehabt -und mir wurden alles Zähne ausgeschlagen -von meinem Sadisten ! Und mir wurde die Brust abgeschnitten !

    Nimm deine Freundin für 14 Tage und stehe ihr bei -bei allem was sie braucht und möchte !
    Dann kann sie ein neues tolles Leben beginnen !
    Dem Täter darf nie und nimmer auch nur irgendetwas geglaubt werden !
    Ein Tipp ist auch,holt Euch einen Privatdetektiv ! Das Amt muss ihn bezahlen-sollte nur ein verdacht bestehen.
    Das Amt muss bezahlen, wenn rauskommt ,der Verdächtige ist ein Psychopath oder Stalker !

    • Denizkizi schreibt:

      Hallo,

      Du bist 39 Jahre alt und wurdest von Deiner Mutter 40 Jahre lang gequält.
      In dieser Zeit hat Dir Dein Freund die Brust abgeschnitten. Ich hoffe, dass Dein Peiniger bestraft wurde.
      30 Tage am Stück schlafen. Wie soll das gehen?
      Dann holt man die Feuerwehr! Warum?
      Normalerweise müsste Deine Mutter und Dein Freund im Gefängnis sitzen. Was helfen da Privatdetektive?

      Wie ich das gelesen habe, standen mir die Haare zu Berge.

      Bitte erläutere Deinen Fall näher.

  2. Angie schreibt:

    Macht und Kontrolle zu haben muss meiner Meinung nach auch sehr anstrengend sein.Man könnte fast Mitleid mit diesen Kontrollfreaks haben.Ich denk allerdings eher an das „Opfer“ Ich vermute z.B.dass eine mir sehr nahestehende Person einem solchen Menschen hörig ist..Ich bin sehr in Sorge .Was kann ich tun ?Wie kann ich helfen?

    • Anja (alias Schattenmeinerselbst) schreibt:

      Hallo Angie!
      Ich persönlich glaube nicht, dass du „helfen“ kannst. In der Blütezeit meiner Beziehung, hätte mir niemand helfen können…ich wollte nämlich eigentlich gar keine Hilfe…ich wollte nur, dass er mich endlich liebt. Ich war taub für gute Ratschläge und gut gemeinte Hinweise!
      Wenn mein Psychopath es etwas geschickter angestellt hätte und die Anteile von „Zuckerbrot und Peitsche“ etwas cleverer und gleichmäßiger verteilt hätte, dann wäre ich heute noch nicht vernünftig und glaub mir, ich hätte alles und jeden für ihn geopfert.
      Ich habe für jedes noch so unmögliche Verhalten irgendwann und irgendwie eine Rechtfertigung für ihn gefunden…denn ich wollte sie finden!
      Man kann nur gesunden, wenn man wirklich selbst erkennt,und zugeben kann dass der Partner ein Psychopath ist.

      Liebe Grüße
      Anja

  3. EuroTanic schreibt:

    siehe auch Artikel zum Thema „Ponerologie und Psychopathie“

  4. Pingback: Freeze und Fragment – mein Schlüsselwort zum Trauma! – Traumafetzen

  5. Judy schreibt:

    Ein wunderschönen guten Abend
    Ich bin zufällig grade auf diese Seite gestoßen,das ist ja wunderbar wie das aus Wikipedia rauskopiert, und bearbeitet wurde.Aber mal zu dem Thema „Psychopath/in“ ,.
    Es ist weitaus was wahres dran das wir Macht oder Kontrolle über andere besitzen wollen, In jeglicher Art und Weise gelingt und dieses auch,Aber nicht JEDER der einer Dis soziale/Antisozialen Persönlichkeit besitzt ist nicht gleich ein Mörder Vergewaltiger.Dazu bin Ich selbst sehr Erfolgreich in meinem Beruf.Das Problem dabei ist man weiß nicht wer oder was man ist…
    Man wünscht sich andere zu verstehen aber es funktioniert einfach nicht weil keinerlei Empathie vorhanden ist.

    Freundlichen Gruß

    • Jane schreibt:

      Ihr kotzt mich an; was habt ihr bloß immer auf dieser Seite verloren? Nochmal in dem Unglück der Opfer weiden? Interessiert hier niemanden, ob du erfolgreich im Beruf bist und verstehen wirst du nie etwas, also goodbye!!!!

    • Judy schreibt:

      Das tut mir Aufrichtig Leid was dir und den anderen widerfahren ist.Jedoch kann ich auf diese Thematik genau so Kommentieren wie du auch!!! Schließlich geht es darum. Nur ich möchte nochmal drauf hinweisen Das nicht jeder so ist..Und ich denke das interessiert sehr wohl jemanden …

      GOODBYE

    • Sarah schreibt:

      Du hast Recht Jane.
      Es ist eine Lüge, wenn Judy schreibt, es würde ihr „Aufrichtig Leid“ tun, oben schreibt sie nämlich das Gegenteil.

  6. josipine schreibt:

    Fuck auf pSychopathen, wenn du Opfer bist dreh den spieß um. Zeig solchen pussys ihre rechnung wartet auf sie! Im leben u danach! Finde das gut was du schreibst.

    • Du hast vollkommen Recht – gute Einstellung.
      Nur Sadisten kann man meist nicht verlassen,wenn man von ihnen abhängig ist. Esssen oder Wohnung.
      Die lassen einem im schlimmsten Fall nicht schlafen-und holen dann immer immer wieder die Feurwehr und lassen einen mit Medis vollstopfen.
      Gibt es hier in Hamburg dutzenmale. Und das bei den guten menschen. Im Milieu ist es nicht mal so krass !

  7. Gorgs schreibt:

    Eine sehr überzeugende Darstellung von Sexismus und Psychopathie

  8. Florian schreibt:

    Sie machen es sich zu einfach sämtliche negative Eigenschaften Psychopathen unterzuschieben und alle in einen Topf zu werfen. Nicht jeder Psychopath ist schlimm oder verhält sich so- das Gehirn ist wesentlich komplexer als es auf diese simplen Sachverhalte herunterzubrechen.
    Ihre genannten Ursachen und Reaktionen scheinen mehr Ihrer Fantasie zu entsprechen als tatsächlicher Personen.

  9. Florian schreibt:

    Ich möchte darauf hinweisen dass Psychopathie wissenschaftlich kaum erforscht ist, es jede Menge Widersprüche der Experten gibt und dass Bilder über das Gehirn sehr Fehleranfällig sind. Ein Hirnforscher hat zum Beispiel an Hand eines toten Lachs Gehirnströme bei diesem nachgemessen, die durch seine Worte zuvor an diesen beeinflusst wurden waren.

    • Harald schreibt:

      Tote Fische? Okay, aber ganz ehrlich? Da mangelt es eher an der Forschungsmethode als am Forschungsthema. Ich habe bisher wenig Widersprüchliches gelesen, wäre gut, wenn du Beispiele nennst, worin diese Widersprüche bestehen (und Quellen, die belegen, was Psychopathen ausmacht gibt es genug, kaum erforscht ist definitiv nicht korrekt – es ist relativ neue Forschung in dieser Tiefe, aber kaum stimmt nicht), nicht nur ein lächerliches Beispiel für schlecht durchgeführte Forschung.

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